Schweiz
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ZUR MELDUNG, DASS DIE ASYLGESUCHE IN DER SCHWEIZ IM ERSTEN QUARTAL DIESES JAHRES UM 45 PROZENT ZURUECKGEGANGEN SIND, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG 14. APRIL 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Asylsuchende vertreiben sich die Zeit am Handy, in der als Asylnotunterkunft genutzten Zivilschutzanlage in St. Gallenkappel, am Donnerstag, 12. November 2015. Der Kanton St. Gallen will die im Oktober in Betrieb genommene Notunterkunft bis laengstens Ende Januar 2016 betreiben. Derzeit leben 100 Asylsuchende in der Anlage. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

In Rekingen (AG) will man verhindern, dass sich anerkannte Flüchtlinge niederlassen.  Bild: KEYSTONE

«Existenzielle Bedrohung» – Die Aargauer Gemeinde Rekingen ruft zum Flüchtlingsboykott auf

Die Gemeinde Rekingen will nicht, dass sich anerkannte Flüchtlinge im Ort niederlassen. Sie warnt Eigentümer davor, ihnen Wohnungen zu vermieten. Eine Asylorganisation kritisiert das Vorgehen scharf.



Die Gemeinde Rekingen im Aargau hat ein Flüchtlings-Problem. So jedenfalls sieht sie es. In ihrem Publikationsorgan ruft sie die Bevölkerung dazu auf, keine anerkannten Flüchtlinge in der Gemeinde unterzubringen. Das klingt so: 

«Der Gemeinderat Rekingen wurde von den Sozialen Diensten Bad Zurzach darauf aufmerksam gemacht, dass sieben ehemalige Bewohner der Asylantenunterkunft nun den Status B erhalten haben und sich in Rekingen fest niederlassen. Der humanitäre Gedanke hinter der Wohnungsvermietung ist lobenswert. Diese Personen leben aber von der materiellen Hilfe. Sobald die Gemeinde kostenpflichtig ist, bedeutet dies den finanziellen Ruin für Rekingen. Aus diesem Grund bitten wir die Eigentümer von Liegenschaften, künftig von Mietverträgen mit Asylanten Status B abzusehen.»

Rekingen will also nicht, dass die Flüchtlinge sich später niederlassen und der Gemeinde über die Sozialhilfe auf der Tasche liegen.

«Als Sozialfälle würden sie die Gemeinde existenziell bedrohen.»

Roman Knöpfel, Gemeinderat

«Nicht attraktiv und lukrativ»

Doch das bestreitet Gemeinderat Roman Knöpfel, zuständig für Asylwesen und Finanzen, gegenüber der Aargauer Zeitung. Man wolle nur aufzeigen, dass es «in puncto Arbeitsangebot nicht wahnsinnig attraktiv und lukrativ ist, um längerfristig hier zu bleiben». Er räumt aber ein: «Als Sozialfälle würden sie die Gemeinde existenziell bedrohen.» Dem wolle Rekingen rechtzeitig vorbeugen. 

Knöpfel sorgt sich auch um das Wohl der Eigentümer. Er betont, dass die Kommunikation mit den Flüchtlingen schwierig werden würde.

«Das Vorgehen von Rekingen ist sehr bedenklich, unfair und voreilig.»

Patrizia Bertschi, Netzwerk Asyl Aargau

Asylorganisation fordert mehr Initative

Die Asylorganisation Netzwerk Asyl Aargau hat für die Aktion gar kein Verständnis. Die Präsidentin Patrizia Bertschi kritisiert das Vorgehen von Rekingen als «sehr bedenklich, unfair und voreilig». Sie fordert, dass beispielsweise Gewerbler im Ort Hand bieten. Aber auch der Kanton soll bei der Arbeitsintegration mit anpacken. Das Ziel: Man müsse sie dabei «unterstützen, den rechten Weg in die finanzielle Selbstständigkeit zu finden». (rwy)

