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Ukrainekonflikt

Bei einem Brand im südukrainischen Odessa kommen 40 Menschen ums Leben



Liveticker: Ostukraine

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Viktoria
22:32
Separatisten wollen Geiseln unter Bedingungen freilassen
Die moskautreuen Separatisten in der Ostukraine wollen ihre Geiseln nach russischen Angaben unter Bedingungen freilassen. Die OSZE-Militärbeobachter sollten in die Obhut des russischen Sondergesandten Wladimir Lukin kommen, der derzeit in der Ostukraine ist. Das teilte das Aussenamt in Moskau am Freitagabend nach einem Telefonat von Aussenminister Sergej Lawrow mit dem Schweizer Bundespräsidenten und amtierenden OSZE-Vorsitzenden Didier Burkhalter mit.

Voraussetzung sei, dass Lukins Mission nicht von ukrainischen Truppen behindert werde. Burkhalter habe zugesagt, entsprechend auf Kiew einzuwirken. Die Geiseln sind seit einer Woche in der Hand der Separatisten. (sda/dpa)
22:16
Zahl der Todesopfer in Odessa steigt weiter
Die Nachrichtenagentur Reuters erhöht die Zahl der Todesopfer, die bei dem Brand in Odessa gezählt wurden, auf 40.

21:19
Feuer in Gewerkschaftsgebäude auf «kriminelle Brandstiftung» zurückzuführen
Das ukrainische Innenministerium sprach am Abend von 38 Toten bei einem Brand im Gewerkschaftsgebäude. 30 von ihnen seien durch Rauchgasvergiftungen gestorben, acht weitere an Verletzungen, die sie sich durch panische Sprünge aus Fenstern zugezogen hätten. Das Feuer sei auf «kriminelle Brandstiftung» zurückzuführen.

Den Tag über hatte es in der Millionenstadt heftige Zusammenstösse zwischen Separatisten und Anhängern der ukrainischen Regierung gegeben. Vier Menschen wurden nach Angaben der Polizei getötet, mindestens 15 verletzt. Odessa liegt unweit der Krim-Halbinsel, deren umstrittener Anschluss an Russland im März die Krise weiter eskalieren liess. Die ukrainische Regierung hat eine Offensive gestartet, um von prorussischen Aktivisten besetzte Gebiete im Osten des Landes in seine Kontrolle zu bringen. (Spiegel Online)
People wait to be rescued on an upper storey ledge during a fire at the trade union building in Odessa May 2, 2014. At least 38 people were killed in a fire on Friday in the trade union building in the centre of Ukraine's southern port city of Odessa, regional police said.  REUTERS/Yevgeny Volokin (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST TPX IMAGES OF THE DAY)
21:10
38 Menschen kommen bei Brand ums Leben
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sind bei dem Brand in Odessa mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen.

20:11
Feuer im Verwaltungsgebäude von Odessa gelöscht



20:10
Obama und Merkel drohen Russland schärfere Sanktionen an
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama haben Russland in der Ukraine-Krise mit weiteren Sanktionen gedroht. Sie taten dies am Freitag an einer gemeinsamen Medienkonferenz in Washington. Moskau müsse zur Entspannung im Nachbarland beitragen und dürfe die ukrainischen Wahlen am 25. Mai nicht torpedieren, verlangte Merkel. «Wenn dies in den nächsten Tagen nicht möglich ist, dann werden auch weitere Sanktionen unvermeidbar sein.» Europa sei auf die dritte Sanktionsstufe «vorbereitet», erklärte die Kanzlerin.

