International
Russland

Arctic Metagaz: Russischer Tanker treibt auf Malta zu

Beschädigter russischer Tanker treibt auf Malta zu

14.03.2026, 14:1914.03.2026, 16:29

Wegen eines beschädigten Flüssiggas-Tankers aus Russland, der im Mittelmeer treibt, hat Malta einen Notfallplan in Kraft gesetzt. Der 277 Meter lange Tanker «Arctic Metagaz» werde möglicherweise am Sonntagabend oder Montag maltesische Gewässer vor der Westküste der Insel erreichen, hiess es von dortigen Behörden. Beteiligt sind neben den Schifffahrtsbehörden auch das Aussenministerium des EU-Landes sowie der Zivilschutz.

Der Tanker war am Dienstag vergangener Woche vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit einem unbemannten Drohnenboot angegriffen zu haben. Die Besatzung aus 30 Mann sei gerettet worden. Die libysche Küstenwache hatte zunächst berichtet, das Schiff sei untergegangen. Dann tauchten aber Fotos auf, die die «Arctic Metagaz» mit erheblicher Schlagseite zeigen.

Behörden warnen andere Schiffe

Die maltesischen Schifffahrtsbehörden warnen bereits seit Tagen, der Gastanker könne zur Gefahr für andere Schiffe werden. Zwischenzeitlich hatte es geheissen, das Schiff treibe in internationalen Gewässern auf die italienische Insel Lampedusa zu. Inzwischen driftet es nach Angaben der Behörden jedoch Richtung Malta – abhängig von Meeresströmungen sowie der Windrichtung.

Video: watson/nina bürge

Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa befinden sich Einheiten der italienischen Marine – ein Schlepper und falls erforderlich ein Spezialschiff zur Bekämpfung von Umweltverschmutzungen – in der Nähe des Tankers. Zu den Überlegungen gehört, die «Arctic Metagaz» weiter hinaus auf die offene See zu schleppen. In Rom berief Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine Krisensitzung ein.

Zu den Befürchtungen gehört, dass das Schiff auseinanderbrechen oder sinken könnte. Die Zeitung «Times of Malta» zitierte jedoch einen namentlich nicht genannten Verantwortlichen mit den Worten: «Trotz der massiven Explosion an Bord ist das Schiff immer noch stabil und wird wahrscheinlich nicht sinken – zumindest wohl vorerst nicht.» (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Iran-Krieg in Bildern
1 / 25
Iran-Krieg in Bildern

Der Krieg im Iran hat zur Folge, dass die Ölpreise weltweit steigen.

quelle: keystone / altaf qadri
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Israel lässt Flugblätter über Libanons Hauptstadt Beirut fallen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
16 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Voraus denken!
14.03.2026 16:40registriert März 2022
Wenn es doch nur Energie geben würde die man sehr, sehr günstig bei uns in Europa herstellen könnte...

Aber nein, das verschandelt die Natur, tötet drölfzigtausend Vögel pro Tag oder liefert nur Flatterstrom. Das behaupten zumindest die Virologen, Friedensforscher und Physiker sowie Landschaftsfreunde aus der Schwurbelecke ähh, aus dem Rechtspopulisten-Sumpf.

Schade! Es wärvon ungeheurem Vorteil da wir dadurch die Natur weniger zerstören würden und wir etliche Konflikte rund um die fossilen Energieträger nicht hätten.
4910
Melden
Zum Kommentar
avatar
Christian Mueller (1)
14.03.2026 16:12registriert Januar 2016
Ach, Fossile Brennstoffe sind doch ein Segen... Nicht.
435
Melden
Zum Kommentar
avatar
Enzasa
14.03.2026 15:43registriert August 2016
Vor Libyens Küste getroffen, klingt für mich nach Nah Ost Konflikt.
Aber für Russland ist wohl an allem die Ukraine schuld.
Wieso fährt das Schiff überhaupt beladen durch die Weltmeere, wieder ein Embargo Verstoß?
Wieso ärgere ich mich überhaupt, Öl darf Russland ja wieder liefern. Bla bla für begrenzte Zeit. Nichts verläuft gradlinig und zuverlässig
356
Melden
Zum Kommentar
16
Friedrich Merz führt «explodierende Gewalt» in Deutschland auf Zuwanderung zurück
Eine Äusserung über Zuwanderer in einer Debatte zu Gewalt gegen Frauen hat dem deutschen Kanzler Friedrich Merz reichlich Kritik eingebracht.
Zur Story