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79Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • R&B 13.07.2016 15:58
    Highlight Highlight Aha! Die bezahlten Agenturen haben diesen Artikel heute Nachmittag gefunden und sind jetzt fleissig Hass gegen Asylanten und Unwahrheiten über die Steuergeschenke an Reiche zu verbreiten. Freu mich schon auf die Blitze, die man mit einem kleinen Trick vom selben Computer so oft man will vergeben kann.
    • PeteZahad 19.07.2016 09:37
      Highlight Highlight Du entlarvst dich selbst. Ich brauche nicht zu bescheissen, mein einzelner Blitz war ehrlich.
  • Corahund 13.07.2016 11:50
    Highlight Highlight Alle diejenigen, die diese Gemeinde kritisieren, sollen doch selbst zuhause einen Flüchtling aufnehmen, ihn betreuen, verpflegen und die Eingliederung in unsere Gesellschaft bezahlen.
    • R&B 13.07.2016 12:36
      Highlight Highlight @Corahund: was für ein unqualifizierter Kommentar!
    • Corahund 13.07.2016 14:09
      Highlight Highlight hast Du einen dieser Menschen zuhause aufgenommen? Dein Kommentar ist auch nicht besser..
    • Yolo 13.07.2016 15:43
      Highlight Highlight Das Totschnarchargument schleicht hin... wenn jeder nach dem Prinzip leben würde, bräche das Leben im Land zusammen. Ein Hoch auf unsere Ellenbogengesellschaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 13.07.2016 11:41
    Highlight Highlight Den Begriff "Existenzielle Bedrohung" im Titel in Anführungsstriche zu setzen, zeigt anschaulich auf, dass man die echten und finanziell zunehmenden Sorgen von immer mehr Gemeinden ins Lächerliche zieht, oder diese existenziellen Zukunftsprobleme - einfältiger noch - als rechtslastige Hirngespinste abtun möchte.

    Aber ob damit der absehbaren Realität gedient ist, das werden die Fakten der kommenden Jahre aufzeigen, dann, wenn es für solche Erkenntnisse zu spät ist...

    Ohne das zahlenmässige Beschränken weiterer Aufnahmen von afrikanischen Wirtschaftsflüchtlingen wird die Zukunft düster sein.
    • R&B 13.07.2016 12:38
      Highlight Highlight @Angelo C.: Wenn die Gemeinde Finanzprobleme hat, soll sie diese lösen. Die Finanzprobleme sind vom bürgerlichen Parlament eingebrockt, die in den letzten Jahren ständig Steuergeschenke an Reiche und Unternehmen gemacht hat. Das ist das Problem und auf Ausländer abzulenken, ist einfach eine traurige Taktik der SVP.
    • Huber50 13.07.2016 13:10
      Highlight Highlight @R&B: Das ist ein absolut unkorrekter und unqualifizierter Beitrag in den Augen von Kennern der Situation rund um Rekingen. Das strukturarme Studenland (Zurzibiet) hat in den letzten Jahren fast alle früher angesiedelten Industrien verloren (Sodafabrik Solway, Kalkfabrik Holcim, Schuhfabrik Occo, Möbelschreinerei Minett, usw. usw.). Das einzige, was zugenommen hat ist das Thermalbad Zurzach mit seinen medizinischen Angeboten. Es ist etwas gar billig, hier die Schuld für die Misere in Rekingen den Steuergeschenken an die Reichen oder wieder einmal der SVP in die Schuhe zu schieben...........
    • Richu 13.07.2016 14:11
      Highlight Highlight @R&B: Bin überrascht, dass Sie scheinbar nicht wissen, wie sich die Asylkosten, hauptsächlich auch wegen den vielen Wirtschaftsflüchtlingen, sich in letzter Zeit extrem stark erhöhen! Das Parlament muss deshalb auch oft Nachtragskredite bewilligen. Zudem sollten Sie auch zur Kenntnis nehmen, dass meistens eine sehr grosse Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die neuen Steuergesetze, bei denen auch der "Mittelstand" entlastet wurde, zugestimmt haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rebalie 13.07.2016 11:09
    Highlight Highlight Pff, die Gemeinde hat keine tiefen Steuereinnahmen bei dem Steuerfuss! Sie werden nur unsinnig ausgegeben und die Bewohner merken von diesen Investitionen herzlich wenig. Aber immer wieder schön zu sehen wohin das eigene Geld (nicht) fliesst...
  • Judge Dredd 13.07.2016 10:39
    Highlight Highlight Bevor hier das Rekingen-bashing Überhand nimmt vielleicht noch ein paar Infos:
    Die Gemeinde hat schon jetzt den zweit höchsten Steuersatz im Kanton AG. Und übrigens In dieser rassistischen Gemeinde hat es Platz für 143! Flüchtlinge auf nicht mal 1000 Einwohner. Ich denke auch nicht, dass dies der richtige Weg ist, doch sollte man auch Mal die Situation der Gemeinde anschauen, bevor man die rassismus Keule schwingt. Diese Gemeinde darf man mit diesem Problem nicht alleine lassen.
    • Richu 13.07.2016 14:13
      Highlight Highlight Eine grosse Mehrheit von ca. 80% hat bei einer Umfrage der Aargauer Zeitung das Vorgehen des Gemeinderates von Rekingen als gut beurteilt!
  • R&B 13.07.2016 09:23
    Highlight Highlight Oh hat die Gemeinde wenig Steuereinnahmen? Einfach weiterhin CVP, FDP und SVP wählen. Diesen Parteien haben wir es zu verdanken, dass wir immer weniger Steuereinnahmen haben, weil sie den Reichen und grossen Unternehmen immer mehr Steuergeschenke machen. Soeben hat ja die bürgerlicher "vernünftige" Gruppe 1.5 Milliarden Steuergeschenke an die Unternehmen gemacht, auf Kosten des Mittelstandes.
    • demokrit 13.07.2016 10:32
      Highlight Highlight Es geht nicht um die Höhe von Steuereinnahmen, sondern um das Konkurrenzverhältnis um Staatseinnahmen.