Auch Obama warnte Russland davor, mit einer weiteren «Destabilisierung» die geplanten Wahlen in der Ukraine zu behindern. In diesem Fall würde der Westen keine andere Wahl haben, als zusätzliche «harte Sanktionen» zu verhängen, sagte der Präsident an der gemeinsamen Medienkonferenz mit Merkel. Obama dankte der Kanzlerin für die Zusammenarbeit in der Ukraine-Krise und nannte sie eine «starke Partnerin».
President Barack Obama gestures as he speaks during a joint news conference with  German Chancellor Angela Merkel, Friday, May 2, 2014,  in the Rose Garden of the White House in Washington. Obama and Merkel are putting on a display of trans-Atlantic unity against an assertive Russia, even as sanctions imposed by Western allies seem to be doing little to change Russian President Vladimir Putin's reasoning on Ukraine. (AP Photo/Carolyn Kaster)
20:01
Bilder illustrieren Brutalität der Zusammenstösse
Bilder der Nachrichtenagentur Reuters illustrieren die Brutalität der Auseinandersetzungen in der Ukraine. Ein prorussischer Aktivist zielt hier bei den Strassenkämpfen auf einen proukrainischen Anhänger.
A pro-Russian activist aims a pistol at supporters of the Kiev government during clashes in the streets of Odessa May 2, 2014. Police said a man was shot dead in clashes between a crowd backing Kiev and pro-Russian activists in the largely Russian-speaking southern port of Odessa, which lies west of Crimea, annexed by Moscow in March.  REUTERS/Yevgeny Volokin (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST TPX IMAGES OF THE DAY)
19:58
Schüsse in Slawjansk zu hören
Auch in Slawjansk scheint sich die Lage nicht zu beruhigen.

19:56
Unverletzte prorussische Aktivisten werden von Polizeiautos abtransportiert
Das Verwaltungsgebäude in Odessa ist nun geräumt, die prorussischen Besetzer wurden ins Freie gebracht.


Wer unverletzt ist, wird von der Polizei abgeführt:

19:28
Reporter vor Ort zählt sieben Tote
Howard Amos, ein Reporter vor Ort, berichtet weiter von dem in Flammen stehenden Verwaltungsgebäude in Odessa. Menschen versuchen an Seilen aus dem Gebäude und vor dem Feuer zu fliehen. Seinen Angaben zu Folge sind bereits sieben Menschen im Zusammenhang mit dem Brand ums Leben gekommen.





19:09
Zahl der Toten erhöht
Laut Polizeiangaben sind bei den Krawallen in Odessa drei Menschen getötet worden. 15 Menschen seien verletzt worden. (sda/afp)
19:01
Flammen auf Verwaltungsgebäude in Odessa übergegangen



18:34
Feuer in prorussischem Camp in Odessa





18:23
«Eine Freilassung wäre jetzt zu gefährlich»
Ein Korrespondent der Bild-Zeitung will Neuigkeiten bezüglich den festgehaltenen OSZE-Beobachter haben:

18:15
Ein Toter in Odessa bestätigt
Zeit Online berichtet derweil, die örtliche Vertretung des Innenministeriums habe bestätigt, dass es bei den Zusammenstössen in Odessa mindestens einen Toten gab. Ein Mann sei von einer Kugel in der Lunge getroffen worden und noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte gestorben.
18:13
Lage in Odessa scheint sich zu beruhigen

17:29
UNO-Sicherheitsrat beruft Sondersitzung ein
Der UNO-Sicherheitsrat will sich auf Drängen Russlands hin noch an diesem Freitag an einer weiteren Sondersitzung mit der Krise in der Ukraine befassen. Das Treffen sei für 18 Uhr MESZ angesetzt, teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Beantragt worden war die Sitzung des mächtigsten UNO-Gremiums von Russland. Moskau übt scharfe Kritik am militärischen Vorgehen der Ukraine gegen Separatisten in der ostukrainischen Stadt Slawjansk.

