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Bild: keystone
Polizeirapport

Italienische Fähre brennt vor Korfu weiter – 12 Personen noch immer vermisst

19.02.2022, 12:25

Die italienische Autofähre «Euroferry Olympia» war in der Nacht zum Samstag weiter in Flammen gehüllt. Das Schiff trieb führerlos nördlich der griechischen Insel Korfu und wenige Seemeilen vor der albanischen Küste dahin. In der Region herrschte gutes Wetter. Schlepper und die Feuerwehr setzten trotz der Dunkelheit Wasserkanonen ein, um die Brände einzudämmen, wie der staatliche griechische Rundfunk berichtete. Insgesamt konnten bis Freitagabend 280 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Zwölf Menschen werden noch nach neuesten Angaben der Küstenwache vermisst.

Bei den Vermissten handelt es sich vornehmlich um Lkw-Fahrer, die die Nacht zum Freitag, als der Brand ausbrach, in ihren Fahrzeugen auf den Garagendecks verbracht hatten. Es wird aber befürchtet, dass auch blinde Passagiere an Bord gewesen sein könnten. Zahlreiche Migranten verstecken sich nämlich immer wieder in Lastwagen und versuchen von Griechenland nach Italien zu kommen. Bislang haben die Behörden zwei solche blinde Passagiere unter den geretteten Menschen entdeckt.

Die meisten Passagiere waren nach Ausbruch des Brandes koordiniert von der Besatzung in Sicherheit gebracht, wie die meisten Augenzeugen Reportern vor Ort sagten. Spektakulär war die Rettung von zwei Menschen, die zunächst in einem der Decks eingeschlossen worden waren. Ein Sonderkommando der griechischen Kriegsmarine seilte sich im Auftrag des Zivildienstes von einem Hubschrauber auf die Fähre ab. Wenig später wurden zwei in der Fähre eingeschlossenen Menschen aufgenommen und in Sicherheit gebracht.

Die Suche nach weiteren in der Fähre eingeschlossenen Menschen musste in der Nacht wegen der Dunkelheit und der Brände eingestellt werden. Sie sollte am Samstagmorgen fortgesetzt werden, berichtete der griechische staatliche Rundfunk.

Die Ursachen des Brandes auf der Fähre vom griechischen Igoumenitsa ins italienische Brindisi sind bislang unbekannt. Zunächst müsste die Rettungsaktion fortgesetzt, der Brand gelöscht und das Schiff sicher in einen Hafen gebracht werden. Erst dann könnte man mit der Untersuchung beginnen, hiess es aus Kreisen der Küstenwache in Piräus. (viw/sda/dpa)

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