      Herr Fuest beschreibt diesen Interessekonflikt hervorragend:
      http://www.zeit.de/2016/29/europa-fluechtlinge-fluchtursachen-schuldfrage
    • R&B 13.07.2016 12:34
      Highlight Highlight @demokrit: Die Schweiz bietet die beste Infrastruktur der Welt für Unternehmen. Das is pure Angstmacherei.
    • demokrit 13.07.2016 12:56
      Highlight Highlight @R&B: Steuersätze wirken sich auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Standort aus (auch wenn einige - vorwiegend Leute, die nicht sehr viel Wirtschaft verstehen - die Handlungsalternativen von Unternehmen nicht einsehen wollen), aber das war gar nicht das Argument, zusätzliches Steuersubstrat (wenn es denn möglich wäre) würde das Problem nur verschieben. Das Problem ist das Konkurrenzverhältnis im Sozialbereich. Lies einfach den verlinkten Diskurs.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lichtler 13.07.2016 09:22
    Highlight Highlight Interessant, dass es immer Probleme im Aargau gibt...
    • DerElch 13.07.2016 10:34
      Highlight Highlight Ach komm schon, ernsthaft? In Zürich gibts ja keine Morde, Verbrechen oder Asylkritiker gäll.

      Und he, Oberwil-Lieli liegt imfall diiiiiirekt an der Kantonsgrenze zu Zürich, hätte also genau so gut Zürich sein. Nur so.