Der Rat hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach Sondersitzungen zur Ukraine abgehalten. Dabei hatten sich einige der 15 Mitglieder teils heftig gestritten. Etwas Greifbares war aber bislang nicht herausgekommen. Einen Resolutionsentwurf, mit dem das Referendum zum Anschluss der Krim an Russland verurteilt werden sollte, hatte Moskau mit seinem Veto blockiert. (sda/dpa)
17:26
Offensive gegen prorussische Aktivisten gelingt nicht wie gewünscht
Ausserdem räumt der ukrainische Übergangspräsident Oleksander Turtschinow Probleme bei der Offensive gegen prorussische Aktivisten in der Stadt Slowjansk ein. Die Operation gehe «nicht so schnell voran, wie wir uns das wünschen», sagte er laut einer Mitteilung. Die «Terroristen» würden sich in bewohnten Gebieten verschanzen und Zivilisten als Schutzschilde missbrauchen. Das berichtet Zeit Online. Dennoch sei es den ukrainischen Einsatzkräften gelungen, dem Gegner «schwere Verluste» zuzufügen. Man habe alle Stellungen um die Stadt unter Kontrolle gebracht, so Turtschinow.
17:17
Ukraine meldet viele Tote bei Angriff auf Slowjansk
Bei der Offensive der ukrainischen Armee gegen prorussische Separatisten in der östlichen Stadt Slowjansk hat es nach ukrainischen Regierungsangaben zahlreiche Opfer gegeben. Interimspräsident Oleksander Turtschinow sprach am Freitag von «vielen Toten» auf Seiten der Gegner Kiews. Turtschinow bestätigte zudem den Tod von zwei ukrainischen Soldaten. «Die Kriminellen haben viele Verluste erlitten: Viele wurden getötet, verwundet und es gibt viele Gefangene», sagte er in einer nationalen Fernsehansprache. Die prorussischen Kräfte sprachen dagegen von drei getöteten Kämpfern und drei toten Zivilisten.

In der südukrainischen Stadt Odessa sind zudem offenbar Anhänger Moskaus und Kiews zusammengestoßen. Dabei kam ein Mann ums Leben, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. (Spiegel Online)
17:06
Ukrainische Anhänger versuchen prorussische Barrikaden zu zerstören
Ukrainische Anhänger versuchen mit einem Feuerwehrauto prorussische Barrikaden in Odessa zu zerstören:

16:41
Odessa war bisher verschont geblieben
In der südukrainischen Stadt Odessa hat es am Freitag Zusammenstösse zwischen Anhängern Moskaus und Kiews gegeben. Hunderte mit Schlagstöcken bewaffnete und mit Helmen geschützte prorussische Aktivisten griffen eine Demonstration von 1500 Unterstützern der ukrainischen Regierung an.

Dutzende Menschen auf beiden Seiten wurden verletzt, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Polizei versuchte, die verfeindeten Gruppen zu trennen. Odessa war bislang von den Unruhen im Osten des Landes weitgehend verschont geblieben. Die Schwarzmeerstadt hat rund eine Millionen Einwohner. (sda/afp)
16:21
Lage in Odessa eskaliert – ein Toter
Die Lage in Odessa wird immer kritischer. Verschiedene Quellen berichten von einem toten proukrainischen Anhänger:


Ein Youtube-Video liefert aktuelle Bilder aus Odessa:

16:09
Prorussische Aktivisten werden von ukrainischen Soldaten attackiert
Student und Fotojournalist Jan-Henrik Wiebe liefert via Twitter Bilder von prorussischen Aktivisten, die von ukrainischen Soldaten attackiert werden.

16:01
Fünf NATO-Kriegsschiffe in Litauen eingetroffen
Angesichts der Spannungen mit Russland wegen der Krise in der Ukraine hat die NATO fünf Kriegsschiffe nach Litauen verlegt. Der litauische Verteidigungsminister Juozas Olekas begrüsste am Freitag die vier Minenräumboote und ein Versorgungsschiff bei ihrer Ankunft im Hafen von Klaipeda. Die Schiffe stammen aus Belgien, Estland, den Niederlanden und Norwegen und sollen später in Lettland an einer Minenräumübung teilnehmen. Olekas sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Schiffe seien «ein weiteres Zeichen der Einheit und Solidarität der NATO».

Olekas nannte die verstärkte Präsenz des transatlantischen Verteidigungsbündnisses eine «Abschreckungsmassnahme» gegenüber Russland, das seit Wochen rund 40'000 Soldaten an der Ostgrenze der Ukraine stationiert hat.
15:57
Schnelle Freilassung der OSZE-Beobachter unwahrscheinlich
N-tv- und RTL-Korrespondent Dirk Emmerich berichtet via Twitter weiter von der Lage in der Ostukraine:




