International
Liveticker

Krieg in Nahost: Iran droht nach Angriff auf Gasindustrie mit Vergeltung

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
Liveticker

Iran bestätigt Tod von Geheimdienstminister +++ Iran droht nach Angriff auf Gasindustrie

11.03.2026, 05:2018.03.2026, 15:57
Schicke uns deinen Input
16:23
WHO spricht von 2300 toten Zivilisten
Im Krieg im Nahen und Mittleren Osten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mehr als 2300 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 1400 Tote seien im Iran gemeldet worden, fast 900 im Libanon und 20 in Israel:

Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf. Tausende Menschen in den drei Ländern seien verletzt worden.

Tedros äusserte auch äusserst besorgt über Dutzende Attacken auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal in der Region. «Angriffe auf die Gesundheitsversorgung verletzen internationales Recht», betonte er.

Bislang hat die WHO im Libanon 28 solche Angriffe mit 30 Toten und 25 Verletzten verifiziert. Im Iran waren laut der UN-Gesundheitsorganisation seit Kriegsbeginn 20 Angriffe mit 9 Toten. In Israel kam es zu zwei Angriffen auf das Gesundheitswesen. (sda/dpa)
15:50
Iran: Präsident bestätigt Tod von Geheimdienstchef Esmail Khatib
Der Geheimdienstminister von Iran, Esmail Khatib, ist tot. Das bestätigte der iranische Präsident, Masoud Pezeshkian. Der israelische Verteidigungsminister, Israel Katz, hatte bereits heute früh erklärt, Khatib sei in der Nacht bei einem Angriff getötet worden.

«Die feige Ermordung meiner lieben Kollegen Ismail Khatib, Ali Larijani und Aziz Nasirzadeh sowie einiger ihrer Familienangehörigen und Begleitpersonen hat uns in tiefe Trauer versetzt», so Präsident Pezeshkian auf X. Die beiden weiteren Personen sind der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates von Iran und der Verteidigungsminister
Leavitt: Strasse von Hormus für US-Energieversorgung nicht nötig
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nach den Worten von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt nicht auf die Strasse von Hormus zur Sicherung der eigenen Energieversorgung angewiesen.

«Wir wollen, dass die Strasse offen für den weltweiten Ölmarkt ist, damit Preise stabilisiert werden und wieder sinken», sagte sie dem US-Sender Fox News. Leavitt zufolge stehen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Aussenminister Marco Rubio weiterhin im Austausch mit europäischen und arabischen Verbündeten, um sie stärker bei der Sicherung der Meerenge südlich des Irans einzubinden. «Dies liegt mehr in ihrem Interesse als im Interesse der Vereinigten Staaten», sagte sie weiter.

Sie erinnerte daran, dass die USA Nettoexporteur von Öl seien. Tatsächlich profitiert die US-Wirtschaft zwar von der aktuellen Entwicklung. Diese ist robuster als etwa Europa gegenüber hohen Energiepreisen. Dies schützt das Land jedoch nicht vor marktbedingten Preissteigerungen im Inland: Da Öl an internationalen Börsen gehandelt wird, schlagen die globalen Preissprünge dennoch direkt auf die US-Verbraucher durch. (sda/dpa)
15:16
Wadephul: Iran-Krieg kann Welt in allergrösste Krise stürzen
Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul hat vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs mit weltweiten Folgen gewarnt.

Der Krieg habe «ein wirkliches Eskalationspotenzial, was nicht nur diese Region, sondern die Welt insgesamt in eine allergrösste Krise stürzen kann», sagteer bei einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Jean-Noël Barrot in Berlin. Allein die aus der Region sichergestellte Düngerversorgung «ist so essenziell, dass bei einem längeren Ausbleiben eine Nahrungsmittelkrise in grossen Teilen Afrikas» drohen würde.



Dies müsse «wegen der Menschen, die leiden würden, und natürlich auch wegen der Flüchtlingsströme, die sich daraus ergeben können» Sorge auslösen, warnte Wadephul. «Das hat insofern eine grosse Bedeutung für uns». Dies müsse in einer verantwortungsvollen Würdigung der Situation gesehen werden.

