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Ensaf Haidar (34), Najwa Badawi (15) und Tirad Badawi (14) in Genf. bild: watson

Seit 7 Jahren gefangen und gefoltert: So kämpft die Familie von Raif Badawi um sein Leben

Ensaf Haidar kämpft seit sieben Jahren für die Freilassung ihres Mannes Raif Badawi. Der laizistische Blogger ist seit 2012 in Saudi-Arabien inhaftiert – wegen Beleidigung des Islam. Wir haben seine Frau in Genf getroffen.



Ensaf Haidar hat ihren Mann seit sieben Jahren nicht mehr gesehen. Seit sieben Jahren ist das einzige Lebenszeichen ihres Mannes seine Stimme am Telefon. Ob er jemals freikommt, weiss sie nicht.

Ensaf Haidar ist die Frau von Raif Badawi, des wohl bekanntesten politischen Gefangenen in Saudi-Arabien. Watson hat Haidar am Rande des Geneva Summit for Human Rights and Democracy getroffen:

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Video: watson/Angelina Graf

Der 35-jährige Blogger Raif Badawi wurde 2012 in Jeddah verhaftet, offiziell, weil er religionskritische Inhalte auf seiner Webseite postete – eine Kardinalsünde im salafistischen Königreich.

In zwei Schauprozessen verurteilten die saudischen Machthaber Badawi zu 10 Jahren Haft und insgesamt 1000 Stockhieben. Im Januar 2015 wurde Badawi öffentlich mit 50 Hieben ausgepeitscht, der Rest der Strafe wurde ausgesetzt – aus gesundheitlichen Gründen, wie Riad verlauten liess.

Ensaf Haidar verliess kurz nach der Verhaftung ihres Ehemanns fluchtartig das Land, zuerst nach Ägypten, dann nach Kanada, wo ihr und ihren Kindern Asyl gewährt wurde. Seither kämpft die 34-Jährige für die Freilassung ihres Mannes und für die Verbesserung der Menschenrechtslage in ihrem Heimatland.

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saraina 01.04.2019 16:21
    Highlight Highlight Bei dieser Gelegenheit hätte man auch noch erwähnen können, dass auch Raufs Schwester Samar Badawi und eine ganze Reihe weiterer Frauen im Gefängnis sitzen und gefoltert werden / wurden. Und das König Salman einen Bericht über die Behandlung der Gefangenen in seinen politischen Gefängnissen eingefordert hat, dessen Erkenntnisse grauenhaft sind.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 01.04.2019 16:05
    Highlight Highlight Aber die Saudis sind doch die Guten :O
  • Todeszwieback 01.04.2019 13:50
    Highlight Highlight Ich geb dem Recht wenns heisst das alle Menschen gleich sind... aber was die Religion betrifft ???? Ich habe noch nie gehört das Juden,Christen,Buddhisten oä Menschen öffentlich auspeitschen oder gar hinrichten...Nope, das kommt immer aus der gleichen Ecke
    • natalie74 01.04.2019 15:00
      Highlight Highlight Dann hast du im Geschichtsunterricht geschlafen. Kreuzzüge? Hexenverbrennungen? Steinigungen?
    • Todeszwieback 01.04.2019 15:11
      Highlight Highlight sorry....mir sind seit 1979 keine Kreuzzüge aufgefallen... Ich war damit beschäftigt mich mit König Richards Auflehnung gegen den Katholizismus zu amüsieren...ah sorry...auch DAS war lang vor unserer Zeit !!!!
    • Yveze 01.04.2019 16:36
      Highlight Highlight Dann frag doch mal die Iren ob sie das auch so sehen ;) Von wegen Christen sind alles liebe Menschen......
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tento Hidoni 01.04.2019 13:22
    Highlight Highlight Helft dem! Da sieht man wieder wie das Rechtssystem funktioniert, auch ausserhalb der Schweiz. Was ist das???
  • Heinzbond 01.04.2019 12:12
    Highlight Highlight Muss man mit so einem Staat noch Geschäfte machen? Konten einfrieren, Einreiseverbot für die bande und warten bis sich was ändert...
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 01.04.2019 11:44
    Highlight Highlight Und es gibt immer noch Leute, die den Islam sooo wahnsinnig toll finden 🙄
    • swisskiss 01.04.2019 12:04
      Highlight Highlight Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser: Ja....logischerweise die Moslems.