15:31
Kiew fürchtet sich vor Verstärkung und verbietet russische Flüge in die Ostukraine.
Die Behörden in Kiew haben nach Moskauer Angaben Flüge russischer Airlines in die ostukrainischen Grossstädte Charkow und Donezk verboten. Die russische Luftfahrtbehörde sprach am Freitag von einem «beispiellosen Verstoss gegen internationales Recht». Es drohe die Gefahr einer «humanitären Blockade» in der Ostukraine.
Die ukrainische Führung fürchtet, dass via Flugzeuge Verstärkung aus dem nahen Russland eingeflogen wird und hat bereits die Einreise für russische Männer erschwert. (sda/dpa)
14:52
Schweiz schliesst sich EU-Sanktionen an
Die Schweiz hat die Liste von russischen und prorussischen Separatisten in der Ostukraine ergänzt, mit denen Schweizer Banken keine neuen Geschäfte mehr abschliessen dürfen. Die Massnahme solle verhindern, dass die Sanktionen der EU umgangen werden könnten, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Freitag mit.
Es handelt sich um Personen, die bereits auf der offiziellen EU-Sanktionsliste stehen. Die Liste wird angeführt vom russischen Vize-Ministerpräsidenten Dmitri Kosak. Auch der Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Igor Sergun und Generalstabschef Waleri Gerassimow stehen auf der Liste.
Andere Betroffene sind der amtierende Gouverneur der ukrainischen Stadt Sewastopol, Sergej Menjailo. Als ostukrainischer Rebellenführer wurden Igor Strelkow, der an Zwischenfällen in der Stadt Slawjansk beteiligt war, sowie der Leiter der «Republik Donezk», Andrej Purgin, auf die Sanktionsliste gesetzt.

Insgesamt stehen auf der Liste nun 48 Namen. Die Sanktionen der EU beinhalten Einreiseverbote und Kontensperrungen. In der Schweiz dürfen die Betroffenen ab diesem Freitag 18 Uhr kein Konto mehr eröffnen.
14:41
Hubschrauber-Abschuss: Verantwortliche festgenommen und «präsentiert»
Gab es bei den pro-russischen Milizen zunächst noch Jubelrufe, als am Morgen ein Helikopter der ukrainischen Armee abgeschossen worden war, ist diese Freude nun wohl verpufft. Die erste Rakete verfehlte das Ziel, die zweite traf offenbar. Die ukrainische Armee hat die Verantwortlichen für den Abschuss festgenommen und präsentiert.
Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte BIlder von vier Männern die bäuchlings auf dem Boden liegen, die Arme hinter dem Rücken verschränkt und mit Säcken über dem Kopf. Die Bilder kursierten schon seit längerem auf Twitter.
14:32
Russland will für sichere Gasversorgung sorgen
Russland hat den Kunden in der Ukraine und in der gesamten EU eine ununterbrochene Versorgung mit Erdgas bis Ende Mai zugesichert. EU-Energiekommissar Günther Oettinger sagte am Freitag in Warschau nach Gesprächen mit den Energieministern Russlands und der Ukraine, Alexander Nowak und Juri Prodan, man hoffe, den Streit um ukrainische Gasschulden bei Russland und den künftigen Gaspreis bis dahin beenden zu können. «Es ist deutlich geworden, dass sowohl Gazprom als auch die ukrainischen Firmen alles tun wollen, um die Lieferverpflichtungen für die Märkte der Mitgliedsstaaten der EU zu erfüllen»
13:45
Moskau: Armeeeinsatz gegen eigenes Volk ist «Verbrechen»
Der Einsatz gegen das eigene Volk sei ein «Verbrechen» und führe das Land in die «Katastrophe», erklärte das Aussenministerium in Moskau am Freitag.

Das russische Aussenministerium forderte ausserdem in seiner Erklärung den Westen auf, seine «destruktive Politik» bezüglich der Ukraine zu beenden.

Das Ministerium warf der Übergangsregierung in Kiew vor, in der Stadt Slawjansk einen «Vergeltungseinsatz unter Beteiligung der Terroristen» der rechtsextremen Gruppierung Rechter Sektor gestartet zu haben.
13:07
Entführte Journalistin wieder frei
Die entführte CBS-Journalistin und ihr Team sind freigelassen worden, wie Clarissa Ward gleich selbst twitterte.

