International
USA

Dänemark: Mette Frederiksen spricht bei Maischberger über Grönland

Dänemarks Regierungschefin: «Alles tun» für Einigung mit USA

27.01.2026, 18:2927.01.2026, 18:29

Dänemark will laut Ministerpräsidentin Mette Frederiksen «alles tun», um sich im Grönland-Konflikt mit den USA zu einigen – ausser Gebiete abtreten. In der ARD-Sendung «Maischberger» sagte Frederiksen auf die Frage, ob grönländisches Territorium für die Vereinigten Staaten denkbar sei, laut Übersetzung: «Nein. Das kann man sich nicht vorstellen.» An dem Tag, an dem man Kompromisse bei den Grundsäulen der Demokratie mache, sei alles zu Ende.

epa12675689 Danish Prime Minister Mette Frederiksen talks to the press during sunset in Nuuk, Greenland, 23 January 2026. EPA/MADS CLAUS RASMUSSEN DENMARK OUT
Mette Frederiksen am 23. Januar in Grönland.Bild: keystone

US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach mit der Annexion der zu Dänemark gehörenden Insel gedroht. Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos hatte er nach einem Gespräch mit Nato-Chef Mark Rutte überraschend erklärt, es gebe nun einen Rahmen für eine Vereinbarung über Grönlands Zukunft. Gleichzeitig nahm er angedrohte Strafzölle gegen europäische Alliierte, darunter Deutschland, zurück, die sich hinter Dänemark gestellt hatten.

«Sehen, ob wir Vereinbarung treffen können»

Das wertet Frederiksen als Erfolg im Kampf gegen die US-Bedrohung. «Wenn Europa zusammensteht und sich selbst verteidigt, mit einer Stimme spricht, dann funktioniert es», sagte sie. «Wir haben jetzt eine diplomatische Spur mit den Amerikanern und müssen sehen, ob wir eine Vereinbarung treffen können.»

Zum Inhalt der Gespräche mit den USA wollte sich Frederiksen nicht äussern. Wie lange die Verhandlungen andauerten, könne man «nie wissen». «Parallel zu den Gesprächen, die wir jetzt mit den Amerikanern führen, müssen wir Europäer uns aber klarmachen, dass die alte Welt weg ist», sagte die Regierungschefin. «Ich glaube nicht, dass sie zurückkommt. Für uns Europäer ist es deshalb am allerwichtigsten, auf die Aufrüstung zu setzen.» (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Celtic Swiss
27.01.2026 19:11registriert Juni 2024
Ich stelle mir vor, was man mit den Abermilliarden machen könnte, die weltweit fürs Militär/Waffen ausgegeben werden…

Ich dreamer, ich!
202
Melden
Zum Kommentar
6
Umfrage in Russland: Zwei Drittel sehen ihr Land nicht als «Aggressor»
Viele Menschen in Russland sehen sich einer Umfrage zufolge von ausländischen Feinden umzingelt, während sie ihr eigenes Land als Opfer betrachten.
Dies sei eine Folge der unablässigen antiwestlichen Propaganda, sagte der russische Soziologe Lew Gudkow vom unabhängigen Lewada-Zentrum Moskau in Berlin bei der Vorstellung seiner Ergebnisse.
Zur Story