Nach Zugunglück in Frankreich: Keine Hinweise auf Anschlag
Das Zugunglück mit mehr als 40 Verletzten im Nordwesten Frankreichs ist nach Ansicht der Ermittler nicht auf einen Anschlag zurückzuführen. Am Abend teilte der Staatsanwalt von Rouen, Sébastien Gallois, laut übereinstimmenden Medienberichten mit, bisher gebe es «keine Anhaltspunkte für eine böswillige Handlung mit der vorsätzlichen Absicht, den Zug zum Entgleisen zu bringen, und schon gar nicht für einen Anschlag».
Heute solle bei weiteren Befragungen geklärt werden, wie ein Schienenteil habe auf die Strecke gelangen können, hiess es weiter. Zuvor hatten einige französische Politiker von einem Anschlag oder einer Straftat gesprochen.
Der Regionalzug mit rund 180 Passagieren war am Freitagabend auf der Strecke zwischen Rouen und Caen mit einem Gegenstand kollidiert, woraufhin fünf Waggons aus den Schienen sprangen und einer davon umkippte. Zunächst gab es Berichte, dass der Verdacht einer vorsätzlichen Tat verfolgt werde, nachdem auf der Strecke ein Schienenteil gefunden worden war.
Von den 44 verletzten Personen konnten den Medienberichten zufolge die meisten das Krankenhaus bereits am Samstag wieder verlassen. Eine 18-Jährige wurde schwer verletzt. Ihr Zustand habe sich aber mittlerweile gebessert, hiess es in den Berichten.
Die Rettungskräfte waren mit einem Grossaufgebot zum Unfallort ausgerückt. Mehr als 130 Feuerwehrleute, 50 Polizisten und 80 Fahrzeuge waren im Einsatz. (sda/dpa)