12:48
Geiseln geht es den Umständen entsprechend gut
Bundesrat Burkhalter forderte erneut die «bedingungslose Freilassung» dieser von prorussischen Milizen festgehaltenen OSZE-Mitarbeiter. Trotz der Ereignisse vom Freitag liefen die Operationen zur Freilassung der Geiseln weiter, sagte Burkhalter. Er wollte keine genaueren Angaben dazu machen, welche westliche Einrichtung diesen Kontakt hatte. Er wies aber darauf hin, dass grundsätzlich die OSZE die Verhandlungen führe. Das dänische Militär hatte zuvor mitgeteilt, dass es den Festgehaltenen den Umständen entsprechend gut gehe. «Nach unseren Informationen sind der dänische und die anderen Beobachter in Sicherheit. Sie werden zwar weiterhin festgehalten, aber in Bezug auf das, was im Moment in Slawjansk vor sich geht, sind sie in Sicherheit», sagte Henrik Mortensen vom Verteidigungskommando.
12:43
Deutscher Aussenminister «gefährlichsten Krise, die Europa seit langem erlebt hat»
Frank-Walter Steinmeier bezeichnete die Lage in der Ukraine nach einem Gespräch mit Bundesrat Burkhalter als eine «riesige Herausforderung für die EU und die OSZE» und eine der «ernstesten und gefährlichsten Krisen, die Europa seit langem erlebt hat». Die täglichen Kontakte der beiden Länder seien mit Blick auf die Gewalt in der Ukraine aber auch auf die «zugespitzten Situation» seit der Geiselnahme der OSZE-Militärbeobachter in Slawjansk notwendig, sagte Steinmeier.
11:57
Mehrere Tote auf beiden Seiten
Kiew liess verlauten, dass bei der Offensive zwei Kampfhelikopter der Streitkräfte abgeschossen und mindestens zwei Soldaten getötet wurden. Ein Sprecher der aufständischen Milizen berichtete von «mehreren Toten» auf ihrer Seite. Genaue Zahlen nannte er nicht. Der Milizensprecher bestätigte, dass Regierungstruppen den Bahnhof von Slawjans eingenommen hätten. Die Milizenkämpfer hielten aber weiter mehrere Strassensperren bei Slawjansk. Dies widerspricht den früheren Angaben des ukrainischen Innenministers Arsen Awakow, der verlauten liess, dass die Armee alle Checkpoints unter Kontrolle hätte.
11:55
Russland wendet sich an Burkhalter
Die russische Regierung wandte sich wegen der Gefechte auch an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die OSZE solle Massnahmen ergreifen, «um diesen Vergeltungsangriff zu beenden», sagte der russische OSZE-Botschafter Andrej Kelin der Nachrichtenagentur ITAR TASS. Russland wandte sich seinen Angaben zufolge an OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier und an den derzeitigen OSZE-Vorsitzenden, Bundesrat Didier Burkhalter. (sda)
11:53
Russland übt scharfe Kritik an ukrainischem Vorgehen
Der Sprecher von Vladimir Putin kritisierte das ukrainische Vorgehen scharf. Während sich Russland um eine Deeskalation und eine Entschärfung des Konflikts bemühe, setze die Übergangsregierung in Kiew Luftstreitkräfte gegen «friedliche Siedlungen» ein, sagte Peskow laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen. Mit dem «Vergeltungsangriff» sei die «letzte Hoffnung» auf eine Umsetzung der Genfer Vereinbarungen zunichte gemacht worden.
11:47
Video mit verletztem Helikopter-Piloten
Das Video zeigt, wie der verletzte Pilot eines abgeschossenen ukrainischen Helikopters aus einem Auto getragen wird. Was genau mit ihm danach passiert ist, ist bislang unklar.
11:36
Operation zur Freilassung der OSZE-Beobachter in heikler Phase
Die Operationen zur Freilassung der Beobachter befänden sich in einer heiklen Phase, sagte Burkhalter. Auch Steinmeier sprach von einer sehr sensibler Phase und bat um grösstmögliche Zurückhaltung aller Seiten. Was genau mit dieser nächsten Phase gemeint ist, blieb offen. Zielt die jüngste Offensive des ukrainischen Militärs auf die Befreiung der OSZE-Geiseln oder ist gar ein Spezialeinsatz deutscher Soldaten geplant, wie auf Twitter spekuliert wird?
Swiss Federal President and OSCE Chairperson-in-Office Didier Burkhalter, right, and German Foreign Minister Frank-Walter Steinmeier, left, during Steinmeier's visit concerning the crisis in the Ukraine, in Kehrsatz near Bern, Switzerland, on Friday, May 2, 2014. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
10:54
Von mehreren Journalisten fehlt offenbar jede Spur
Das war der letzte Tweet einer CBS-Journalistin. Offenbar fehlt von ihr seither jede Spur.


