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US-Demokrat Sanders verurteilt homophobe Sprüche gegen Buttigieg



Der linksgerichtete US-Senator Bernie Sanders hat schwulenfeindliche Sprüche über seinen parteiinternen Konkurrenten um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, Pete Buttigieg, verurteilt. Die Äusserungen des erzkonservativen Radiomoderators Rush Limbaugh seien «skandalös und beleidigend».

Democratic presidential candidate former South Bend, Ind., Mayor Pete Buttigieg waves with husband Chasten Buttigieg, left, at a primary night election rally in Nashua, N.H., Tuesday, Feb. 11, 2020. (AP Photo/Mary Altaffer)
Pete Buttigieg,Chasten Buttigieg

Pete Buttigieg (rechts) mit seinem Ehemann Chasten Buttigieg. Bild: AP

Dies sagte Sanders am Freitag. Der jüngst von US-Präsident Donald Trump geehrte Limbaugh hatte sich zuvor öffentlich über Buttigieg lustig gemacht und ihn als diesen «schwulen Kerl, der seinen Ehemann auf der Bühne küsst», bezeichnet.

Als Konkurrenten hätten er und Buttigieg zwar «Meinungsverschiedenheiten, aber persönliche Angriffe, wie diese sind inakzeptabel», sagte der 78-jährige Sanders weiter. Im Kurzbotschaftendienst Twitter schrieb er: «Gemeinsam werden wir die unter Führung Donald Trumps erfolgte Spaltung und den Hass beenden.»

Engagement fürs Vaterland

Die homophoben Äusserungen über den 38-jährigen Buttigieg vom Mittwoch stiessen auf besondere Aufmerksamkeit, weil Trump den umstrittenen Radiomoderator erst wenige Tage zuvor während seiner Ansprache zur Lage der Nation mit der Freiheitsmedaille ausgezeichnet hatte, dem höchsten zivilen Orden des Landes. Trump dankte Limbaugh, den «Millionen von Amerikanern» liebten, dabei für dessen «jahrzehntelanges Engagement für unser Land».

First Lady Melania Trump presents the Presidential Medal of Freedom to Rush Limbaugh as his wife Kathryn watches during the State of the Union address to a joint session of Congress on Capitol Hill in Washington, Tuesday, Feb. 4, 2020. (AP Photo/Patrick Semansky)

Rush Limbaugh bei seiner Ehrung. Bild: AP

Limbaugh, der auch für rassistische Äusserungen bekannt ist, ist ein grosser Trump-Unterstützer. Er gilt in den USA als der einflussreichste Moderator unter konservativ bis rechts ausgerichteten Radiomachern und verfügt über eine grosse rechte Anhängerschaft. In den vergangenen Jahrzehnten war sein Einfluss so stark, dass Demokraten ihn sarkastisch den «Chef der Republikanischen Partei» nannten. Ihm wird regelmässig vorgeworfen, Falschinformationen sowie Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Buttigieg zeigt sich stolz

Auf die Frage, ob er es für möglich halte, dass die US-Bürger einen schwulen Präsidenten wählen könnten, hatte Trump am Donnerstag in einer Radiosendung gesagt: «Ich glaube schon.» Er denke aber, dass es einige Menschen gebe, die es nicht tun würden. «Ich wäre allerdings keiner von ihnen, um ehrlich zu sein», sagte der US-Präsident.

«Ich bin stolz auf meine Ehe, und ich bin stolz auf meinen Mann.»

Buttigieg selbst ging nicht direkt auf Limbaughs Äusserung ein. «Ich bin stolz auf meine Ehe, und ich bin stolz auf meinen Mann», sagte er lediglich bei einem Auftritt vor Wählern in Las Vegas. Der moderat-pragmatische Buttigieg war Bürgermeister der Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana. Bei den Vorwahlen der Demokraten schnitten er und Sanders bisher am besten ab. (sda/afp)

Mit kleidertragenden Männer gegen Homophobie

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    Alle Leser-Kommentare
  • Basti Spiesser 16.02.2020 23:34
    Highlight Highlight «schwulen Kerl, der seinen Ehemann auf der Bühne küsst»

    Ist das schon homophob? Dazu bräuchte ich etwas mehr Kontext...
  • tagomago 16.02.2020 19:41
    Highlight Highlight Lieber nochmal 4 Jahre Trump als Buttigieg. Wenn die Demokraten einen solchen korrupten Kerl nominieren müssen sie halt nochmal 4 Jahre weiterlernen.
  • Sapere Aude 16.02.2020 15:26
    Highlight Highlight Ihr nennt Wine Cave Pete immer noch moderat-pragmatisch? Gäbe genügend Informationen über ihn, um solche Formulierungen als Schönfärberei zu entlarven. Pete hat sich politisch Mitte Rechts positioniert und nimmt Grossspenden an.
  • Chrigi-B 16.02.2020 10:49
    Highlight Highlight "Der moderat-pragmatische Buttigieg war Bürgermeister der Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana."