Barrot hatte vor dem Gespräch mit Wadephul an der Sitzung des deutschen Kabinetts mit Kanzler Friedrich Merz teilgenommen. Einen solchen gegenseitigen Austausch soll es nach dem deutsch-französischen Vertrag von Aachen viermal im Jahr geben.

«Geordneter Regimewechsel» laut Wadephul nicht zu erwarten
Wadephul betonte angesichts der andauernden Angriffe Israels und der USA, es sei nicht zu erwarten, «dass ein derartiger Militärschlag zu einem geordneten Regimewechsel führt». Weder im Irak noch in Libyen habe militärisches Engagement einen geordneten Wechsel hin zu einer freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Struktur erreicht.

Er wünsche sich innerhalb des Irans einen Wandel hin zu einer humanen, menschenwürdigen Führung - dazu sei man auch mit der Opposition im Gespräch. Dies werde sich allerdings in Kriegszeiten nicht kurzfristig aus dem Land heraus entwickeln, sagte der Christdemokrat. «Ich glaube nur nicht, dass es sozusagen militärisch von aussen herbeigeführt werden kann», fügte er hinzu.

Wadephul skizziert Weg hin zu politischer Lösung

Mit den USA und Israel müsse deshalb versucht werden, «einen Punkt zu finden, wo die militärischen Ziele, die diese beiden sich vorgenommen haben, erreicht sind», skizzierte Wadephul einen Weg hin zu einer politischen Lösung. Dann müsse es zu einer Deeskalation und zur Beilegung der kriegerischen Handlungen kommen. Gleichzeitig müsse Sicherheit für die Strasse von Hormus und die Golfstaaten hergestellt werden. Dies werde schwierig werden, aber er glaube, «dass Europa dabei eine Rolle spielen kann und sollte». (sda/dpa)
14:32
Türkei verstärkt nach Abschuss von Raketen aus dem Iran erneut Abwehr
Nach dem Abschuss von drei Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei erneut ihre Flugabwehr. In der südtürkischen Provinz Adana werde zusätzlich ein Patriot-Raketenabwehrsystem stationiert.

Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik in Adana mit. Es soll demnach vom US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz dorthin verlegt werden. Es war zunächst unklar, welches Land das System zur Verfügung stellt. (sda/dpa)
14:28
Iran droht nach Angriff auf Gasindustrie mit Vergeltung
Nach einem israelischen Angriff auf Irans Gasindustrie hat die Militärführung des Landes mit Vergeltung gedroht.

«Diese Angriffe auf zivile und lebenswichtige Infrastruktur des Irans sind kein militärischer Sieg, sondern ein politischer Selbstmord», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Erklärung. Die Zeit begrenzter Gefechte sei vorbei. Das Kriegspendel bewege sich in Richtung eines «umfassenden Wirtschaftskriegs».

Als mögliche Ziele für einen Vergeltungsangriff nannte der staatliche iranische Rundfunk Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar. «Diese Einrichtungen sind zu direkten und legitimen Zielen geworden und werden in den kommenden Stunden angegriffen werden», hiess es in einer Mitteilung der mächtigen Revolutionsgarden. Die Streitmacht rief die Bewohner mehrerer Anlagen zur Flucht auf. (sda/dpa)
13:07
Iran: Öl- und Gasindustrie wieder Ziel von Angriffen
Der Iran hat im Krieg mit den USA und Israel neue Angriffe auf Teile seiner Öl- und Gasindustrie gemeldet. Betroffen seien petrochemische Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh, berichteten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr.

Nähere Details gab es zunächst nicht. Ob Israel für die Luftangriffe verantwortlich war oder die USA, blieb zunächst unklar. Die Bombardierungen könnten weiteres Eskalationspotenzial in dem Krieg haben.

