Deutscher Fernsehpreis: Die Gewinner und die schönsten Looks
Moderatorin Laura Wontorra hat den Deutschen Fernsehpreis gewonnen - und diesen mit einem Appell an junge Frauen verbunden. «An alle jungen Mädels da draussen: Ihr seid nicht zu laut, nicht zu leise, nicht zu klein, nicht zu gross, nicht zu dick, nicht zu dünn», sagte die 37-jährige Wontorra in Köln mit der Trophäe in der Hand. «Glaubt an euch, setzt euch durch und macht einfach euer Ding. Dann geht's auch mit den Träumen, und dann kann man nach den Sternen greifen.»
Wontorra wurde in der Kategorie «Beste Moderation / Einzelleistung Unterhaltung» ausgezeichnet - für ihre souveräne und charmante Präsentation des Showklassikers «Deutschland sucht den Superstar». Sie setzte sich gegen die Tänzer der RTL-Tanzshow «Let’s Dance» sowie Moderator Pierre M. Krause durch, der für sein Format «Kurzstrecke mit Pierre M. Krause» nominiert war.
Die Verkündung der Preisträgerin übernahmen im Studio Schauspielerin Annette Frier sowie der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach - überraschenderweise in Kutten gekleidet. Die beiden erinnerten damit wiederum an eine andere RTL-Show, «Die Verräter», in der eine derartige Kluft zur Standardausstattung gehört. Lauterbach witzelte: «Also wenn sich hier einer mit Verrätern auskennt, das sind natürlich wir – die Politiker.»
Der Deutsche Fernsehpreis wird seit dem Jahr 1999 verliehen und würdigt hervorragende Leistungen aus den Bereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport in 27 Kategorien im TV und Streaming. Getragen wird er von ARD, RTL, Sat.1, ZDF und der Deutschen Telekom. Die Streaming-Anbieter Disney+, Netflix und Prime Video wirken als Partner mit. Die Federführung wechselt Jahr für Jahr. In diesem Jahr hat sie RTL übernommen.
Die Gewinner
Fiktion
- Beste Drama-Serie: «Hundertdreizehn»
- Beste Comedy-Serie: «Chabos»
- Bester Fernsehfilm/Mehrteiler: «Olivia»
- Beste Schauspielerin: Karin Hanczewski für «Call My Agent Berlin»
- Bester Schauspieler: Tom Schilling für «Achtsam Morden»
- Beste Regie Fiktion: Bettina Oberli für «naked»
- Bestes Buch Fiktion: Rolf Basedow und Nicole Armbruster für «Die Nichte des Polizisten»
- Beste Kamera Fiktion: Theo Bierkens für «Sturm kommt auf»
- Beste Montage Fiktion: Anna Nekarda für «Die Nichte des Polizisten»
- Beste Musik Fiktion: Stefan Will und Robert Henke für «Crooks» und «Banksters»
- Beste Ausstattung Fiktion: Matthias Müsse und Pierre-Yves Gayraud für «Die Nibelungen – Kampf der Königreiche»
Unterhaltung
- Beste Unterhaltungsshow: «Wer weiss wie wann was war?»
- Beste Unterhaltung Reality: «Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung»
- Beste Comedy/Late Night: «heute-show extra: Next Stop Köster»
- Bestes Factual Entertainment: «Roadtrip Australien – Drei Spitzenköche auf vier Rädern»
- Bestes Infotainment: «Terra Xplore»
- Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung: Laura Wontorra für «Deutschland sucht den Superstar»
- Beste Regie Unterhaltung: Carsten Seibt für «Silvester-Schlagerbooom 2026 live – Die Wunderlichtershow»
- Bestes Buch Unterhaltung: Dietmar Jacobs und Christian Ehring für «extra 3» – «Streit ums Stadtbild: Merz poltert»
- Beste Ausstattung Unterhaltung: Katia Convents und Paola von Griesheim für «Let's Dance»
Information und Sport
- Beste Dokumentation/Reportage: «Joko & Klaas LIVE – #dontlookaway»
- Beste Doku-Serie: «Mesut Özil – Zu Gast bei Freunden»
- Beste Information: «Markus Lanz»
- Beste Moderation/Einzelleistung Information: Ibrahim Naber für seine Ukraine-Berichterstattung bei Welt
- Beste Sportsendung: WM-Berichterstattung 2026 von MagentaTV
- Beste Kamera Information/Dokumentation: Eike Köhler, Kim Kristin Mauch und Björn Kurtenbach für «Minentaucher – Der harte Weg in die Elite der Bundeswehr»
- Beste Montage Information/Dokumentation: Xenja Kupin für «Rise & Fall of 1860 München»
Sonderauszeichnungen
- Förderpreis: Nico Marischka, Jonathan Kriener, Loran Alhasan und Arsseni Bultmann aus «Chabos»
- Ehrenpreis der Stifter: Peter Kloeppel
Die Looks
(kek mit Material der sda/dpa)
