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Lindt-Schokolade wird bei Migros und Coop günstiger
Gute Nachrichten für Schokoladenliebhaber: Mehrere Produkte von Lindt & Sprüngli sind bei Coop und Migros günstiger geworden. Die beiden Handelsketten bestätigten gegenüber Blick, die Preissenkungen des Schweizer Herstellers an die Kunden weitergegeben zu haben.
Bei Coop beispielsweise kostet eine 200-Gramm-Tafel Vollmilchschokolade mit Haselnüssen statt 5.95 neu 4.95 Franken – eine Senkung um fast 17 Prozent. Auch andere Produkte folgen diesem Trend. Beispielsweise Pralinen: Coop gibt an, die Preise hier um 15 bis 20 Prozent gesenkt zu haben.
Übersetzung
Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.
Migros verfolgt dieselbe Strategie und bietet mehrere Lindt-Spezialitäten zu tieferen Preisen an. So sind beispielsweise die 230-Gramm-Pralinen der Sorte «Connaisseurs» von 24.95 auf 19.95 Franken gesunken.
Lindt hatte diese Anpassung im Frühjahr angekündigt. Der Hersteller bekundete seine Absicht, die Preise mehrerer Kultprodukte zu senken, darunter «Connaisseurs»-Pralinen, «Kirschstengeli», den «Teddy» und bestimmte Schokoladentafeln.
Konsumenten achten stärker auf die Preise
Die Preissenkungen kommen nach mehreren Jahren aufeinanderfolgender Preiserhöhungen. Wie ein Grossteil der Schokoladenindustrie hatte auch Lindt die stark gestiegenen Preise für Kakao und andere Rohstoffe an seine Kunden weitergegeben.
Angesichts der Inflation und sinkender Kaufkraft achten die Konsumenten besser auf ihre Ausgaben und kaufen weniger Premiumprodukte, darunter eben auch Lindt-Spezialitäten. Der Chocolatier, der lange Zeit Preiserhöhungen durchsetzen konnte, ohne die Nachfrage zu beeinträchtigen, scheint nun an die Grenzen seiner Preisstrategie zu stossen.
Die Finanzmärkte beobachten diese Entwicklung ebenfalls genau: Die Namensaktie von Lindt & Sprüngli, die teuerste an der Schweizer Börse, ist von einem Höchststand von 128'600 Franken im Februar auf rund 94'000 Franken gefallen – ein Rückgang von mehr als 26 Prozent. Anleger werden nun beobachten, ob diese Preissenkungen den Umsatz ankurbeln und das Wachstum des Konzerns unterstützen werden. (hun)