Bei Asalujeh am Persischen Golf liegt mit «South-Pars» das grösste Gasfeld der Welt, das sich der Iran mit Katar teilt. Die Region ist zentral für den iranischen Energiesektor und deckt etwa 70 Prozent der heimischen Gasversorgung.

Die iranische Staatsführung erzielt durch den Ölverkauf ihre wichtigsten Einnahmen – mit China als bedeutendstem, wenn auch inoffiziellem Abnehmer. Die Ölindustrie ist vor allem in der weiter westlich gelegenen Provinz Chusestan angesiedelt. (sda/dpa)
12:38
Trauerzeremonie in Teheran für getöteten Laridschani
Nach der Tötung des iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani durch das israelische Militär sind in der iranischen Hauptstadt Teheran Regierungsanhänger für Trauerfeiern zusammengekommen.

Im Stadtzentrum der Millionenmetropole meldete die Nachrichtenagentur Fars den Beginn einer Zeremonie für den am Montagabend getöteten Generalsekretär des Sicherheitsrats. Ein Foto der Agentur zeigte seinen Sarg und den seines Sohnes, der bei dem israelischen Angriff ebenfalls ums Leben kam.

Bilder im Staatsfernsehen zeigten Anhänger der Staatsführung, die sich um einen Sattelschlepper versammelten, der die Särge durch die Stadt fährt. Sie trauerten ebenfalls um den Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, sowie die Besatzung eines iranischen Kriegsschiffs, das die USA vor Sri Lanka versenkt hatten. (sda/dpa)
11:38
Israel: Iranischer Geheimdienstminister Esmail Khatib getötet
Das israelische Militär habe den iranischen Geheimdienstminister Esmail Khatib getötet, erklärte der israelische Verteidigungsminister am Mittwoch. Im Laufe des Tages sei «an allen Fronten mit bedeutenden Überraschungen zu rechnen», sagte Israel Katz. (hkl)
9:33
Irans Aussenminister: System besteht trotz gezielter Tötungen weiter
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hält das politische System seines Landes im Krieg weiterhin für überlebensfähig. Dabei spiele auch die gezielte Tötung von Führungspersonen keine Rolle.

Das sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al Jazeera in einem heute veröffentlichten Interview. «Die An- oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf die Struktur. (...) Entscheidend ist, dass das politische System im Iran eine sehr solide Struktur ist.»

Das sei auch der Fall gewesen nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei durch einen israelischen Luftangriff in Teheran, sagte Araghtschi. «Sogar der Anführer wurde getötet. Aber das System arbeitete weiter und sorgte sofort für Ersatz. So wird es auch sein, wenn jemand anders getötet wird.» Auch im Fall, dass der Aussenminister getötet würde - also er selbst -, stünde jemand anderes bereit, um den Posten einzunehmen, sagte Araghtschi. (sda/dpa)
9:27
Mehrere Tote und Dutzende Verletzte bei Angriff im Iran
Bei einem israelisch-amerikanischen Angriff sind nach Angaben aus dem Iran mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 56 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.

Der Luftangriff traf ein Wohngebiet der westlichen Stadt Dorud, wie es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Lorestan hiess. (sda/dpa)
9:26
Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz
Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 6 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen.

Staatlichen Medien zufolge traf ein Angriff eine Wohnung im Stadtzentrum, unweit der kürzlich vom israelischen Militär attackierten Filiale eines Finanzinstituts der Hisbollah-Miliz. Weitere Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im ebenfalls zentral gelegenen Viertel Basta ein. Anwohner berichteten von mehreren deutlich vernehmbaren Explosionen. Alle am Mittwochmorgen getroffenen Gebiete liegen in der Nähe libanesischer Regierungsgebäude wie dem Finanzministerium und dem Amtssitz des Premierministers.

In der Nacht hatte die mit dem Iran verbündeten Hisbollah erneut Dutzende Raketen auf den Norden des Nachbarlands Israel abgefeuert. Ausgelöst worden waren die Gefechte durch die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran vor knapp drei Wochen. Seither herrscht Krieg in der Region. (sda/dpa)


6:15
Iran-Krieg: Saudi-Arabien lädt Aussenminister zu Beratungen ein
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat Saudi-Arabien Aussenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen eingeladen. Bei dem Treffen heute Abend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, teilte das Aussenministerium mit. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt.

