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Paramount zu weiteren Zahlungen für Warner-Kauf bereit

Paramount zu weiteren Zahlungen für Warner-Kauf bereit

10.02.2026, 18:2410.02.2026, 18:24
A Netflix sign is displayed atop a building in Los Angeles, Thursday, Dec. 18, 2025, with the Hollywood sign in the distance. (AP Photo/Jae C. Hong)
Warner Bros
Netflix möchte Warner aufkaufen – Paramount wehrt sich dagegen.Bild: keystone

Im Bieterwettstreit um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers gibt Konkurrent Paramount nicht auf: So will Paramount eine milliardenschwere Strafzahlung übernehmen.

Warner müsste bei einem Bruch des bereits vereinbarten Übernahmedeals mit Netflix 2,8 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Franken) an den Streaming-Riesen bezahlen. Diese Summe will Paramount nun tragen.

Der Konzern demonstrierte am Dienstag auch Zuversicht, schnell eine Zustimmung der Behörden für eine Warner-Übernahme bekommen zu können. Den Aktionären wurde eine Zahlung von 25 US-Cent pro Aktie für jedes Quartal nach Ende dieses Jahres versprochen, in dem der Deal nicht abgeschlossen ist.

Das wären 650 Millionen Dollar pro Vierteljahr, wie der Gründer der am Paramount-Gebot beteiligten Investmentfirma Redbird Capital Partners, Gerry Cardinale, dem «Wall Street Journal» sagte.

Netflix bisher im Rennen vorn

Netflix will für knapp 83 Milliarden Dollar das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner Brothers übernehmen. Die TV-Sender wie CNN sollen dabei in ein eigenständiges Unternehmen abgespalten werden.

Der Rivale Paramount bietet derweil 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery samt der Fernsehsender. Der Warner-Verwaltungsrat entschied sich für das Netflix-Gebot. Paramount wandte sich danach direkt an die Aktionäre. Der Ausgang des Bieterwettstreits ist noch offen.

Zudem will Paramount eine anstehende Umschichtung der Warner-Schulden garantieren und damit verbundene Kosten von 1,5 Milliarden Dollar übernehmen. Ein Ziel des Vorgehens ist, den Warner-Verwaltungsrat an den Verhandlungstisch zu zwingen, wie Cardinale im US-Sender CNBC deutlich machte.

Es gehe darum, nach und nach Warner-Einwände gegen das Paramount-Gebot auszuräumen, sagte Cardinale. Er verwies darauf, dass Warner Bros. Discovery den offiziellen Firmensitz im Bundesstaat Delaware hat, wodurch das Unternehmen verpflichtet sei, jedes potenziell bessere Angebot zu prüfen.

Zukunft von CNN

In der Bieterschlacht geht es auch um das Schicksal des Nachrichtensenders CNN, der oft kritisch über US-Präsident Donald Trump berichtet. Trump sagte im Dezember, es müsse sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den Besitzer wechsele.

Paramount wurde im vergangenen Jahr von der Familie des als Trump-Unterstützer bekannten Tech-Milliardärs Larry Ellison gekauft. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS schlug seit der Übernahme durch die Ellisons zum Teil einen freundlichen Ton gegenüber der Trump-Regierung an.

Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Beim Netflix-Deal soll CNN zusammen mit anderen TV-Sendern von Warner Bros. Discovery abgespalten werden. (sda/awp/dpa)

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