    Echt watson? Jeder weiss, dass ihr Trump weg wollt. Doch seit wann legt sich eine Mitte-Links ausgerichtete Onlinezeitung mit einem Wallstreet Stiefellecker ins Bett?

    Der Typ ist die Ami Version eines HSG'ler bei der KPMG. Der spricht 5 Minuten und sagt nichts wie Obama.

    • Pafeld 16.02.2020 15:14
      Highlight Highlight Ehrlich gesagt würde ichTrump sogar durch einen Stiefel ersetzen lassen, wenn es denn möglich wäre. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Stiefel nicht einmal halb so viel verkackt und nicht einmal annähernd so korrupt wie Trump ist, ist durchaus realistisch.
  • My Senf 16.02.2020 10:11
    Highlight Highlight Spahn wird der „erste“ sein der da dieses Jahr austesten wird. Wenn D nach 14 Jahren Frauenherrschaft bereit für einen lGbtq Kanzler ist wird es auch nicht mehr grosses Aufsehen erregen wenn anderswo jemand kandidiert
    Allerdings würde die USA dann die Frauen benachteiligen wenn nicht zuerst mal ne Frau ran darf 😀
    • Ueli der Knecht 16.02.2020 16:29
      Highlight Highlight Die Bundestags-Wahl in Deutschland steht erst im Herbst des nächsten Jahres an. Dieses Jahr wird da nichts mehr laufen. Allenfalls wird Spahn als Parteivorsitz der CDU gewählt, was dann wohl einige erzkonservative CDU-Mitglieder vor den Kopf stossen würde. Aber zur Zeit kandidiert Spahn nicht mal für diesen Posten.
    • My Senf 16.02.2020 17:05
      Highlight Highlight Woher willst Du wissen wann in D gewählt wird?
      Wenn Angela sich verabschiedet wird es def früher sein.
      Nichtsdestotrotz; es ist ja fix, dass derjenige der Parteivorsitz bekommt auch K-Kandidat ist. Und das wird definitiv dieses Jahr entschieden.
      Gut zu wissen, das du so gut über deutsche Polit-Termine informiert bist. Kann dich ja dan fragen wenn ich was brauche
    • Ueli der Knecht 16.02.2020 17:32
      Highlight Highlight "Nichtsdestotrotz; es ist ja fix, dass derjenige der Parteivorsitz bekommt auch K-Kandidat ist."

      Dieses Gesetz ist nicht in Stein gemeisselt, My Senf, und sowieso überholt. Umso mehr zur Zeit Doppelspitzen in den Partien en vogue sind.

      "Wenn Angela sich verabschiedet wird es def früher sein."

      Kaum. Dann wird die GroKo Geschichte sein, und Deutschland wird dann eine ganze Weile ohne Regierung dahin darben. Neuwahlen gäbe es nur, wenn der Bundespräsident den Bundestag auflöst. Das wird aber kaum geschehen, schon gar nicht in diesem Jahr; auch nicht, wenn Angela den Bettel schmeisst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 16.02.2020 09:29
    Highlight Highlight Es würde Amerika gut tun, mal einen wirklich anderen Kurs ein zu schlagen.
    Weg von Angebern, alten weißen Männern, die in erster Linie nur nach dem eigenen Vorteil streben.
    Zu sehr in ihren starren Regeln gefangen.

    Neue Kandidaten, gebildet, nicht alt und mit neuen Ideen werden gebraucht.
    Veränderung das braucht Mut.
    Es wird sich zeigen ob die Amis diesen Mut haben....
    • alessandro 16.02.2020 13:30
      Highlight Highlight Pete ist die alte corporate Suppe in einer neuen Dose. Hat gar nichts mit Veränderung zu tun, den Status Quo halten ist die Devise.
    • Gawayn 17.02.2020 07:07
      Highlight Highlight Sorry ich kann mir nicht vorstellen, das ein noch nicht 40 Jähriger, due gleiche Politik, wie ein knapp 80 Jähriger betreibt.

      Wie auch immer.
      Keiner der Kandidaten reißt mich vom Stuhl.
    • alessandro 17.02.2020 14:12
      Highlight Highlight Hö? Spielt doch keine Rolle was fu dir vorstellen kannst? Pete steht für den riesigen Einfluss privater Firmen. Er ist mit dem Programm ziemlich gleichauf mit Biden. Das Ding ist ja, dass bei diesen Kandidaten auch klar ist, dass die Sache nach der Wahl gänzlich anders aussieht. Genau wie z.B. bei Obama.
  • RüdigerBreitenhals 16.02.2020 08:59
    Highlight Highlight Ist ja schön und Gut, dass alle Arten von Beleidigungen und unangemessenen Aussagen gerügt werden. Muss das die Welt aber wirklich erfahren? Bin ich als Leser denn noch zu wenig sensibilisiert?

    Ps

    „US-Demokrat“ & „verurteilt homophobe Sprüche“ kommt einem Pleonasmus, schon sehr nahe...

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