Der Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs immer wieder mit Raketen und Drohnen an. (sda/dpa)
6:14
Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele im Südlibanon
Die israelische Luftwaffe greift nach eigenen Angaben erneut Ziele im Süden des Libanons an. Die Angriffe gelten der Infrastruktur der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah, wie das Militär mitteilte. Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte Bürger in der südlibanesischen Stadt Tyros zur Flucht aufgefordert, nachdem laut Armeeangaben Raketen aus der Region auf Israel abgefeuert worden waren. (sda/dpa)


Israels Luftwaffe greift immer wieder auch in den Städten Libanons an.
6:12
Iranische Rakete nahe Militärflugplatz in den Emiraten eingeschlagen
Eine iranische Rakete ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes eingeschlagen. Der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai wird unter anderem von der australischen Luftwaffe genutzt. Bei dem Angriff seien keine australischen Soldaten verletzt worden, sagte Premierminister Anthony Albanese vor Journalisten. Die Rakete habe eine Zufahrtsstrasse getroffen, zitierten ihn australische Medien weiter.

Durch einen von der Rakete verursachten Brand habe es auf dem Stützpunkt lediglich geringfügigen Schaden an Unterkünften und einer medizinischen Einrichtung gegeben, sagte Albanese demnach weiter.

In Saudi-Arabien fing das Militär nahe dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan eine ballistische Rakete ab. Teile des Geschosses seien in der Umgebung des auch von den US-Streitkräften genutzten Stützpunktes niedergegangen, ohne Schäden zu verursachen. Auch die kuwaitische Luftabwehr schoss nach eigenen Angaben mehrere Raketen und Drohnen ab. (sda/dpa)
3:32
Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.

Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock. (sda/dpa)
3:12
USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Strasse von Hormus ein
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Strasse von Hormus anzugreifen. «Mehrere» der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien «erfolgreich eingesetzt» worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.

Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten «eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge» dargestellt.

Die Strasse von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor rund zweieinhalb Wochen praktisch zum Erliegen gekommen. (sda/dpa)


Ein B-1-Lancer-Bomber, mit dem bunkerbrechende Bomben abgeworfen werden können.
1:24
Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff sind in Israel Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden. Sie wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, wie die Zeitungen «Haaretz» und «Times of Israel» übereinstimmend berichteten. Sie beriefen sich dabei auf den Rettungsdienst Magen David Adom.

In Bnei Berak östlich von Tel Aviv wurde dem Rettungsdienst zufolge ein junger Mann mit leichten Splitter-Verletzungen an der Hand in ein Krankenhaus gebracht. Schäden aufgrund des Raketenangriffs wurden zudem am Bahnhof Savidor in Tel Aviv gemeldet. Der Zugverkehr an dem Bahnhof wurde vorübergehend eingestellt.

Medienberichten zufolge rückte die Feuerwehr im Zentrum Israels wegen mehrerer Brände aus, die mit dem Raketenangriff zusammenhingen.

Das israelische Militär teilte mit, es seien an mehreren Stellen im Zentrum des Landes Einschläge gemeldet worden. Es forderte die Bevölkerung auf, sich von diesen Orten fernzuhalten. Auf einem Video waren Schäden am Bahnhof Savidor in Tel Aviv zu sehen. (sda/dpa)
22:04
Iran bestätigt Tod des Sicherheitschefs Ali Laridschani
Der Iran hat den Tod des Spitzenfunktionärs, Ali Laridschani, bestätigt. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum «Märyrer» geworden sei. Auf dem ehemaligen Twitteraccount des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hiess es, «ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt.»

Laridschani und der ebenfalls bei einem israelischen Luftangriff am Montag getötete Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim an diesem Mittwoch beigesetzt werden.

