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Hier ein Überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse.

Nowitschok-Verdächtige in Genf – das schreibt die Sonntagspresse



Tatverdächtige im Agentenfall Skripal waren in Genf

Die beiden Tatverdächtigen im britisch-russischen Agentenfall Skripal haben sich laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» vor der Attacke im englischen Salisbury oft und länger in Genf aufgehalten. Dies vertrauten in- und ausländische Kenner der Ermittlungsergebnisse unter Zusicherung der Anonymität den Zeitungen an. Im Fokus der Abklärungen stehe nun die Frage, ob die mutmasslichen Auftragsmörder in der Schweiz ihre Hintermänner trafen.

epa06998335 A handout photo made available by the British London Metropolitan Police (MPS) showing both suspects  Alexander Petrov (R) and Ruslan Boshirov (L) on Fisherton Road, Salisbury at 13:05hrs (BST) on 04 March 2018. The MPS reported on 05 September 2018 that they have charged two suspects – both Russian nationals, Alexander Petrov and Ruslan Boshirov, - in relation to the attack on Sergei Skripal and his daughter Yulia who were found unconscious on a bench in Salisbury city centre southern England, on 04 March 2018, after being poisoned by a Novichok nerve agent. The MPS state that, 'We now have sufficient evidence to bring charges in relation to the attack on Sergei and Yulia Skripal in Salisbury and domestic and European arrest warrants have been issued for the two suspects. We are also seeking to circulate Interpol Red Notices.'  EPA/LONDON METROPOLITAN POLICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die beiden Tatverdächtigen.  Bild: EPA/LONDON METROPOLITAN POLICE

Zum Fall, der massive diplomatische Verwerfungen zwischen dem Westen und Russland nach sich zog, laufen Abklärungen in mehreren Staaten. Der russische Ex-Agent Sergei Skripal und seine Tochter waren Anfang März mit dem Nervengas Nowitschok verletzt worden. Zudem gab es ein Zufallsopfer.

Bund gegen hohe Medikamentenpreise

Der Bund wehrt sich laut der «NZZ am Sonntag» erneut gegen hohe Medikamentenpreise. Diesmal gehe es um ein neuartiges Mittel gegen eine schwere genetische Krankheit, bei dem eine Pharmafirma rund 150'000 Franken pro Jahr und Patient verlange. Geschätzt kämen auf die Prämienzahler zusätzliche Kosten von rund 60 Millionen Franken pro Jahr hinzu. Der Bund sei jedoch auch nach mehrjährigen Verhandlungen nicht gewillt, diese Preisforderungen zu akzeptieren.

Ein Sprecher des Bundesamtes für Gesundheit BAG sagte der Zeitung, dass solche Preise vermehrt den Anschein erweckten, dass Pharmafirmen das Maximum aus dem Schweizer Gesundheitssystem herauszuholen versuchten. Allerdings müssten Kranke aufgrund der hohen Preisvorstellungen länger auf diese Arzneimittel warten. Und genau mit solchen Argumenten versuchten die Pharmafirmen, den Bund unter Einspannung von Ärzten und Politikern unter Druck zu setzen.

UVEK muss AG für Autobahnen prüfen

Das Verkehrsdepartement UVEK von Doris Leuthard muss laut der «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» die Auslagerung der Autobahnen in eine öffentlich-rechtliche Anstalt oder Aktiengesellschaft prüfen. Das heute dafür zuständige Bundesamt für Strassen ASTRA würde unter der grossen Aufgabenlast nämlich ächzen. Linke Kräfte warnten in der Zeitung allerdings vor einem solchen Vorgehen und vor «italienischen Zuständen» in der Schweiz.

Google richtet Datencenter in Lupfig ein

Der Google-Konzern wird laut dem «SonntagsBlick» sein angekündigtes Datencenter bei der Firma Green des Luzerner SVP-Nationalrats Franz Grüter einrichten. Dieser baue in Lupfig AG ein Hochsicherheits-Rechenzentrum ganz nach den Ansprüchen von Google. Die Grundsteinlegung findet gemäss den Recherchen am kommenden Freitag statt. Der Google-Konzern bestätigte gegenüber der Zeitung lediglich, im Jahr 2019 in der Schweiz eine Google-Cloud-Plattform zu eröffnen, bei der mit einem lokalen Anbieter zusammengearbeitet werde.

