Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Toni Brunner und «die Übung mit dieser Findungs-Kommission»

Die Anmeldungsfrist bei der Findungskommission für SVP-Bundesratskandidaten ist abgelaufen. Das sind die elf offiziell gemeldeten Kandidaten. Ein Video zeigt, was SVP-Präsident Toni Brunner vom Auswahlverfahren hält. 



Die kantonalen SVP-Parteien können der internen Findungskommission für Bundesratskandidaten noch bis Freitag geeignetes Personal melden. Am 16. November präsentiert die Findungskommission unter der Leitung des Aargauer Alt-Regierungsrates Ernst Hasler dem Fraktionsvorstand die Resultate und vier Tage später bestimmt die Bundeshausfraktion, welche Kandidaten offiziell für die Bundesratswahlen portiert werden.   

Die beiden SVP-Vordenker Christoph Blocher und Roger Köppel haben zwar schon entschieden, dass sie ihren Parteipräsidenten Toni Brunner im Bundesrat haben wollen. Dennoch wird das Prozedere weitergeführt. Der Kronfavorit der Chefs hat in der Arena vom 30. Oktober denn auch gesagt, was er von der Institution «Findungskommission» hält: 

Die «Übung mit dieser Findungskommission» solle dazu dienen, zu schauen, welche Kandidaten welches Profil haben und der Fraktion eine Auswahl zur Nomination bieten zu können, «die denen, die schon im Bundesrat drin sind, noch lange das Wasser reichen kann», sagt Brunner.

Die bis heute aus den Kantonen gemeldeten Kandidaten sind: 

Guy Parmelin (VD)

Guy Parmelin, conseiller national et candidat au conseil federal, parle lors de l'assemblee des delegues de l'Union Democratique du Centre, UDC, du canton de Vaud ce mercredi 11 novembre 2015 a Pully. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bild: KEYSTONE

Der 56-jährige Landwirt und Weinbauer ist der offizielle Kandidat der Waadtländer SVP. Parmelin ist Präsident der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) des Nationalrates und sitzt seit 12 Jahren im Nationalrat. Inhaltlich liegt er voll auf Parteilinie, gilt aber als konziliant im Umgang.  

 Oskar Freysinger (VS)

ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS OSKAR FREYSINGER OFFIZIELL ALS BUNDESRATSKANDIDAT AUFGESTELLT WIRD, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Le conseiller d'Etat Oskar Freysinger regarde l'heure au debut de la conference de presse sur la rentree scolaire valaisanne de 2015-2016, ce jeudi 13 aout 2015 a l' Espace Porte de Conthey a Sion. Un ouvrage d'histoire est presente, il sera distribue aux eleves valaisans dans le cadre du 200eme anniversaire de l'entree du Valais dans la Confederation. (KEYSTONE/Olivier Maire)

Bild: KEYSTONE

Der Walliser Bildungsdirektor ist von der SVP des französischsprechenden Wallis offiziell als Kandidat nominiert worden. Freysinger sass von 2003 bis 2015 für die SVP im Nationalrat und ist einer der Vizepräsidenten der Partei. Seit 2013 leitet Freysinger als Staatsrat das Departement für Bildung und Sicherheit. 

Thomas Hurter (SH)

Nationalrat Thomas Hurter, SVP-SH, spricht an einer Pressekonferenz der Sicherheitspolitischen Kommission, SIK, zur Situation der Asylbewerber im Suedtessin in Mendrisio, am Dienstag 23. Juni 2015. (KEYSTONE/TI-PRESS/Benedetto Galli)

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Der Schaffhauser Nationalrat Thomas Hurter ist der eine offizielle Kandidat des Kantons Schaffhausen. Der ehemalige Kampf- und heutige Linienpilot hat während der Querelen um die Beschaffung des Kampfflugzeuges Gripen die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats und die Auswahlkommission für das Kampfflugzeug präsidiert. Er sitzt seit 2007 für die SVP im Nationalrat. 

 Hannes Germann (SH)

Hannes Germann (SVP-SH), rechts, spricht waehrend einer Debatte im Staenderat waehrend der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete in Bern, am Donnerstag, 17. September 2015. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Bild: KEYSTONE

Die Findungskommission

Die SVP-Findungskommission soll mögliche risikobehaftete Bundesratskandidaturen ausschliessen. Der Aargauer Alt-Regierungsrat Ernst Hasler präsidiert die Kommission. Die weiteren Mitglieder sind: Adrian Amstutz, Nationalrat (BE), Jean-Pierre Grin, Nationalrat (VD), Michèle Blöchliger, Landrätin (NW), Marc Ziltener, Landrat (GL), Walter Frey, Vizepräsident. (thi)

Germann ist der zweite offizielle Kandidat des Kantons Schaffhausen. Der Primarlehrer und Betriebswirt sitzt seit 2002 für die SVP im Ständerat und hat diesen im Jahr 2013 präsidiert. Germann gilt als umgänglich und konsensfähig, was ihn in seinem Kanton weit in linke Kreise hinein wählbar macht, was auch seine guten Resultate bei den Ständeratswahlen zeigen. 