Laridschani hatte noch vor seinem Tod angekündigt, den Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen zu wollen. Der 67-Jährige war zuletzt zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Laridschani galt als wichtige Stimme, die den Iran auch nach aussen vertrat. Seine Tötung dürfte es für die USA erschweren, eine Verhandlungslösung für ein mögliches Ende des Krieges zu finden. (sda/dpa)



Zur Analyse:
21:29
Iran bestätigt Tod von Basidsch-Kommandeur Soleimani
Die iranischen Revolutionsgarden haben den Tod des Kommandeurs der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, bestätigt. Die den Garden nahestehende Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte einen Nachruf, in dem die Revolutionsgarden Soleimani würdigten und «zum ehrenvollen Märtyrer-Tod» gratulierten. Zugleich erklärten sie, die «Basidsch-Kämpfer» würden niemals die Blutrache für ihren getöteten Führer aufgeben. (sda/dpa)

21:11
Berichte: Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff
In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.

«Verbotene Gruppen» hätten die Botschaft erneut angegriffen, teilten die irakischen Streitkräfte mit. Es handle sich um einen «Terrorangriff» auf die Souveränität des Landes. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani verurteilte Angriffe auf Botschaften und andere diplomatische Vertretungen im Land. Es handle sich dabei um «kriminelle Versuche, den Irak, seine Sicherheit und Stabilität» zu gefährden. (sda/dpa)

21:11
Israel meldet neue Angriffe aus dem Libanon
Die proiranische Hisbollah im Libanon hat israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel beschossen. Israelischen Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus dem benachbarten Libanon. Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen. Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen.

Die Hisbollah reklamierte mehrere Angriffe mit Raketen und Drohnen für sich. Zuvor hatte Israels Armee Pläne der Hisbollah für umfangreiche Raketenangriffe auf Israel für den Abend publik gemacht.

Das israelische Militär teilte auch mit, die israelische Luftwaffe greife derzeit Raketenabschussrampen und weitere Ziele der Hisbollah im Libanon an. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete eine Tote und vier Verletzte bei einem israelischen Luftangriff in Baalbek im Osten des Landes. (sda/dpa)
18:55
Zweites Vietnam? Trump unbeirrt von Iran-Drohung
US-Präsident Donald Trump schliesst einen Einsatz von Bodentruppen im Iran auch nach einer Warnung aus Teheran vor einem zweiten Vietnam nicht aus. «Nein, ich habe keine Angst davor. Ich habe vor gar nichts Angst», sagte er während eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin im Weissen Haus. Ein Reporter hatte den Republikaner damit konfrontiert, dass der Iran gedroht habe, die USA sollten nachlesen, was in Vietnam passiert sei, sollten sie Truppen entsenden.

Der US-Bodeneinsatz im Vietnam-Krieg entpuppte sich als Trauma für die Vereinigten Staaten. Trotz technischer Überlegenheit sass das Militär im südostasiatischen Dschungelterrain fest. Der Krieg forderte am Ende das Leben Zehntausende US-Soldaten und spaltete die Gesellschaft. (sda/dpa)

18:54
Israels Präsident sieht Tötung Laridschanis als Chance für Proteste
Israels Staatspräsident Izchak Herzog hat die von Israel verkündete Tötung des einflussreichen iranischen Generalsekretärs des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, als «sehr wichtigen Schritt» gelobt. Dies eröffne den Menschen im Iran den Freiraum für Proteste, sagte Herzog laut Angaben seines Büros.



Israel hat bereits mehrfach das Ziel eines Machtwechsels in Teheran genannt und die Bevölkerung zum Sturz der politischen Führung aufgerufen. Experten sehen diese Aufforderung unter den derzeitigen Bedingungen kritisch.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor die Tötung Laridschanis bei einem gezielten Angriff verkündet. Israels Armee meldete ausserdem, sie habe den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, getötet. Aus dem Iran gab es für beides zunächst keine Bestätigung.