Auch Ein Buzzfeed-Journalist und sein Übersetzer sollen als Geiseln genommen worden sein. Diese Berichte wurden bisher allesamt nicht bestätigt.
10:51
Russland verurteilt Armee-Offensive
Ein Sprecher des russischen Präsidenten Putin verurteilt den ukrainischen Militäreinsatz als Strafaktion. Es gebe damit keine Hoffnung mehr, das Genfer Abkommen zur Entspannung der Lage zu retten.
10:39
Zivilsten reden mit Soldaten der ukrainischen Armee
Einwohner von Slawjansk reden bei einem eingenommenen Sicherheitsposten auf Soldaten der ukrainischen Armee ein. Laut russischen Quellen soll es sich bei den Soldaten um Fallschirmspringer handeln. Weitere Details sind nicht bekannt.
Civilians talk with Ukrainian troops at a checkpoint near the town of Slaviansk in eastern Ukraine May 2, 2014. Ukrainian forces attacked the rebel-held city of Slaviansk before dawn on Friday and pro-Russia separatists shot down at least one attack helicopter, killing a pilot, in a sharp escalation of the conflict. REUTERS/Baz Ratner (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST MILITARY)
10:27
Separatisten bauen im Stadtinnern neue Barrikaden
Laut RIA Novosti rückte die ukrainische Armee mit Panzern und Luftunterstützung am Morgen von Norden her vor. Momentan gebe es eine Gefechtspause. Dabei sind laut Innenminister Arsen Awakow alle zehn Sicherheitsposten rund um die Stadt Slawjansk besetzt und Angehörige der Milizen festgenommen worden. Die Milizen würden nun im Stadtinneren neue Barrikaden errichten. Die ukrainischen Sondereinheiten nützen die Gefechtspause offenbar um sich neu zu formieren. Gemäss einem lokalen Politiker könnte die Armee nun von anderen Seiten her angreifen, wie RIA Novosti schreibt.
10:22
Awakow gibt Kommando ab
Wie RIA Novosti am Donnerstag inoffiziell von einem Angehörigen des Generalstabes der ukrainischen Streitkräfte erfuhr, war die Leitung der Sonderoperation von Innenminister Arsen Awakow an den Chef des ukrainischen Geheimdienstes (SBU), Valentin Naliwaitschenko, übertragen worden. Auf Beschluss von Präsident Alexander Turtschinow sei der Innenminister nach der gescheiterten ersten Etappe der Operation von deren Leitung abgesetzt worden, hiess es.
10:17
Ukrainische Armee übernimmt offenbar TV-Station und Bahnhof
Laut einem N24-Reporter in Slawjansk soll die ukrainische Armee die örtliche Fernseh-Station und den Bahnhof eingenommen haben. Der Bahnverkehr sei lahmgelegt. Allerdings sei es in der Stadt selbst ruhig.

09:59
Slawjansk umstellt – heftige Gegenwehr von «professionellen Söldnern»
Ukrainische Soldaten übernahmen seinen Angaben zufolge die Kontrolle über neun Kontrollpunkte der Milizen. «Slawjansk ist demnach umstellt». Er forderte die Einwohner von Slawjansk und Kramatorsk auf, zu Hause zu bleiben.
Die Übergangsregierung in Kiew forderte die Separatisten auf, die von ihnen festgehaltenen Geiseln freizulassen, ihre Waffen niederzulegen und besetzte Gebäude zu räumen. Die ukrainische Armee habe es in der Ostukraine mit «professionellen Söldnern» zu tun, teilte Innenminister Awakow mit. Die ukrainischen Spezialkräfte würden mit Raketenwerfern und anderen «schweren Waffen» angegriffen. (sda)
09:54
MIndestens zwei Tote Soldaten
Bei Gefechten gegen prorussische Milizen nahe der ostukrainischen Stadt Slawjansk sind nach Regierungsangaben zwei Militärhelikopter abgeschossen worden. Prorussische Kämpfer hätten die Armeehelikopter vom Typ Mi-24 mit Raketenwerfern beschossen.

