International
Nordkorea

Chinas Hilfsversuche im Nordkorea-Konflikt sind laut Trump gescheitert

President Donald Trump and Chinese President Xi Jinping walk together after their meetings at Mar-a-Lago, Friday, April 7, 2017, in Palm Beach, Fla. Trump was meeting again with his Chinese counterpar ...
Donald Trump bei einem Treffen mit dem Präsidenten Chinas Xi.Bild: Alex Brandon/AP/KEYSTONE

«Immerhin versucht»: Trump sieht Chinas Hilfe im Nordkorea-Konflikt als gescheitert

21.06.2017, 06:4021.06.2017, 07:00

US-Präsident Donald Trump hat Chinas Versuche als fehlgeschlagen bezeichnet, Nordkorea zu einem Einlenken im Atom-Konflikt zu bewegen. Er begrüsse zwar die Bemühungen Chinas für eine diplomatische Lösung, es habe aber nicht funktioniert.

Das erklärte Trump am Dienstag über Twitter. Es war zunächst unklar, ob seine Äusserungen einen Kurswechsel bedeuten. Er verschärfte aber damit den Ton nach dem Tod eines erst kürzlich von Nordkorea freigelassenen US-Studenten weiter.

Zudem erhöhte er den Druck auf China, Nordkorea doch noch zur Aufgabe seines Atom- und Raketenprogramm zu veranlassen. Die USA dürften nun China zur Kooperation für eine weitere Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea drängen.

Der Tod des aus nordkoreanischer Haft entlassenen US-Studenten Otto Warmbier hatte zuletzt zu zusätzlichen Spannungen geführt. Trump machte «das brutale Regime» in Nordkorea für die schweren Hirnschäden verantwortlich, an denen Warmbier starb.

US-Reisen verbieten

US-Politiker zerbrechen sich derweil die Köpfe über mögliche Konsequenzen. Im Aussenministerium wird der Gedanke geprüft, ob man US-Bürgern Reisen nach Nordkorea grundsätzlich verbieten sollte. Derzeit sind diese über China möglich, jedoch unter strenger Kontrolle des kommunistischen Landes.

Zumindest würde man Nordkorea so finanziell treffen, denn die Einnahmen aus dem Tourismus braucht das chronisch klamme Land. Der eine oder andere Touranbieter könnte ohne die Kundschaft aus den USA auch darüber nachdenken, die Reisen von Peking ganz einzudampfen. Jedoch dürfte es schwierig sein, ein solches Verbot auch tatsächlich durchzusetzen. (sda/reu/dpa)

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