Beide hätten Hass und Terror verbreitet, sagte Herzog. Er erinnerte auch an die Entführung von zwei israelischen Soldaten 2006, die damals den Libanon-Krieg auslöste. Laridschani habe der libanesischen Hisbollah-Miliz sein Einverständnis gegeben, erklärte Israels Präsident.

Weiter sagte Herzog: «Ich hoffe inständig, dass sich für den Nahen Osten aus diesem Konflikt eine neue Perspektive eröffnen wird. Und ich hoffe, dass dies auch der Welt und Europa zugutekommen wird.» (sda/dpa)
17:34
Israels Luftwaffe greift Basidsch-Einheiten in Teheran an
Israels Armee bombardiert nach der von ihr verkündeten Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten weiter Ziele dieser Miliz in Teheran. «In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe Angriffe auf Mitglieder und Stellungen der Basisch-Einheit ausgeführt», teilte das israelische Militär mit. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht. (sda/dpa)
16:40
Trump will doch keine Hilfe von Nato-Ländern
Der US-Präsident Donald Trump möchte im Iran-Krieg doch keine Hilfe mehr durch die Nato-Länder. Das schreibt er auf seiner Plattform Truth Social.

Als Grund gibt er an, auf die Unterstützung aufgrund jüngster Erfolge nicht mehr angewiesen zu sein. «Aufgrund unserer militärischen Erfolge benötigen wir die Unterstützung der Nato-Staaten nicht mehr – das haben wir nie getan!», schreibt Trump.

Die meisten Verbündeten der USA hätten einen Einsatz in der Strasse von Hormus abgelehnt. Er sei nicht überrascht: «Wir schützen sie, aber sie werden uns, insbesondere in Notlagen, nicht helfen.» Diesen Vorwurf brachte der US-Präsident schon des Öfteren an. (hkl)



Mehr dazu:
16:20
Hisbollah und Israel greifen sich weiter gegenseitig an
Im Libanon und in Israel sind erneut Angriffe gemeldet worden. Bei einem israelischen Angriff auf die Flughafenstrasse in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Mensch getötet worden. Neun weitere wurden demnach verletzt. Auch im Süden des Landes wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA erneut mehrere Angriffe gemeldet.

Aus dem Libanon wurden ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte. Die israelische Armee veröffentlichte unterdessen erneut einen Warnaufruf für Einwohner des Südlibanons. Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt. Die Aktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz seien der Grund für Einsätze der Armee im Süden des Libanons, hiess es in der Mitteilung. Man wolle Zivilisten keinen Schaden zufügen.

Im Libanon wurden nach Behördenangaben bereits mehr als eine Million Menschen vertrieben. Knapp 900 Menschen wurden demnach durch die israelischen Angriffe getötet. (sda/dpa)
15:35
Netanjahu wünscht Iranern «Jahr der Freiheit»
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zum persischen Neujahrsfest an die Iraner gewandt und dem «mutigen iranischen Volk» ein «Jahr der Freiheit» und den Beginn neuer Hoffnung gewünscht.

Kurz nach der Verkündung der gezielten Tötung führender iranischer Vertreter, darunter der Funktionär Ali Laridschani, gratulierte der Regierungschef den Iranern und Iranerinnen per Videobotschaft zu Neujahr.

Netanjahu sagte in dem Video auf Persisch: «Frohes Norus (fest), lang lebe der Iran». Das persische Neujahr beginnt an diesem Freitag. Die Botschaft Netanjahus dürfte angesichts einer nahezu vollständigen Internetsperre im Iran kaum jemanden erreicht haben. (sda/dpa)

  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Iran-Proteste 2026
1 / 16
Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf X teilen
USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
640 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
431143
Melden
Zum Kommentar
avatar
Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
37197
Melden
Zum Kommentar
avatar
SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
24166
Melden
Zum Kommentar
640
Schoigu räumt ein: Keine Region Russlands kann sich sicher fühlen
Der Sekretär des russischen nationalen Sicherheitsrats, Sergej Schoigu, räumt ein, dass ukrainische Angriffe im russischen Hinterland zu einem immer grösseren Problem werden.
Zur Story