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Traurige Gewissheit in Dänemark: Polizei bestätigt Tod von 22-Jähriger

Traurige Gewissheit in Dänemark: Polizei bestätigt Tod von 22-Jähriger

13.02.2022, 12:5313.02.2022, 12:53
Trauer in Aalborg.
Trauer in Aalborg.Bild: Imago

Traurige Gewissheit in Dänemark: Eine tagelang vermisste 22-Jährige ist tot. Nach rechtsmedizinischen Untersuchungen sei bestätigt, dass die Frau tot in einem Wald bei Aalborg gefunden worden sei, teilte die Polizei von Nordjütland am Samstag mit.

Zwei Männer waren bereits am Mittwoch festgenommen worden, ein Auto wurde beschlagnahmt. Den beiden 36-Jährigen wird vorgeworfen, die Frau getötet zu haben. Einer sitzt in Untersuchungshaft, während der andere wieder auf freien Fuss kam. Beide beteuerten ihre Unschuld.

Um der Getöteten zu gedenken und ein Zeichen gegen Gewalt im Nachtleben zu setzen, kamen am frühen Sonntagmorgen etwa 100 Menschen an dem Ort zusammen, wo die junge Frau eine Woche zuvor verschwunden war. Für den Sonntag waren weitere Veranstaltungen geplant, darunter ein Fackelzug in Erinnerung an die Opfer von Gewalt gegen Frauen in der Hauptstadt Kopenhagen.

Die 22 Jahre alte Mia Skadhauge Stevn war auf ihrem Heimweg aus einer mit Kneipen und Diskotheken gesäumten Strasse in Aalborg gewesen. Ganz in der Nähe der Strasse stieg sie Aufnahmen von Überwachungskameras zufolge in ein dunkles Fahrzeug. Seitdem fehlte von ihr jede Spur.

Die Ermittler hatten am Donnerstag Körperteile in dem Wald Dronninglund Storskov gefunden. Schon zu dem Zeitpunkt vermuteten sie, dass es sich um Überreste der jungen Frau handelte. Rechtsmedizinisch wurde sie nun endgültig identifiziert.

Die Polizei geht davon aus, dass sie einem grausamen Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Der Fall löste in Dänemark grosse Erschütterung aus. Mehrere zentrale Fragen sind nach wie vor offen, darunter das vermutete Tatmotiv und die Todesursache.

Um Restaurantbesuchern und Partygängern am ersten Wochenende nach dem Verschwinden der Frau Sicherheit zu geben, war die nordjütländische Polizei in Aalborg in den Nächten zum Samstag und Sonntag präsenter als normal. Wie die Zeitung «Nordjyske» berichtete, war die Feierlaune aber nicht so stark wie sonst.

Vor kurzer Zeit war auch ein 21-jähriger Mann verschwunden, nachdem er in der Strasse unterwegs gewesen war. Die Polizei geht aber davon aus, dass er nach einem Sturz ins Wasser umkam und es sich dabei um einen tragischen Unfall handelte. (sda/dpa)

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