DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein verunfalltes Fahrzeug steht auf der Hardturmstrasse, aufgenommen am Freitag, 16. Maerz 2018 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Unfall am Escher-Wyss-Platz in Zürich. Wie durch ein Wunder überleben alle Insassen. Bild: KEYSTONE

56'112 Unfälle, 230 Tote: 5 Dinge, die du zur Schweizer Unfallstatistik wissen musst

Insgesamt 230 Menschen haben letztes Jahr auf Schweizer Strassen ihr Leben gelassen. Ein Blick in Unfallstatistiken und Polizeimeldungen gibt Aufschluss darüber, wer die meisten Unfälle verursacht. Und zu welcher Uhrzeit die meisten tödlichen Unfälle geschehen.



56'112 Unfälle gab es 2017 im Schweizer Verkehr. Ein Grossteil davon ging glimpflich aus und keine Person kam zu Schaden. Doch in 17'799 Fällen kamen auch Personen zu Schaden und 230 Menschen starben, dies zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik.

Zusätzlich zur neuen Unfallstatistik hat watson 153 Polizeimeldungen zu Verkehrstoten ausgewertet. Die Kennzahlen dazu findest du in folgenden 7 Grafiken:

Art der Unfälle:

Bild

daten: astra/polizeimeldungen

Todesfälle durch Unfälle von Passanten und Velofahrern mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind relativ selten. Weit häufiger sind Autos beteiligt. Doch am häufigsten sind Verkehrstote durch Selbstunfälle zu beklagen.

Ein Grossteil der Verkehrstoten resultiert also aus Unfällen, an denen nur ein Fahrzeug beteiligt war.

Verkehrsmittel:

Bild

daten: astra/polizeimeldungen

Auch als Unfallverursacher sind öffentliche Verkehrsmittel kaum beteiligt. 2017 gab es schweizweit nur gerade 81 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, bei denen die Chauffeure und Chauffeusen von öffentlichen Verkehrsmitteln als Verursacher gelten. Weiter reist man in Bussen, Trams und Zügen am sichersten. Letztes Jahr starb genau eine Person bei einem Unfall in einem dieser Verkehrsmittel.

Zum Vergleich: Fehler von Autofahrern waren 2017 in 10'870 Fällen die Ursache für Unfälle, bei denen Personen verletzt oder getötet wurden. 78 von 230 Verkehrstoten waren in einem Auto unterwegs. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es auch sehr viel mehr Autos gibt in der Schweiz als öffentliche Verkehrsmittel.

Besorgniserregend sind die Zahlen zu den E-Bikes. Im letzten Jahr gab es 934 Unfälle, an denen E-Bikes beteiligt waren. Im Vergleich zu 2016 ein Anstieg von 25 Prozent. Die häufigste Ursache bei diesen Unfällen war laut einem Bericht des Bundesamtes für Strassen Unaufmerksamkeit.

Zeitliche Verteilung:

Tageszeit:

Verkehrsunfälle 2017 Schweiz Unfalltote Verkehrstote Blaulicht

daten: astra/polizeimeldungen

Im Feierabendverkehr, also zwischen 15 und 19 Uhr, gibt es sowohl die meisten Unfälle wie auch die meisten Verkehrstoten. Ein kleiner Anstieg ist auch zu Zeiten des Morgenverkehrs zu sehen. 

Tag:

Verkehrsunfälle 2017 Schweiz Unfalltote Verkehrstote Blaulicht

daten: astra/polizeimeldungen

Bei der Verteilung auf die Wochentage fällt besonders auf, dass am Mittwoch eine Häufung zu beobachten ist. Der Tag mit den meisten Unfällen ist aber der Freitag. Dies lässt sich dadurch erklären, dass am Tag der normale Arbeits- und Pendlerverkehr herrscht und die Leute am Abend ebenfalls unterwegs sind, teilweise auch alkoholisiert. 

Monat:

Verkehrsunfälle 2017 Schweiz Unfalltote Verkehrstote Blaulicht

daten: astra/polizeimeldungen

Bei den Monaten war 2017 der Juni mit Abstand der unfallreichste Monat des Jahres. Die Wintermonate sind trotz vereisten Strassen unter dem Jahresschnitt. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass in den Wintermonaten sowohl weniger Motorrad- wie auch Fahrradfahrer unterwegs sind.

Örtliche Verteilung:

Verkehrsunfälle 2017 Schweiz Unfalltote Verkehrstote Blaulicht

daten: astra/polizeimeldungen

2017 gab es ausserorts 11'551 Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen. Innerorts und auf Autobahnen krachte es im Vergleich dazu seltener. Trotzdem sterben verhältnismässig mehr Personen bei Unfällen innerorts (1,7 Prozent der Fälle) und auf Autobahnen (2,5 Prozent der Fälle).

Die Erklärung dafür ist, dass einerseits auf Autobahnen höhere Geschwindigkeiten gefahren werden und innerorts mehr Fussgänger und Velos unterwegs sind.

Alter der Verunfallten

Bild

daten: astra/polizeimeldungen

Bei älteren Menschen (hier: ab 65) sind Verkehrstote im Verhältnis häufiger als in den übrigen Altersklassen. Dies ist häufig auf einen schlechteren Gesundheitszustand zurückzuführen. Als Verursacher von Verkehrsunfällen, bei denen Personen verletzt werden oder gar sterben, sind ältere Menschen seltener beteiligt als Jugendliche und Junge Erwachsene (18-24 Jahre).

Halsbrecherische Szenen aus dem Schweizer Strassenalltag

Video: srf

Aktuelle Polizeibilder: Spektakulärer Crash in Beinwil

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bundesrat sagt Ja zur «Ehe für alle» und eröffnet Abstimmungskampf

Paare des gleichen Geschlechts sollen dieselben Rechte haben wie Paare verschiedenen Geschlechts. Justizministerin Karin Keller-Sutter hat am Dienstag die Argumente des Bundesrats für ein Ja zur «Ehe für alle» am 26. September präsentiert.

Seit 2007 können gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft eintragen lassen, heiraten dürfen sie jedoch nicht. Im vergangenen Dezember beschloss das Parlament Gesetzesänderungen, die die Ehe für Paare des gleichen Geschlechts öffnet.

«Der Staat soll …

Artikel lesen
Link zum Artikel