      Hört doch mal auf mit diesem bünzligen Aargau-Bashing, ich kanns nicht mehr hören. Einen auf weltoffen und tolerant machen aber nur Züri supertoll finden und den Aargau dissen wo es nur geht, wie erbärmlich...
    • Theor 13.07.2016 10:37
      Highlight Highlight Wer Probleme sucht, der findet sie auch.
    • Nordpol 13.07.2016 11:05
      Highlight Highlight Naja die Berichterstattung ist einmal mehr sehr fragwürdig. Titel: "Die Aargauer Gemeinde Rekingen ruft zum Flüchtlingsboykott auf"
      Aber im Artikel wird nicht einmal erwähnt, dass die 943-Seelen-Gemeinde 143 Asylbewerber aufgenommen hat.
      Und die Leser springen voll darauf an und vergleichen die Gemeinde mit Oberwil-Lieli.
  • atomschlaf 13.07.2016 09:15
    Highlight Highlight Der Bund verantwortet die grosszügige Asylpolitik, somit sollte der Bund auch zahlen und zwar so lange wie aufgenommene Flüchtlinge nicht wirtschaftlich selbständig sind und nicht nur während 5 oder 7 Jahren.
    • FrancoL 13.07.2016 15:07
      Highlight Highlight Und wer würde die Kosten im Bund decken? Was soll diese Umherschieberei von Ausgaben?
    • atomschlaf 13.07.2016 15:22
      Highlight Highlight An die fleissigen Blitzer: Was spricht dagegen, dass der Bund zahlt, wenn der Bund entscheidet?
    • SemperFi 13.07.2016 17:54
      Highlight Highlight Der Bund - bin ich. Der Kanton - bin ich. Die Gemeinde -bin ich. Ich zahle in alle drei Kässeli recht kräftig ein. In welches wieviel spielt nun wirklich keine Rolle. Das ist doch ein Schwarzpeter-Spiel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leventis 13.07.2016 09:12
    Highlight Highlight Ja klar, exis·ten·zi·ẹll
  • FrancoL 13.07.2016 09:09
    Highlight Highlight Dass andere Gemeinden für die Kosten aufkommen müssen scheint dem Gemeinderat von Rekingen keinen Gedanken wert zu sein.
    • demokrit 13.07.2016 12:39
      Highlight Highlight Ob andere Gemeinden das müssen, hängt von der Flüchtlingspolitik ab. Aber offenbar ist diese bereits zu einer Art Religion verkommen.
    • FrancoL 13.07.2016 13:16
      Highlight Highlight @Demokrit; Sie hängt von einer Flüchtlingspolitik ab die so bestimmt und entscheiden wurde, denn wenn die Flüchtlinge den Status B erreicht haben ist das etwas das entschieden ist und man sich als guter Demokrat auch daran zu halten hat.
      Mehrheitsentscheide sind zu akzeptieren ausser man halte nichts von Demokratie.
    • demokrit 13.07.2016 19:07
      Highlight Highlight FrancoL: Eigentlich konnte sich der Stimmbürger bis jetzt herzlich wenig zum Flüchtlingswesen äussern. Vorwiegend wird die Asylpolitik von sog. Repräsentanten und der institutionellen Bürokratie gestaltet. Wegweisungen werden z.B. kaum vollzogen. Vorläufige Aufnahme heisst es dann meist trotz negativem Entscheid.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 13.07.2016 08:58
    Highlight Highlight Die Integration von Flüchtlingen ist aufwändig und teuer, da dürfen wir uns nichts vormachen. Zudem erhöht sich oft die Kriminalität. Umso besser dürfen wir uns fühlen, wenn wir all das auf uns nehmen, um Fremden zu helfen.
    • atomschlaf 13.07.2016 09:16
      Highlight Highlight Wohlfühlpolitik bis in den Ruin?
    • _kokolorix 13.07.2016 09:24
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass 7 Flüchtlinge in einer 1000 Einwohnergemeinde die Kriminalität merklich erhöhen. Insbesondere wenn sie irgendwas sinnvolles tun können und nicht den ganzen Tag nur herumlungern müssen.
      Aber dann müssen sich die Rekinger halt etwas anstrengen und mit diesen Leuten sprechen und ihnen eine Chance geben.
      Mich stört diese pauschale Vorverurteilung, dass Flüchtlinge nicht primär Menschen sind, sondern nur potentielle Kriminelle und Kostenfaktoren
    • Huber50 13.07.2016 09:48
      Highlight Highlight @Kronrod: Ich stimme zu, dass wir uns besser fühlen, wenn wir Fremden helfen. Hingegen bezweifle ich, ob dieses gesteigerte Feeling auch für deine erwähnte Erhöhung der Kriminalität zutrifft???
    Weitere Antworten anzeigen
  • Huber50 13.07.2016 08:56
    Highlight Highlight Es ist für Patrizia Bertschi von der Asylorganisation Netzwerk Asyl Aargau eine Pflichtübung, Gemeinden zu kritisieren, welche zukünfitig aus finanziellen Gründen und speziell wegen der massiv zunehmenden Sozialhilfe in ihrer Existenz gefährdet sind. Einfach prima, wenn man Geld ausgeben kann, das in der Kasse fehlt. Solidarität ist etwas ganz tolles, wenn das Geld keine Rolle spielt....
    • atomschlaf 13.07.2016 09:16
      Highlight Highlight Noch viel toller ist Solidarität, wenn man das Geld anderer Leute unter diesem Titel ausgeben kann...
    • R&B 13.07.2016 09:17
      Highlight Highlight @Huber: Sie wissen ja Sachen. Arbeiten Sie in diesem Bereich oder haben Sie diese Aussagen selber erfunden?
    • Firefly 13.07.2016 09:40
      Highlight Highlight Wir sind hier in der Schweiz, hier leben die reichsten der Reichen. Jeder soll seine Steuern zahlen, ohne spezial Steuererleichterungen, dann hätte es genug Geld in den Kassen um Solidarität zu zeigen. Warum ruft eigentlich nie jemand, dass man sich Steuererleichterung für reiche Ausländer nicht mehr leisten kann? Immer nur gegen die schwächsten.
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