Heinz Brand (GR)

ARCHIVBILD ZUR NOMINATION DER SVP GR VON HEINZ BRAND ALS BUNDESRATSKANDIDAT --- Nationalrat und Kantonalparteipraesident Heinz Brand, aufgenommen an der Delegiertenversammlung der SVP Graubuenden, am Mittwoch, 22. April 2015, in Landquart. Die SVP Graubuenden tritt mit zwei Listen zu den Nationalratswahlen im Herbst an. Sie werden vom bisherigen Nationalrat Heinz Brand und von Magdalena Martullo-Blocher angefuehrt. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Der Migrationsexperte der SVP ist von der SVP Graubünden angemeldet worden. Brand gilt als Hardliner, insbesondere in Asyl- und Einwanderungsfragen. Er sitzt erst seit 2011 im Nationalrat, hat aber zuvor die Bündner Fremdenpolizei geleitet. Brand hebt deshalb gern hervor, dass er verwaltungserfahren sei. 

Norman Gobbi (TI)

Lega-Staatsratspraesident Norman Gobbi spricht an einer Sitzung der SVP Tessin am Samstag, 7. November 2015, in Bellinzona. Fuer die Bundesratswahlen schlaegt die SVP Tessin nicht einen Mann aus den eigenen Reihen vor, sondern den Lega-Staatsratspraesidenten Norman Gobbi. (KEYSTONE/Ti-Press/Carlo Reguzzi)

Bild: TI-PRESS

Die Tessiner SVP schickt den Tessiner Staatsrat Norman Gobbi von der Lega dei Ticinesi ins Rennen und hat den Vorsteher des Departements der Institutionen bei der Findungskommission angemeldet. Das Tessin ist seit 16 Jahren nicht mehr im Bundesrat vertreten und leitet daraus einen gewissen Anspruch auf einen Sitz ab. 

Albert Rösti (BE)

Wahlkampfleiter Albert Roesti spricht an der Delegiertenversammlung und dem Wahlauftakt der SVP Schweiz, am Samstag, 22. August 2015, in St. Luzisteig, Maienfeld. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Der Berner Nationalrat ist eine der wichtigsten Figuren in der SVP. Er hat den erfolgreichen Wahlkampf 2015 geleitet und den jüngsten Sieg für die Partei eingefahren. Rösti ist promovierter Naturwissenschafter und sitzt seit 2011 für die SVP im Nationalrat. Auch Rösti gilt im Umgang als konziliant, in Migrationsfragen allerdings voll auf Parteilinie. 

Res Schmid (NW)

ARCHIV --- ZUR NOMINATION FUER DIE BUNDESRATSWAHLEN DURCH DIE SVP VON RES SCHMID STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Der Nidwaldner SVP Regierungsrat Res Schmid bei einem Medientermin anlaesslich des Sommer Landschaftstheaters

Bild: KEYSTONE

Der ehemalige Testpilot, der auch die Evaluation der Gripen-Flugzeuge durchgeführt hat, steigt für die SVP Nidwalden ins Rennen. Schmid war seit 2002 im Nidwaldner Landrat und sitzt seit 2010 in der Regierung als Bildungsdirektor. 

Thomas Aeschi (ZG)

Bild

Thomas Aeschi ist Vizepräsident der SVP Zug und auch deren offizieller Kandidat. Aeschi wird von Blocher gefördert und sitzt seit 2012 im Nationalrat und ist im diesjährigen Wahlkampf mit Anspielungen auf den Zuger Sexskandal aufgefallen, in dem er mit einem K.O.-Tropfen-Fläschlein für ein Wahlkampf-Sujet posierte. 

Thomas de Courten (BL)

Thomas de Courten, Nationalrat, praesentiert im Namen des Schweizerischer Gewerbeverbandes (SGV) eine AHV-Reform 2020, am Dienstag, 22. Oktober 2013, in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Bild: KEYSTONE

Der Baselbieter Landrat war lange Jahre eine der bestimmenden Kräfte in der mächtigen Baselbieter Wirtschaftskammer und ist eine gewichtige Stimme im kantonalen Parlament. De Courten sitzt seit 2011 für die SVP im Nationalrat und war von 2012 bis 2015 als Wirtschaftsförderer in der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion angestellt. 

David Weiss (BL)

Bild

Der Baselbieter Bundesverwaltungsrichter David Weiss hat sich am letzten Tag der Meldefrist noch für Abklärung durch die Findungskommission angemeldet. Der Jurist hat seine gesamte berufliche Karriere an Gerichten und in der Privatwirtschaft gemacht und nie aktiv politisiert. Auch in der eigenen Partei ist er weitgehend unbekannt.  

Die möglichen SVP-Bundesratskandidaten

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen

Flavia Kleiner im grossen Interview: «Heute muss man sagen: Blocher ist ein Verlierer»

Sie ist die Vertreterin der offenen Schweiz. Flavia Kleiner, Co-Präsidentin von Operation Libero, glaubt, das Gedankengut von Christoph Blocher habe ausgedient. Den progressiven Kräften biete sich deshalb eine gewaltige Chance, sagt sie im grossen Interview.

Eigentlich sollte das Interview in den Büros der Operation Libero an der Zürcher Langstrasse stattfinden. Doch Flavia Kleiner disponiert kurzfristig um: Es ist kein Zimmer frei. Deshalb findet das Gespräch im neuen Café Miró an der Brauerstrasse statt, das auch eine Rösterei hat. Die Operation-Libero-Räume, die gemäss «Guardian» mit Charts, Whiteboards, Timelines, Post-its und To-do-Listen vollgestopft sind, müssen wir uns vorstellen.

Frau Kleiner, hassen Sie die SVP?Flavia Kleiner: Nein. Sicher …

Artikel lesen
Link zum Artikel