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«Ich bin ein Kämpfer», sagt Sepp Blatter. Er denkt nicht ans Aufgeben.<br data-editable="remove">
«Ich bin ein Kämpfer», sagt Sepp Blatter. Er denkt nicht ans Aufgeben.
Bild: DENIS BALIBOUSE/REUTERS

Nach Fifa-Suspendierung: «Mich kann man zerstören – mein Lebenswerk nicht.»

Nach der Fifa-Suspendierung bricht Sepp Blatter erstmals sein Schweigen. «Mich kann man zerstören – aber mein Lebenswerk kann man nicht zerstören.» Der abtretende Fifa-Präsident kann auf die Unterstützung seiner Freunde zählen.
11.10.2015, 07:2111.10.2015, 08:36

Der suspendierte Fifa-Präsident Sepp Blatter darf sein Büro beim Weltfussballverband nicht mehr betreten, sogar sein Mailkonto wurde abgestellt.

Wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet, hielt er sich am Samstag mit Tochter Corinne in seiner Zürcher Wohnung auf.

Den Entscheid des Ethikkomitees hätte er nicht erwartet. Dennoch sagt er zur «Schweiz am Sonntag»: «Mir geht es gut und ich fühle mich gut.» Die Attacken lassen ihn nicht unberührt, aber für Blatter zählt der Verband: «Mich kann man zerstören – aber mein Lebenswerk kann man nicht zerstören.»

Jetzt auf

Mehr darf er nicht sagen, denn das Ethikkomitee hat ihm verboten, über die Fifa zu sprechen. So bleibt nur, seine Aussage quasi biblisch zu interpretieren.

Ganz offensichtlich glaubt Blatter daran, dass die von ihm seit 1998 als Fifa-Präsident geprägte Organisation so erhalten bleiben wird. Aufgeben will er nicht: «Ich bin ein Kämpfer», sagt er zur «Schweiz am Sonntag».

Vertraute vermuten Rückkehr auf den Fifa-Thron

Vertraute und Fifa-Kenner wie Nationalrat Andreas Gross gehen davon aus, dass Blatter nach der Suspendierung noch einmal auf den Fifa-Thron steigen wird.

Gross hat für den Europarat die Fifa untersucht und sagt zur «Schweiz am Sonntag», Blatter sei «nicht das Hauptproblem». Er gehe davon aus, dass Blatter den nächsten Kongress vorbereiten werde.

Auch Fussballlegende Köbi Kuhn hält zu seinem langjährigen Freund Blatter: «Wir leben in einer Zeit ohne grosse Dankbarkeit», sagt er. «Sepp hat viel Gutes getan für die Entwicklung des Fussballs in allen Kontinenten.»

Ob sich der suspendierte Fifa-Präsident etwas zu Schulden hat kommen lassen, weiss der ehemalige Nati-Trainer nicht. «Ich hoffe, er ist nicht der Betrüger – sondern der Betrogene». (Nordwestschweiz)

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