Zwei ukrainische Soldaten seien getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Mehrere weitere seien verletzt worden.
09:18
«aktive Phase der Anti-Terror-Operation» hat begonnen
Am frühen Freitagmorgen startete die ukrainische Armee nach Angaben von Awakow die «aktive Phase der Anti-Terror-Operation» gegen Separatisten in Slawjansk und Kramatorsk. Truppen der Armee, der Nationalgarde und des Innenministeriums seien im Einsatz, wie Innenminister Awakow weiter berichtete.


09:15
OSZE-Geiseln wurden umquartiert
Laut Separatistenführer Ponomarjow seien die Geiseln an einen «sicheren Ort ausserhalb der Kampfzone gebracht» worden, sagte er zu «Bild.de» Vorher waren sie offenbar im Rathaus von Slawjansk untergebracht.
09:09
Lokaler Fernsehsender erobert
Der Separatistenführer und selbst ernannte Bürgermeister von Slawjansk Wjatscheslaw Ponomarjow räumte nach Angaben von Ria Nowosti ein, dass ukrainische Regierungstruppen den örtlichen Fernsehsender erobert hätten. Der ukrainische Innenminister Awakow berichtete von neun übernommenen Kontrollposten. Die Operation laufe wie geplant, behauptete er. Awakow rief die Anwohner auf, ihre Häuser nicht zu verlassen und von den Fenstern fernzubleiben.

Ponomarjow bei einer Medienkonferenz vor einigen Tagen
epa04181119 Rebel leader Vyacheslav Ponomaryov speaks during press conference in the occupied regional administration building in Slaviansk, Ukraine, 26 April 2014. The group of European military observers taken captive on 25 April by pro-Russia militants in eastern Ukraine was made up of spies, the separatists said. The charges were laid after the leaders of the Group of Seven (G7) major world economies said they would 'move swiftly' to impose new sanctions on Russia for what they said was its role in encouraging the separatist movements in Ukraine.  EPA/IGOR KOVALENKO
08:25
Sollen OSZE-Geiseln befreit werden?
Laut einem AFP-Journalisten sollen sich die Separatisten vor dem Gebäude in Position bringen, wo die OSZE-Geiseln untergebracht sind. Deutsche Twitterer spekulieren bereits, ob die Offensive der ukrainischen Armee eigentlich eine Befreiungsaktion für die internationalen Beobachter sei. Vier der OSZE-Beobachter sind deutscher Herkunft.

08:14
Innenministerium in Kiew bestätigt Angriffe
Innenminister Arsen Awakow bestätigte nun auf Facebook doch eine Offensive auf die ostukrainischen Städte Slawjansk und Kramatorsk im Osten der Ukraine. Einheiten von Armee, Nationalgarde und Innenministerium hätten mehrere Kontrollpunkte der Separatisten unter ihre Kontrolle gebracht. Bei dem Militäreinsatz in Slawjansk wurde nach Angaben des Innenministers ein Pilot getötet. Ausserdem habe es mehrere Verletzte gegeben. Separatisten hätten Flugabwehrraketen eingesetzt. (sda/dpa/reu)
08:11
Vorfälle scheinen vorerst örtlich begrenzt zu sein
Nach Angaben eines AFP-Reporters schienen die Vorfälle örtlich begrenzt zu sein. Slawjansk selbst machte demnach einen ruhigen Eindruck.
08:10
Ukrainische Soldaten übernehmen Strassensperren
Südlich von Slawjansk übernahmen nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur AFP ukrainische Soldaten mit acht gepanzerten Fahrzeugen die Kontrolle über eine Strassensperre der Milizen.
07:58
2 weitere Helikopter abgeschossen?
Laut Russia Today hätten die Separatisten zwei weitere Helikopter der ukrainischen Armee abgeschossen. Eine unabhängige Bestätigung dafür steht aus. Journalisten werden momentan mittels Strassenbarrikaden daran gehindert nach Slawjansk zu gelangen.

