Nach Medienkrach im Weissen Haus: Papst stichelt wieder gegen Trump
Nachdem US-Präsident Donald Trump mehrere Medien aus dem Weissen Haus verbannt hat, hat Papst Leo XIV. die Bedeutung guter Berichterstattung unterstrichen.
«Ich freue mich, dass Sie hier alle willkommen sind», sagte Leo auf seinem Flug nach Paris auf die Frage eines Reporters nach den Problemen seiner CNN-Kollegen in Washington. «Ich denke, dass es sehr wichtig ist, eine gute Berichterstattung vollständig und für alle zu haben.»
Trump hatte vergangene Woche die Sender CNN, MS NOW sowie das Nachrichtenportal «Politico» den Zugang zu seinem Amtssitz verboten und ihnen vorgeworfen, Falschnachrichten zu verbreiten. Kritiker sehen das als Angriff auf die in der US-Verfassung garantierte Pressefreiheit und als Einschüchterungsversuch. Mittlerweile hat ein Richter verfügt, dass die klagenden Medienhäuser vorläufig wieder Zutritt erhalten müssen.
Das Verhältnis zwischen dem Papst und Trump gilt als angespannt. Mehrfach hatte der aus den USA stammende Leo sich in der Vergangenheit kritisch zum Verhalten des US-Präsidenten geäussert. Dieser hatte ihn nach Kritik am Iran-Krieg im Frühjahr mehrmals scharf angegriffen. Zugleich veröffentlichte Trump ein Gemälde von sich selbst in Christus-ähnlicher Darstellung, das er später wieder löschte.
Papst Leo ist für einen viertägigen Besuch nach Frankreich gereist. (sda/dpa)
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