Neue Details zu unbekannten Drohnen über Schweizer Militäranlage – die Sonntagsnews
Neue Details zu den unbekannten Drohnen, die eine Schweizer Militäranlage in Formation überflogen haben, kommen ans Licht, eine mögliche Lösung zur Besänftigung der USA, unerreichte Tourismusziele trotz Subventionen und Nationalrätin Maya Bally spricht über erlebte Gewalt.
Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Unbekannte Drohnen flogen über Kaserne Jassbach
Die von Armeechef Benedikt Roos kürzlich erwähnten Drohnen sind laut der «SonntagsZeitung» über die Kaserne Jassbach im Emmental BE geflogen. Dort werden Spezialistinnen und Spezialisten für Cyberabwehr und Funkaufklärung ausgebildet, wie die Zeitung schrieb. Nahe der Kaserne befinde sich zudem eine Abhöranlage. «Wir haben keine Ahnung, wer das ist», zitierte die «SonntagsZeitung» den Armeechef. Ein Verfahren werde nicht geführt. Auch über dem Luftwaffenstützpunkt Meiringen BE gab es weitere verdächtige Drohnenvorfälle, wie der «SonntagsBlick» schrieb. Die Armee vermute Spionage, da Meiringen ein F-35-Standort ist. Auch diesbezüglich habe der Armeechef keine Anzeige erstattet.
Mögliche Lösung zur Besänftigung der USA
Nach dem Nein des Nationalrats zum Mercosur-Abkommen und wegen Drohungen neuer US-Importzölle arbeitet eine Gruppe nach Informationen der «NZZ am Sonntag» an einer Lösung. Das Gremium um die Ständeräte Benedikt Würth (Mitte/SG) und Damian Müller (FDP/LU) will seinen Entwurf im August der Aussenpolitischen Kommission vorstellen, wie die Zeitung schrieb. Die US-Regierung wirft der Schweiz vor, zu wenig gegen Zwangsarbeit zu unternehmen. Der Entwurf solle eine ähnliche Wirkung wie die EU-Verordnung gegen Zwangsarbeit haben. Ein entsprechender Passus könnte im Zollstreit mit den USA nützen, sagte die Staatssekretärin für Wirtschaft, Helene Budliger Artieda, laut der Zeitung in Gesprächen mit Parlamentsmitgliedern.
Unerreichte Schweizer Tourismusziele trotz Subventionen
Trotz staatlicher Subventionen ist Schweiz Tourismus nach Angaben der «NZZ am Sonntag» an den eigenen Zielen zur Entlastung von touristischen Hotspots gescheitert. In der Logiernächte-Statistik sei keine bessere räumliche oder zeitliche Verteilung der Besucherströme sichtbar, wie die Zeitung analysierte. Im Gegenteil: Die 50 grössten Destinationen steigerten die Zahl der Übernachtungen demnach gegenüber 2023 um 1,7 Millionen, was ein Zuwachs von über sechs Prozent sei. Die rund 130 kleineren Destinationen hätten im selben Zeitraum ein Plus von weniger als zwei Prozent verzeichnet. Auch die zeitliche Verteilung der Gäste verbesserte sich gemäss der Zeitung nicht. Der Bund knüpfe seine Zahlungen, vergangenes Jahr waren es 60 Millionen Franken, an die Bedingung einer besseren Verteilung. Für Schweiz Tourismus sei es noch zu früh für eine Bilanz. Das Reiseverhalten ändere sich nur langsam, sagte ein Sprecher zur «NZZ am Sonntag».
Bally spricht über persönlich erlebte Gewalt
Die Aargauer Mitte-Nationalrätin Maya Bally hat in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» über ihre persönliche Erfahrung von häuslicher Gewalt erzählt. Als sie 20 Jahre alt war, hatte ihr damaliger Freund sie geschlagen, wie die 65-Jährige der Zeitung sagte. «Er traf mich mit der Ohrfeige so blöd, dass mein Trommelfell platzte.» Bei einem weiteren Streit habe ihr Ex sie so heftig geschlagen, dass sie in die Badewanne fiel. Ihrem Umfeld habe sie erzählt, dass sie über die Katze gestolpert sei. Geglaubt habe es niemand, doch sie habe auf dem Märchen beharrt. Mittlerweile hat Bally die Erschütterungen von damals überwunden. Den Schritt an die Öffentlichkeit begründete die Mitte-Politikerin mit der Wichtigkeit des Themas. Sie wolle Betroffenen und Personen in deren Umfeld Mut machen: «Wir müssen alle hinsehen und das Tabu brechen.»
Unstimmigkeiten bei Erbe von Angela Rosengart
Beim Erbe der verstorbenen Luzerner Kunsthändlerin Angela Rosengart ist es nach Informationen von «SonntagsBlick» zu Unstimmigkeiten gekommen. Rosengart beschenkte einen Vertrauten grosszügig, was zu Kritik und einem Rücktritt im Stiftungsrat führte, wie die Zeitung schrieb. Die Stiftung Museum Sammlung Rosengart und die Stiftung zur Förderung des Museums Rosengart sollen demnach das Vermächtnis sichern. Die Kunsthändlerin habe ihr Testament mehrmals geändert und Stiftungsrätin Janet Briner, eine langjährige Weggefährtin der Kunsthändlerin, als Testamentsvollstreckerin abgesetzt. Der Zeitung lag das Rücktrittsschreiben von Briner vor. Sie sei besorgt gewesen, dass das Vermögen der Förderstiftung durch Schenkungen geschmälert werde. Rosengart sei bis zuletzt im vollen Besitz ihrer geistigen Kräfte gewesen, sagte Stiftungsrat Hubert Achermann zur Zeitung. Die Zukunft der Förderstiftung und des Museums sehe er nicht gefährdet.
Schweizer Spital führt Martha’s Rule ein
Als erstes Schweizer Spital hat das Zentralschweizer Kinderspital gemäss der «NZZ am Sonntag» die Martha’s Rule eingeführt. Die Regel ermöglicht es den Eltern, Alarm zu schlagen, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Sorgen ignoriert werden, wie die Zeitung schrieb. Während der Testphase dieses Notrechts sei es auf der dafür eingerichteten Hotline ruhig geblieben. Für Klinikleiter und Chefarzt Martin Stocker gelten laut der Zeitung aber nicht rein die Zahlen. Das Schweizer Spitalwesen sei von starren Hierarchien und alten Rollenbildern geprägt. Stocker forderte einen Kulturwandel und sieht in der Martha’s Rule einen Schritt in diese Richtung, wie er der Zeitung sagte.
Moretti-Sohn darf Schule nicht mehr besuchen
Der 4-jährige Sohn der Barbetreiber Jacques und Jessica Moretti von Crans-Montana VS darf nach Angaben von «SonntagsBlick» die private Vorschule Le Régent International School nicht mehr besuchen. Die Gründe seien unklar, schrieb die Zeitung. Unter den gegebenen Umständen erteile man keine internen Informationen, teilte Schulleiter Bernd Westermeyer der Zeitung mit. In der Gemeinde sei zu hören, dass Eltern Druck gemacht hätten. Die Morettis wollten sich gemäss der Zeitung nicht zum Thema äussern. Aus dem Umfeld der Familie sei zu hören, dass man mit einer öffentlichen Schule eine Lösung gefunden habe.
