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Papst Leo XIV. ruft in Kamerun zu Versöhnung auf

Pope Leo XIV leads a meeting for peace at Saint Joseph's Cathedral in Bamenda, Cameroon, with the local community Thursday, April 16, 2026, on the fourth day of his 11-day pastoral visit to Afric ...
Papst Leo in Kamerun. Bild: keystone

Nach Kritik von Trump sagt Papst Leo: «Welt wird von Handvoll Tyrannen zerstört»

Angesichts von Kriegen und blutigen Konflikten in vielen Teilen der Welt hat Papst Leo XIV. bei einem Besuch in Kamerun zu Versöhnung gemahnt.
16.04.2026, 14:0916.04.2026, 14:16

In der Stadt Bamenda im Nordwesten des westafrikanischen Landes lobte der Pontifex gemeinsame Friedensbemühungen von Christen und Muslimen. In der dortigen Region tobt seit 2017 ein Konflikt mit Tausenden Toten zwischen Regierung und Separatisten. Hunderttausende wurden vertrieben. Die Religionsgemeinschaften versuchen zu vermitteln.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche bezeichnete dies als Beispiel für andere Regionen auf der Welt. «Ich würde mir das für so viele Orte auf der Erde wünschen. Selig sind die Friedfertigen. Wehe jedoch denen, die die Religionen und selbst den Namen Gottes für ihre militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke verbiegen und damit das Heilige in Schmutz und Finsternis ziehen.»

Der Papst fügte hinzu: «Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen zerstört und von Myriaden solidarischer Brüder und Schwestern aufrechterhalten.» Mit Myriaden ist eine riesige Menge gemeint. Deutlicher wurde Leo in seiner Ansprache nicht. Er nannte auch keine Länder oder Politiker beim Namen.

Papst will sich aus dem Weissen Haus nicht einschüchtern lassen

In den vergangenen Tagen war der Papst nach Friedensappellen mehrfach von US-Präsident Donald Trump kritisiert worden. Der erste US-Amerikaner als Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken machte jedoch deutlich, dass er sich aus dem Weissen Haus nicht einschüchtern lassen will.

Kamerun ist für Leo nach Algerien die zweite Station einer elftägigen Afrika-Reise. Zum Auftakt hatte er dort am Mittwoch an die Regierung des Langzeit-Präsidenten Paul Biya appelliert, sich um Frieden zu bemühen. Der 93-Jährige ist als einer der dienstältesten Staatschefs der Welt bereits seit mehr als vier Jahrzehnten an der Macht. Am Donnerstag steht in Bamenda auch eine Messe mit Zehntausenden Gläubigen auf dem Programm.

In Kamerun leben Schätzungen zufolge rund 40 Prozent der 30 Millionen Einwohner in Armut. Opposition, Meinungs- und Pressefreiheit sind stark eingeschränkt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung bekennt sich in Kamerun zum Christentum. Dem katholischen Glauben gehört etwa ein Viertel an. Zum Islam bekennen sich etwa 20 Prozent. (sda/dpa)

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Der neue Papst Leo XIV.
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Der neue Papst Leo XIV.

Am Donnerstag, dem zweiten Wahltag, schauten Gläubige ganz gespannt auf den Schornstein der sixtinische Kapelle auf dem Petersplatz.

quelle: keystone / giuseppe lami
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Papst Leo äussert sich zu seiner Rolle in der Politik
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