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Schweiz
Armee

Armee: So will Amherd das VBS zum Öko-Vorzeigedepartement umbauen

Vue exterieur de la caserne militaire de l'armee suisse Meyrin-Mategnin photographie, ce mardi 28 mai 2019 a Meyrin pres de Geneve. La caserne de Meyrin-Mategnin pourra accueillir deux compagnies, soi ...
Kasernen wie hier in Meyrin sollen mit Solarzellen bestückt werden. Bild: KEYSTONE

So will Amherd das VBS zum Öko-Vorzeigedepartement umbauen

16.06.2019, 11:34

Die Schweizer Armee soll klimafreundlicher werden. Verteidigungsministerin Viola Amherd will den CO2-Ausstoss ihres Departements bis 2025 um 30 Prozent reduzieren und Kasernen und Gebäude künftig systematisch mit Solarzellen bestücken.

«Das Verteidigungsdepartement soll ein Vorbilddepartement werden bei der Energieeffizienz, beim Natur- und Umweltschutz», erklärte Amherd in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Das Eidgenössische Verteidigungsdepartement (VBS) als grösster Immobilienbesitzer der Schweiz und als Eigentümer von 30'000 militärisch immatrikulierten Fahrzeugen habe einen guten Hebel, die Armee klimafreundlicher zu gestalten.

Bundesraetin Viola Amherd waehrend einer Medienkonferenz ueber den Lagebericht Sicherheit Schweiz 2019, am Freitag, 24. Mai 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Viola Amherd hat grosse Pläne. Bild: KEYSTONE

Neben der systematischen Ausstattung der Gebäude mit Solarzellen sei ihr Ziel, dass für die Zivilfahrzeuge der Armee die sparsamste Energieeffizienz-Kategorie A Standard wird. Seit 2001 habe das VBS den CO2-Ausstoss um 20 Prozent reduziert. Bis 2025 sollen es weitere 30 Prozent weniger sein.

«Die Frauenquote in der Armee ist ein traurig tiefer Wert.»

Angesprochen auf die Vorbildfunktion der Armee in Sachen Frauenförderung unter dem Eindruck des Frauenstreiks vom Freitag sagte Amherd, die Frauenquote von 0.7 Prozent sei «ein traurig tiefer Wert». Die Einführung der Wehrpflicht für Frauen habe für sie trotzdem nicht oberste Priorität. «Das wäre meines Erachtens verfrüht.» Zuerst müsse die Gleichstellung in der Gesellschaft erreicht sein.

Derzeit ist eine von Amherd eingesetzte Findungskommission daran, die Nachfolge des auf Ende Jahr abtretenden Armeechefs Philippe Rebord vorzubereiten. «Ich wünsche mir, dass sie mindestens eine Frau für die engere Auswahl finden wird», hofft die Verteidigungsministerin. (sda)

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27 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Philboe
16.06.2019 11:48registriert Juli 2015
Gute Idee. Frau Amherd wie auch Frau Keller-Suter zeigen eindrücklich das eine Frau sehr wohl Chef sein kann und es keine Quote braucht. Sondern eben genau Kompetenz zählt. Viola Amherd hat bereits in der kurzen Amtszeit sehr viel erreicht und ist schon vielen Offizieren und Top Beamten auf die Füsse getreten. Bravo bitte weiter so!!!
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Ökonometriker
16.06.2019 12:50registriert Januar 2017
Macht auch militärisch sinn: im Krisenfall sollte das Militär so wenig wie möglich von Energieimporten und zentraler Stromversorgung abhängig sein. Ein Gegner würde diese als erstes angreifen.
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7immi
16.06.2019 13:23registriert April 2014
Das haben ihre Vorgänger auch schon gemacht, ist nichts neues. Sämtliche Neubauten und Sanierungen entsprachen immer dem neusten Standard.
Spannend finde ich auch, dass sie die verfassungsmässige Unterdrückung der Männer nicht ändern will sondern die Gleichstellung in der Gesellschaft, was ja eigentlich das selbe ist. Mit der allgemeinen Wehrpflicht könnte man also durchaus beginnen.
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