UBS wollte gar keine Rettung vom Staat

Die Grossbank UBS hat laut der «NZZ am Sonntag» während der jüngsten Finanzkrise keine Rettung vom Staat gewollt. Die Zeitung beruft sich dabei auf Aussagen des damaligen Präsidenten des UBS-Verwaltungsrates, Peter Kurer. Man sei vor rund zehn Jahren von der Nationalbank und der Bankenkommission an jenem Sonntagmorgen einfach in die Wohnung von Philipp Hildebrand bestellt worden, sagte der Manager. «Wir erklärten, die Lage sei schwierig, aber im Griff», betonte Kurer gegenüber der Zeitung. Man habe auch ohne Staatshilfe noch über genügend Liquidität verfügt, führte er weiter aus.

SBB wollen Automaten abbauen

So mancher Billettautomat von den SBB wird laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» immer weniger genutzt und daher stehe ein Abbau entsprechender Geräte bevor. Die SBB selbst wollen gegenüber den Zeitungen nicht von einem massiven Abbau sprechen. Ein Sprecher bestätigte jedoch, dass die Anzahl der Billettautomaten in den nächsten Jahren zurückgehen werde. Zurzeit gebe es ein paar hundert Automaten, die das Ende der Lebensdauer von 15 Jahren erreicht hätten. An diesen Standorten prüfen die SBB, ob ein Automat abgebaut werden kann, weil mancherorts weniger als zehn Tickets pro Tag gekauft würden.

Schweizer Rechtsextremist ruft deutsche Neonazis zu Umsturz auf

Ein Schweizer hat deutsche Neonazis laut der «NZZ am Sonntag» zu einem Umsturz der Demokratie aufgerufen. Der 64-jährige Schweizer Bernhard Schaub sei in den vergangenen Wochen mehrmals als Redner vor ostdeutschen Neonazis aufgetreten. Schaub habe dabei Neonazis zum Sturz des Systems aufgefordert. Der Mann lebe zwar in Mecklenburg-Vorpommern; er soll seinen offiziellen Wohnsitz aber noch in der Ostschweiz haben. Ein Sprecher des Verfassungsschutzes Thüringen sagte der Zeitung, dass Schaub als Rechtsextremist bekannt sei und etwa durch holocaustleugnende Aussagen auffiele. Schaub war ursprünglich Lehrer an der Rudolf-Steiner-Schule in Adliswil ZH.

Serge Gaillard verteidigt Teilprivatisierung der Postfinance

Der höchste Finanzbeamte des Bundes, Serge Gaillard, hat die umstrittenen Pläne des Bundesrates zur Aufhebung des Kreditvergabeverbotes der Postfinance und zu deren Teilprivatisierung verteidigt. Der «SonntagsZeitung» sagte er, dass ohne diese Massnahmen die Postfinance massiv an Wert verlieren würde. «Volksvermögen in Milliardenhöhe würde vernichtet, also Steuergelder», betonte er. Dass die Postfinance keine Hypotheken vergeben dürfe, berge ein grosses Geschäftsrisiko für das Geldinstitut. Es könne nicht diversifizieren und gehe damit höhere Gefahren ein.

Funiciello will in den Nationalrat

Tamara Funiciello, Kandidatin als neue JUSO-Praesidentin, an der Delegiertenversammlung der JUSO in Zuerich am Samstag, 18. Juni 2016. Am 18. Juni tritt Fabian Molina als JUSO-Praesident zurueck. Samira Marti und Tamara Funiciello haben sich als neue JUSO-Praesidentin beworben. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Juso-Chefin Funiciello. Bild: KEYSTONE

Die 28-jährige Juso-Präsidentin Tamara Funiciello will laut dem «SonntagsBlick» bei den Wahlen im Herbst 2019 für einen Sitz im Nationalrat antreten. Sie rechne sich zudem gute Chancen bei der Wahl aus. Allerdings beklagt sie in der Zeitung, dass es für eine wirkliche Veränderung in der Schweizer Politik mehr junge, linke Frauen in der Politik bräuchte.

Ältere Arbeitslose finden kaum mehr Job

Nur 13,9 Prozent der Arbeitslosen über 50 Jahre finden laut einer Meldung von «Le Matin Dimanche» wieder einen Arbeitsplatz. Die Zeitung beruft sich auf eine Studie der Berner Fachhochschule. Die Zahl der Arbeitslosen zwischen 55 und 64 Jahren sei zudem zwischen 2010 und 2016 um rund 50 Prozent gestiegen. Experten fordern daher, dass über 55-Jährige auch nach 520 Leistungstagen arbeitslos bleiben sollen, falls sie mindestens 20 Jahre lange gearbeitet haben. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO erklärte gegenüber der Zeitung, man werde einen solchen Vorschlag prüfen.

(sda)

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