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Präsidentenwahl

In Kroatien kommt es zu einer Stichwahl



In Kroatien wird in einer Stichwahl bestimmt, wer neuer Präsident oder neue Präsidentin wird. Der bisherige Staatspräsident Ivo Josipovic hat die erste Runde zur Wahl des Staatsoberhauptes nur knapp vor der Diplomatin Kolinda Grabar Kitarovic gewonnen.

Der für die regierenden Sozialdemokraten angetretene Juraprofessor Josipovic erreichte am Sonntag mit 38,5 Prozent deutlich weniger Stimmen als ihm alle Umfragen vorhergesagt hatten, wie die staatliche Wahlkommission nach Auszählung fast aller Wahllokale in Zagreb mitteilte.

Incumbent Ivo Josipovic greets his supporters at his campaign headquarters in Zagreb, Croatia, Sunday, Dec. 28, 2014. Exit polls from Croatia's presidential elections show the liberal incumbent and a conservative challenger neck-and-neck, facing a showdown in a runoff in two weeks. (AP Photo/Darko Bandic)

Für Ivo Josipovic könnte es eng werden.  Bild: Darko Bandic/AP/KEYSTONE

Weil er nicht die verlangte absolute Mehrheit erzielte, muss er in zwei Wochen in die Stichwahl. Dort wird er herausgefordert von der Kandidatin der grössten Oppositionspartei HDZ, Kolinda Grabar Kitarovic.

Die Diplomatin landete mit 37,2 Prozent auf dem zweiten Platz. Entscheidend bei der Stichwahl sei, wer die Wähler der beiden abgeschlagenen Kandidaten für sich gewinnen kann, erläuterten Wahlexperten.

Der 24 Jahre alte Student und «Bürgerschreck» Ivan Sincic war die eigentliche Überraschung des Wahltages. Er erreichte mit seiner Fundamentalkritik am «politischen Establishment» und an den Banken aus dem Stand 16,4 Prozent der Stimmen. Auf dem letzten Platz landete der Konservative Milan Kujundzic mit 6,3 Prozent.

Nur 47 Prozent der 3,8 Millionen Wähler gaben ihre Stimme ab. Daneben war die Zahl der ungültigen Stimmzettel mit 1,55 Prozent ungewöhnlich hoch. Die Präsidentenwahl ist das politische Vorspiel zur Parlamentswahl in einem Jahr. In den aktuellen Umfragen liegt die oppositionelle HDZ klar vor den regierenden Sozialdemokraten. (feb/sda/dpa)

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