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Zoff um Hinrichtung weitet sich aus: Auch Bahrain kappt diplomatische Beziehungen zum Iran



Nach Saudi-Arabien bricht auch Bahrain die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab. Das berichten die Staatsmedien des Landes. Demnach hätten die iranischen Diplomaten nun 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. Bahrain schliesse zudem seine diplomatische Vertretung in Teheran und ziehe sein Personal von dort ab.

epa05086825 Iranian protestors burn US and Israeli flags as they hold posters of late Shiite cleric Nimr al-Nimr during a demonstration near the Saudi Arabian embassy in Tehran, Iran, 03 January 2016. Iranian Protesters have stormed the Saudi embassy building in the Iranian capital of Tehran early 03 January amid backlash over the execution of a prominent Shiite cleric. Flammable substance was seen thrown at the building as protests gained steam over the execution of Sheikh Nimr al-Nimr. Reports states, protesters taking down a Saudi flag and burned the building.  EPA/ABEDIN TAHERKENAREH

Erhitzte Gemüter: Demonstranten im Iran verbrennen Flaggen Israels und der USA als Protest gegen die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen.
Bild: ABEDIN TAHERKENAREH/EPA/KEYSTONE

Die Entscheidung sei eine Reaktion auf die zunehmende «offene und gefährliche Einmischung» des Irans nicht nur in die Angelegenheiten Bahrains, sondern auch die der anderen arabischen Staaten, hiess es weiter. Bahrain warf Teheran zudem vor, Terroristen zu unterstützen sowie Zerstörung und Unruhe zu verbreiten.

Ein Verbündeter Saudi-Arabiens

Damit folgt Bahrain Saudi-Arabien im Entscheid, die diplomatischen Beziehungen zum Iran zu kappen. Das arabische Königreich Bahrain ist ein enger Verbündeter Saudi-Arabiens. Während der arabischen Aufstände liess die Regierung Proteste von Schiiten, die die Bevölkerungsmehrheit stellen, mit Gewalt niederschlagen.

Das saudische Königshaus hatte am Sonntag beschlossen, seine diplomatischen Beziehungen zum schiitischen Iran abzubrechen und sein Botschaftspersonal aus Teheran abzuziehen. Der diplomatische Zoff entzündete sich an der Hinrichtung eines regierungskritischen schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien. In Teilen des Iraks hatten am Sonntag Schiiten gegen die Exekution protestiert. (tat/spon/sda/dpa)

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