Auf die Kriege und die Öl-Krise gibt es nur eine Antwort: Schweizer Erneuerbare
Wir durchleben gerade strube Zeiten. Darüber kann man klagen – man kann sie aber auch dafür nutzen, um in sich zu gehen und sich ein paar grundsätzliche Fragen zu stellen.
Beispielsweise diese:
Wollen wir wirklich abhängig sein vom Hirnstuhl des aktuellen US-Präsidenten?
Wollen wir wirklich abhängig sein von Entscheidungen zukünftiger US-Präsidenten?
Wollen wir wirklich abhängig sein vom Hobby-Napoleon aus Leningrad?
Wollen wir wirklich abhängig sein vom politischen Schleuderkurs in Nigeria, vom autoritären Regime in Kasachstan? Von der instabilen Lage in Libyen? Vom Diktator in Aserbaidschan?
Wollen wir wirklich abhängig sein von Regimes wie demjenigen des Irans? Dem von Saudi-Arabien? Dem der Vereinigten Arabischen Emirate?
Wollen wir wirklich jedes Jahr für zwölf Milliarden Franken fossile Energieträger importieren (statt dieses Geld Schweizer Energieproduzenten zu bezahlen)?
Wollen wir wirklich die Grundlage unseres modernen Lebens dermassen in fremde Hände geben?
Darf ich mich überhaupt Patriot nennen, wenn ich mich nicht für den Ausbau der Schweizer Erneuerbaren einsetze?
Die Antworten auf sämtliche Fragen lauten nein. Die aktuelle Weltlage ist kein Zufall. Eine Garantie, dass es ab dem November und den Midterms besser wird, gibt es nicht – im Gegenteil. Man kann davon ausgehen, dass die aktuellen Turbulenzen erst Vorboten davon sind, wenn sich die Auswirkungen des Klimawandels so richtig entfalten und immer weniger Megakonzerne immer mehr Macht bündeln.
Die Schweiz täte gut daran, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und die Abhängigkeit vom Ausland gerade bei diesem Thema von nationaler Sicherheit zu minimieren. Aktuell importieren wir 70 Prozent der in der Schweiz verbrauchten Energie. Diese Abhängigkeit komplett auszumerzen, wird uns nicht gelingen – aber unser Ziel sollte sein, sie so tief wie möglich zu halten.
Auch dafür gibt es eine Lösung: Schweizer Erneuerbare.
30 TWh könnte die Schweiz allein mit der Windkraft erzeugen – 19 TWh davon im Winterhalbjahr. 19 TWh ist, was sämtliche Atomkraftwerke der Schweiz im Jahr 2025 produzieren werden.
Doch das Potenzial liegt brach.
- 2025 produzierten die 50 Schweizer Windkraftwerke mickrige 0,165 TWh.
- In Österreich stehen 1500 Windräder.
- In Bayern 1150.
- In Baden-Württemberg 782.
- In den angrenzenden französischen Regionen stehen 2608.
Mit nur schon 1000 Anlagen könnten wir 9 TWh – 5,7 im Winter – herstellen. Da stellt sich die nächste Frage:
Wie lange sind wir noch so dumm, dieses Potenzial ungenutzt zu lassen?