07:22
Kiew will Ereignisse nicht kommentieren, bis es «vorbei» sei
Gemäss Deutschlandfunk will das Innenministerium in Kiew die Ereignisse nicht kommentieren. Ein Sprecher sagte lediglich, bis es «vorbei» sei, werde niemand etwas mitteilen. In Slawjansk selber sollen Sirenen heulen.
07:11
Video zeigt Rauch in Slawjansk
Ein auf YouTube veröffentlichtes Video zeigt Rauch in Slawjansk. Allerdings ist unklar, ob die Bilder tatsächlich aktuelle Ereignisse zeigen. Die Aufnahmen sollen von 5 Uhr Ortszeit stammen. Bei YouTube steht das Veröffentlichungsdatum allerdings mit 1. Mai angegeben.
06:51
Armee erobert Vorort von Slawjansk
Ukrainische Soldaten besetzten nach Angaben von Aktivisten das Dorf Bilbassiwka, das an Slawjansk angrenzt. Slawjansk wird seit mehr als zwei Wochen von Gegnern der Übergangsregierung in Kiew kontrolliert.
06:49
Journalisten bestätigen Explosionen
Gewehrschüsse und heftige Explosionen sind am Freitagmorgen nahe der Stadt Slawjansk zu hören gewesen. Das berichteten nun auch AFP-Reporter.
06:44
Angriffe mit Helikoptern
Bei der Offensive kommen offenbar auch Militärhelikopter zum Einsatz. Die Separatisten meldeten, sie hätten zwei der Helis vom Typ Mi-24 abgeschossen , wie Milizenführer Wjatscheslaw Ponomarjow der Agentur Interfax mitteilte. Dabei soll ein Pilot getötet und ein weiterer gefangen genommen worden sein. Zwei weitere Besatzungsmitglieder seien geflüchtet. Eine unabhängige Bestätigung gab es zunächst nicht.
06:41
Grossangelegte Aktion zur Rückeroberung von Slawjansk
Die ukrainische Armee hat offenbar eine grossangelegte Aktion zur Rückeroberung der Stadt Slawjansk gestartet. Die Stadt wurde mit schwerem Militärgerät umstellt.
Auf der pro-russischen Seite soll es mehrere Verletzte gegeben haben, wie ein Sprecher der Separatisten mitteilte.
06:35
Angriff auf pro-russische Kräfte
Gewehrschüsse und heftige Explosionen sind am Freitagmorgen nach Angaben von Nachrichtenagenturen nahe Slawjansk zu hören gewesen. Ein Helikopter kreiste in niedriger Höhe. Offenbar handelte es sich um einen Angriff der ukrainischen Armee auf prorussische Kräfte. Die Separatisten hatten nördlich der Stadt eine Strassensperre und Reifen in Brand gesetzt, um schwarzen Rauch zu erzeugen.

Dabei seien ein Pilot getötet und ein weiterer gefangen genommen worden, sagte Milizenführer Wjatscheslaw Ponomarjow am Freitag der Agentur Interfax. Zwei weitere Besatzungsmitglieder seien geflüchtet. Eine unabhängige Bestätigung gab es zunächst nicht.

Moskauer Agenturen zitierten Separatisten, wonach die Stadt mit mehr als 100'000 Einwohnern von Regierungstruppen mit schwerem Militärgerät umstellt sei. In Slawjansk werden seit einer Woche mehrere OSZE-Militärbeobachter festgehalten.

Gewehrschüsse und heftige Explosionen sind am Freitagmorgen nach Angaben von Nachrichtenagenturen nahe Slawjansk zu hören gewesen. Ein Helikopter kreiste in niedriger Höhe. Offenbar handelte es sich um einen Angriff der ukrainischen Armee auf prorussische Kräfte, die eine Strassensperre nördlich der Stadt in Brand gesetzt hatten. (trs/sda)

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