International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A gust of wind blows Pope Francis' skull cap upon his arrival at Quito Airport, Ecuador, Sunday, July 5, 2015. The Pontiff is visiting Ecuador, Bolivia and Paraguay on the occasion of his Apostolic trip from July 5 to July 12. (AP Photo/Gregorio Borgia)

Hoi Ecuador, tschau Hut. Bild: Gregorio Borgia/AP/KEYSTONE

Hoi Ecuador, ciao Hut! Papst Franziskus begibt sich auf Südamerika-Reise – und verliert wiedermal sein Käppi



Papst Franziskus hat in Ecuador seine erste grosse Südamerika-Reise mit einem Aufruf zum Dialog begonnen. Der Argentinier traf am Sonntag nach einem 13-stündigen Flug in Quito ein.

Der Wind wehte Franziskus noch an der Flugzeugtür das Scheitelkäppchen vom Kopf, als er seiner Alitalia-Maschine auf dem Flughafen Mariscal Sucre entstieg. Der Papst reagierte mit einem Lächeln. Doch auch dieses wurde vom Winde verweht.

Pope Francis, left, has the mantle of his cassock whipped into his face by a gust of wind as he and Ecuador's President Rafael Correa gesture towards several children to come closer, upon the Pope's arrival to the Mariscal Sucre International airport in Quito, Ecuador, Sunday July, 5, 2015. History's first Latin American pope returns to Spanish-speaking South America for the first time on Sunday to visit Ecuador, Bolivia and Paraguay. (AP Photo/Fernando Llano)

Bild: Fernando Llano/AP/KEYSTONE

Seinen Besuch begann er mit einer Aufforderung zum Dialog. «In der Gegenwart können wir im Evangelium die Schlüssel finden, die es uns möglich machen, uns den aktuellen Herausforderungen zu stellen, indem wir die Unterschiede schätzen, den Dialog und die Beteiligung ohne Ausgrenzungen fördern», sagte der Papst.

Thousands line the streets as Pope Francis waves to the crowd as he rides aboard the Popemobile in Quito, Ecuador, Sunday, July 5, 2015. Francis is making his first visit as pope to his Spanish-speaking neighborhood. He'll travel to three South American nations, Ecuador, Bolivia and Paraguay, which are beset by problems that concern him deeply, income inequality and environmental degradation. (AP Photo/Dolores Ochoa)

Tausende Ecuadorianer erwarten den Papst in Quito. Bild: Dolores Ochoa/AP/KEYSTONE

Dabei sei besonders auf die Schwächsten und die am meisten verletzlichen Minderheiten zu achten. Dies sei eine Schuld, die ganz Lateinamerika noch trage, sagte Franziskus, in Anspielung auf Correas Anprangerung der Ungleichheiten in der Region.

Ecuadors Präsident hatte die soziale Frage als das Grundproblem Lateinamerikas bezeichnet. Für die Armut in der Region seien «perverse politische, soziale und wirtschaftliche Systeme» verantwortlich, sagte Correa vor dem Papst.

Pope Francis (L) looks on as Ecuador's President Rafael Correa (R) makes his speech after he landed in Quito, Ecuador, July 5, 2015. Pope Francis landed in Ecuador's capital Quito on Sunday to begin an eight-day tour of South America that will also include visits to Bolivia and Paraguay. On his first visit as pontiff to Spanish-speaking Latin America, the Argentina-born pope is scheduled to conduct masses in both Quito and the coastal city of Guayaquil before flying to Bolivia on Wednesday. REUTERS/Alessandro Bianchi
      TPX IMAGES OF THE DAY

Correa und der Papst – ein bisschen vom Winde verweht. Bild: ALESSANDRO BIANCHI/REUTERS

Sonne, Mond und Jesus

Franziskus erwähnte den ecuadorianischen Vulkan Chimborazo als den nächsten Punkt der Erde zu Mond, Sonne und Sterne. Die Kirche werde allgemein mit dem Mond identifiziert, die Sonne mit Jesus. Wenn der Mond sich vor der Sonne verstecke, versinke er in Dunkelheit. Auch die Kirche verliere ihr Licht, wenn sie sich vor der Sonne verberge, warnte er.

Auf dem 45 Kilometer langen Weg vom Flughafen zur Nuntiatur wechselte der Papst von einem geschlossenen Wagen ins offene Papamobil, um die zahlreichen Menschen am Strassenrand beim Vorbeifahren besser grüssen zu können.

Pope Francis greets a crowd of the faithful from the Popemobile in Quito, Ecuador, July 5, 2015. Pope Francis landed in Ecuador's capital Quito on Sunday to begin an eight-day tour of South America that will also include visits to Bolivia and Paraguay. On his first visit as pontiff to Spanish-speaking Latin America, the Argentina-born pope is scheduled to conduct masses in both Quito and the coastal city of Guayaquil before flying to Bolivia on Wednesday.  REUTERS/Gary Granja

DAS Papamobil. Bild: GARY GRANJA/REUTERS

Neunte Auslandsreise

Am Montag ist als erster Höhepunkt der neunten Auslandsreise des 78-Jährigen eine Messe in der Pazifikmetropole Guayaquil vorgesehen. Zur Messe am Dienstag in Quito werden bis zu zwei Millionen Menschen erwartet. Der achttägige Besuch in drei Ländern soll Franziskus von Ecuador aus weiter nach Bolivien und Paraguay führen.

In Bolivien will er in Santa Cruz de la Sierra eine Messe halten und auch die Haftanstalt Palmasola besuchen, in der knapp 5000 Häftlinge leben. In Paraguay stehen zwei Messen und ein Jugendtreffen auf dem Programm. Seine Heimat Argentinien besucht der Papst voraussichtlich erst nächstes Jahr nach der Präsidentenwahl. Neben der Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner werden aber in Paraguay zum Papstbesuch mehrere Hunderttausend Argentinier erwartet. Am 13. Juli kehrt Franziskus nach Rom zurück. (dwi/sda/dpa)

Papst Franziskus vom Winde verweht

Das könnte dich auch interessieren:

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Wetter: Nächste Woche wird's heiss

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Brasilianische Spielerin schafft neuen Rekord

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Überraschender Vorstoss

Papst fordert Gespräche mit «Islamischem Staat»

Der IS schockiert die Welt mit Gräueltaten, Papst Franziskus sagt dennoch: «Man darf nie die Tür verschliessen.» Kritik übt er an «Staatsterrorismus, der vorgibt, gegen Terrorismus vorzugehen».

Es ist ein überraschender Vorstoss: Papst Franziskus hält Gespräche mit Terrormilizen wie dem «Islamischen Staat» (IS) trotz deren Bluttaten für möglich. «Ich gehe immer davon aus, dass man nie aufgeben soll. Vielleicht kann man in der Tat keinen Dialog führen, aber dennoch darf man nie die Tür zum Gespräch verschliessen», sagte der Argentinier laut Radio Vatikan während seines Rückflugs aus Strassburg. Dort hatte er vor dem Europaparlament und dem Europarat gesprochen.

Terrorismus stellt nach …

Artikel lesen
Link zum Artikel