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A general view of Tegel airport during a warning strike by ground services, security inspection and check-in staff in Berlin, Germany, March 10, 2017. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin-Tegel heute morge – 448 Flüge werden voraussichtlich ausfallen.  Bild: HANNIBAL HANSCHKE/REUTERS

Wieder Streik an Berliner Flughäfen – Easyjet und AirBerlin betroffen



Reisende an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld müssen bis Mittwochmorgen mit Flugausfällen rechnen. Der am Montagmorgen begonnene Streik des Bodenpersonals werde bis 5.00 Uhr am Mittwoch verlängert, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Am Montag wurden wegen des Ausstands fast alle Flüge von und nach Berlin gestrichen. Verdi hatte rund 2000 Beschäftige zum Streik zwischen Montag 4 Uhr und Dienstag gegen 5 Uhr aufgerufen.

448 Abflüge in Tegel und 194 Abflüge in Schönefeld würden voraussichtlich ausfallen, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg am späten Sonntagabend. Es könnten demnach noch mehr werden. «Wir bitten alle Passagiere, sich vor Reisebeginn bei Ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu erkundigen.»

«Wir bitten alle Passagiere, sich vor Reisebeginn bei Ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu erkundigen.»

Sprecher Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg

epa05401383 (FILE) A file photo dated 23 October 2015 showing an Airbus A319 of Easyjet crossing the redeveloped northern runway as it taxies to the start on the southern runway of the airfield at Schoenfeld airport in Berlin, Germany. Media reports on 01 July 2016 state easyJet has confirmed it is in a formal process to acquire an AOC, air operator certificate in an European nation to be able to continue to fy across Europe, should UK leave EU. The process was initiated prior to the Brexit referendum in the UK.  EPA/BERND SETTNIK

Bild: EPA/DPA FILE

Bei der Fluggesellschaft Swiss fallen alle Flüge von und nach Berlin aus. Das erklärte eine Swiss-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der Abendflug am Sonntag werde zudem nach Dresden umgeleitet, von wo die Passagiere mit Bussen nach Berlin transportiert würden.

Auch AirBerlin und Easyjet betroffen

Betroffen vom Streik sind auch die Verbindungen der Fluggesellschaft AirBerlin von Zürich nach Berlin. Passagiere müssten erneut mit Verzögerungen, Flugausfällen und insbesondere starken Einschränkungen bei der Gepäckabfertigung rechnen, schreibt AirBerlin auf ihrer Internetseite. Alle Gäste würden gebeten, sich online regelmässig über den Status ihres Fluges zu informieren.

Die Billigfluglinie Easyjet, die von Basel aus nach Berlin fliegt, arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Auswirkungen des Streiks zu minimieren. Aber auch hier wird es zu Stornierungen und Verzögerungen kommen, wie es auf der Internetseite heisst. Easyjet werde mit betroffenen Kunden per E-Mail und SMS Kontakt aufnehmen.

Ersatzflug über Dresden

Von dem Streik war auch die dreitägige Reise von Berlins Regierungschef Michael Müller nach Moskau betroffen. Die Senatskanzlei musste Ersatzflüge über Dresden organisieren.

Erst am Freitag waren Hunderte Flüge in Tegel und Schönefeld ausgefallen. Der Ausstand traf auch zahlreiche Besucher der am Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in der Hauptstadt, die am Sonntagabend endete. Wie schon bei früheren Streiks leiteten einige Fluglinien bestimmte Flüge um, etwa nach Dresden und Leipzig, deren Flughäfen jeweils rund 25 Landungen übernahmen.

Der Tarifstreik an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld hat sich weiter zugespitzt. Weil es am Wochenende kein neues Angebot der Arbeitgeber gab, war der neue Ausstand für Verdi unausweichlich.

Die Gewerkschaft fordert bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten einen Euro mehr pro Stunde für die Mitarbeiter des Bodenpersonals. Die Arbeitgeber boten zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - bei einer Laufzeit von drei Jahren und mit einem Gesamtvolumen von acht Prozent mehr Geld. (sda/dpa)

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