Luftfahrt
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epa04653340 The pilots of Solar Impulse 2, Bertrand Piccard (L) and Andre Borschberg (R) talk to media at Al Bateen Executive Airport in Abu Dhabi, UAE, 08 March 2015. The Solar Impulse 2 will start a trip around the world on 09 March 2015 from Abu Dhabi. Solar Impulse 2, the only solar single-seat airplane able to fly day and night without a drop of fuel. Swiss founders and pilots, Bertrand Piccard and Andre Borschberg, will take turns flying Solar Impulse 2 over the Arabian Sea, to India, Myanmar, China, then across the Pacific Ocean, to the United States, and over the Atlantic Ocean to Southern Europe or Northern Africa before finishing the journey by returning to the initial departure point.  EPA/ALI HAIDER

Bertrand Piccard (links) und André Borschberg gaben kurz vor dem Start in Abu Dhabi noch eine Pressekonferenz. Bild: ALI HAIDER/EPA/KEYSTONE

Weltumrundung ohne Treibstoff

Die Nervosität steigt: «Solar Impulse 2» kurz vor dem Start



Mit zweitägiger Verspätung soll am Montag das Solarflugzeug «Solar Impulse 2» zu seiner geplanten Weltumrundung abheben. Die Flugpioniere Bertrand Piccard und André Borschberg wollen mit dem ehrgeizigen Projekt ihre «Vision einer sauberen Zukunft» voranbringen.

«Wir sind jetzt wirklich tief bewegt», sagte der Schweizer Flugpionier Piccard am Sonntag im Golfemirat Abu Dhabi bei der letzten Pressekonferenz vor dem mit Spannung erwarteten Beginn der Mission.

Solar Impulse 2 auf Testflug

Die beiden Schweizer wollen den Beweis antreten, dass ein Weltumrundungs-Flug ohne Treibstoff möglich ist. Ihr wichtigstes Ziel sei es, weltweit die Unterstützung für umweltschonende Energien zu verstärken, erklärten Piccard und Borschberg. Sie wollten zeigen, wie saubere Technologien die Welt verändern können.

Der Start war wegen widriger Witterungsbedingungen mehrmals verschoben worden. Nun seien aber alle Voraussetzungen erfüllt, erklärten Piccard und sein langjähriger Freund und Projektpartner Borschberg.

Von Abu Dhabi nach Indien und in die USA

Die die von vier solarbetriebenen Elektromotoren angetriebene Maschine soll nun am Montagmorgen voraussichtlich um 6.30 Uhr Ortszeit (3.30 Uhr MEZ) abheben.

Von Abu Dhabi aus führt die geplante Route über das Arabische Meer nach Indien, Myanmar und China, bevor das Flugzeug über den Pazifischen Ozean fliegt und die USA überquert.

Borschberg, Ex-Pilot der Schweizer Luftwaffe, wird bei der ersten Etappe im Ein-Personen-Cockpit der «Solar Impulse 2» sitzen und die Maschine in geschätzten zwölf Stunden nach Maskat im Sultanat Oman fliegen. Piccard bleibt das Finale vorbehalten - die letzte Etappe der Weltumrundung, für die insgesamt 25 Flugtage innerhalb von fünf Monaten vorgesehen sind. Zwischendurch wechseln sich die Piloten ab.

Während ihrer Reise wollen sich die beiden Piloten kurze Schlafpausen von höchstens 20 Minuten gönnen, wie Borschberg in einem am Samstag in Medien der ESH-Mediengruppe veröffentlichten Interview sagte.

Sie beide hätten jeweils ihre eigene Technik, um die Konzentration zu wahren: Yoga für beide, Meditation für Borschberg und Selbsthypnose für Piccard.

Eine Flügelspannweite von 72 Metern 

Der Enkel des Abenteurers Auguste Piccard und der ehemalige Militärpilot Borschberg hatten die zweite Version des Solarflugzeugs im April 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Es ist mit 17'200 Solarzellen sowie mit Batterien ausgestattet. Die Flügelspannweite beträgt 72 Meter, so viel wie beim Airbus A380. Mit einem Gewicht von 2300 Kilogramm wiegt das Flugzeug aber 150 Mal weniger als der Superjumbo.

Mit dem Prototyp des Solarfliegers haben Borschberg und Piccard bereits viele tausend Kilometer Flugerfahrung gesammelt. Im Jahr 2010 absolvierten sie einen ersten 26-stündigen Flug ohne Zwischenstopp.

Das Flugzeug wird auf seiner Erdumrundung auf einer Höhe von höchstens 8500 Metern fliegen und ist mit einem Tempo von 50 bis 100 Stundenkilometer unterwegs. Während der Nacht wird die Geschwindigkeit reduziert, um Energie zu sparen.

Insgesamt beteiligen sich 130 Personen an dem Vorhaben. 65 Personen reisten mit ihnen um die Welt und 65 seien auf einem Kontrollposten in Monaco stationiert, erklärte Piccard. (feb/sda/afp/dpa)

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