      Ansonsten kann man Deinen belanglosen Kommentar rauchen.

      Es ist nicht die Religion per se, die solchen Zustände schafft, genausowenig wie politische Ideologien.

      Im Kommunismus, Faschismus, Nationalismus oder Islamismus herrschen dieselben Reppressionsmassnahmen um das Volk zu unterdrücken .

      Nicht das Etikett zählt, sondern der Inhalt.

      Sonst mal wieder "Animal Farm" von Orwell lesen und verstehen, was die Mechanismen sind.
    • Klangtherapie 01.04.2019 12:35
      Highlight Highlight Und es gibt immer noch Leute die automatisch alle in einen Topf stecken🙄
    • Einstürzende_Altbauten * 01.04.2019 12:41
      Highlight Highlight Saudi-Arabien ist nicht der Islam. Solche Aussagen wie Deine schüren nur Vorurteile und Hass.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JaneSodaBorderless 01.04.2019 09:44
    Highlight Highlight Vielen Dank für den Bericht - ich wünschte mir mehr solche Berichte hier auf watson.
    Unglaublich, grausam und äusserst menschenverachtend was in Saudi-Arabien abgeht. Ich schäme mich, dass die Schweiz auch einen Part dabei spielt.

    https://www.humanrights.ch/de/service/laenderinfos/saudi-arabien/

    • TanookiStormtrooper 01.04.2019 11:45
      Highlight Highlight Alles was die Saudis tun mussten, um jetzt regelmässig am Pranger der Journalisten zu stehen, ist Kashoggi bestialisch zu ermorden. Schade, dass erst sowas passieren musste, damit solche und ähnliche Artikel erscheinen. Ich hoffe aber sehr, dass der mediale Druck auch in Zukunft aufrecht erhalten wird, und zwar nicht nur bei den Saudis. Die Zeit für solch barbarische Regimes sollte schon lange abgelaufen sein.
    • Tooto 01.04.2019 12:51
      Highlight Highlight @TanookiStormtrooper

      Was leider in unserer schnelllebigen Medienzeit auch Fakt ist, dass man den Fall Kashoggi jetzt ganz einfach absitzen kann und es niemanden mehr interessiert in 1-2 Jahren was da überhaupt los war.
      Mittlerweile interessiert es ja sogar kaum noch jemanden. Traurig.
    • TanookiStormtrooper 01.04.2019 13:12
      Highlight Highlight @Tooto
      Trotzdem haben sich die kritischen Artikel seit diesem Mord doch sehr stark gehäuft. Die Politik scheint es aber tatsächlich nicht zu interessieren. Ich hoffe auf alle Fälle, dass solche Artikel nicht verschwinden und uns regelmässig klar machen mit was für einem Regime unsere Politiker gerne Geschäften würden. Vor allem diejenigen, die sonst immer gegen radikale Moslems wettern.
  • Stichelei 01.04.2019 09:36
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung, dass die Schweiz zu Staaten, die die Menschenrechte derart mit Füssen treten (und Raif ist leider bei weitem nicht der Einzige, der solches erleben muss), keine wirtschaftlichen Beziehungen unterhalten sollte, ungeachtet von Petromilliarden und Erdöl. Das Traurigste ist, dass SA auch im Menschenrechtsrat der UNO vertreten ist.
    • Bosshard Matthias 01.04.2019 09:51
      Highlight Highlight Konsequenterweise müssten wir das aber dann mit vielen Länder machen USA, Russland China etc.. all diese Länder wo Menschen verschwinden oder hübsch zerteilt werden vor dem Entsorgen. Besser zuerst mal die Länder nicht als Ferien Destination wählen so machen wir das.
  • WID 01.04.2019 09:25
    Highlight Highlight Schlimm, was soll man da noch sagen? Hört endlich auf mit diesem diktatorischen Unrechtsstaat zusammen zu arbeiten. Aber die FDP, SVP und CVP möchten weiter hin mit den Saudis geschäften. Wir haben es alle in der Hand an der Urne zu entscheiden.
    • heul doch 01.04.2019 12:44
      Highlight Highlight oh die werden ihr 'grünes' wunder erleben... wenn das so weitergeht wie z.b. in ZH, wird es auf staats- und bundesebene viel sozialer und humanistischer

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