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baby vater

Es fehlen noch knapp 10'000 Unterschriften. Bild: shutterstucks

Schlussspurt für den Vaterschaftsurlaub – noch knapp 10'000 Unterschriften fehlen

Die Initianten der Vaterschaftsurlaub-Initiative haben bereits 90'000 Unterschriften für ihr Anliegen sammeln können. Ein Spaziergang soll die Initiative nun ins Ziel retten.



Die Initiative «Vaterschaftsurlaub jetzt!» ist auf der Zielgeraden. «Uns fehlen noch gut 10'000 Unterschriften, damit ihr Anliegen vors Volk kommt», sagt Nicolas Zogg, Leiter Politik von Männer.ch, des Dachverbands der Schweizerischen Männer- und Väterorganisationen. Allerdings könnten die nötigen Unterschriften schon bald vorliegen. 

Dies, weil auf Wecollect bereits 55'000 Unterstützer zugesagt haben, zu unterschreiben. Das Prinzip der Seite funktioniert so, dass sich Unterstützungswillige auf der Seite registrieren können und anschliessend den Unterschriftenbogen zugeschickt bekommen. Diesen können sie dann zuhause unterzeichnen und zurückschicken. 

Bisher bekommen Väter bei der Geburt ihres Kindes einen Tag bezahlt frei. Dies will die Initiative «Vaterschaftsurlaub jetzt!» ändern und fordert 20 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub, der flexibel und tageweise innert einem Jahr nach der Geburt bezogen werden kann. 

Zogg ist zuversichtlich, dass die Initiative genügend Unterschriften zusammenbekommt. Dennoch brauche es weiter Präsenz auf der Strasse.

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Männer.ch hat nachgefragt, wieso die Schweiz einen Vaterschaftsurlaub braucht. Video: YouTube/Männer CH

Für einen weiteren Schub soll deshalb eine Aktion führen: Am 1. Juni findet ein Väterspaziergang statt. Die Väter wollen dazu vom Zürcher Bürkliplatz bis zur Bäckeranlage spazieren, wo dann gemeinsam gepicknickt wird. 

Am 3. Juni – dem Tag vor dem diesjährigen Vätertag – werden die nächsten Zahlen zum Stand der Unterschriften publiziert. Ziel der Initianten ist, die Unterschriften bis zum Beginn der Sommerferien zusammenzuhaben. Ablauf der Sammelfrist wäre erst Ende November. 

Die Gegner der Initiative empfinden den Urlaub als staatliche Zwangsverordnung. Der Vaterschaftsurlaub sei zu teuer und organisatorisch aufwändig, da Arbeitgeber eine Stellvertretung für ausfallende Väter finden müssen. Die Wichtigkeit des Vaters nach der Geburt sei dazu überhöht: Der vom Staat verordnete Vaterschaftsurlaub suggeriere, dass ein für jeden Fall geltendes Vaterdefizit nach der Geburt behoben werden müsse. Dabei könne ein Vater auch in der späteren Kindheit fehlen und damit die Vater-Kind-Beziehung belasten.

Wie der Vater, so der Sohn

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    Alle Leser-Kommentare
  • stef77 18.05.2017 19:02
    Highlight Highlight gute sache, schliesslich fehlt man wenn man ins militär muss auch 3 wochen pro jahr (notabene nur zeitverschwendung im wk). somit sollten 20 freitage sicherlich drin liegen, ab der geburt sollte der vater doch nahe beim kind sein und zeit haben
  • Señor Ding Dong 18.05.2017 18:31
    Highlight Highlight Der masochistische Schweizer Stimmbürger wird doch nicht völlig altruistisch für 4 Wochen Vaterschaftsurlaub stimmen, von denen er vielleicht nicht mal was hat, nachdem er 6 Wochen für ALLE abgewatscht hat.

    Man steckt einfach zu tief im Ar*** all der grundgütigen Arbeitgeber, die ja ach so schauen müssen, wo sie bleiben...
  • Sblue 18.05.2017 18:22
    Highlight Highlight Ich empfehle das Buch "Do Fathers Matter?" von Paul Raeburn

    Das Buch fasst Studienergebnisse zusammen, die eindeutig in die Richtung zeigen, dass Väter viel wichtiger sind für die Entwicklung des Kindes als angenommen
  • Wehrli 18.05.2017 14:55
    Highlight Highlight Finde ich eine super Sache, und wer bezahlts? Der Staat? So wie den Mutterschaftsurlaub, nehme ich an.
    • Jarl Ivan 18.05.2017 15:42
      Highlight Highlight Man könnte zum bsp. den Wk um 6 wochen kürzen. Wird ja aus der selben Kasse bezahlt. Denke da wäre jedem geholfen, dem Arbeitgeber von jungen männern, der Frau, dem Papa und allen die Wk leisten müssen und ausser zeittotschlagen kiffen und saufen nichts besseres machen
  • Yelina 18.05.2017 14:15
    Highlight Highlight Super Sache, das wird doch wohl noch klappen! 👍
  • Red4 *Miss Vanjie* 18.05.2017 14:12
    Highlight Highlight Ich kann es nur unterstützen!
    https://wecollect.ch/de/campaign/vaterschaftsurlaub/
  • Arutha 18.05.2017 14:11
    Highlight Highlight Ich unterstütze grundsätzlich das Anliegen eines Vaterschaftsurlaubes. Konnte ich doch vor 1.5 Jahren selbst die ersten 4 Wochen zuhause sein und empfand dies als sehr wertvoll. Doch wenn direkt mit 20 Tagen eingestiegen wird, dann sehe ich die Chancen, dass dies angenommen wird sehr gering.
    Besser wären zuerst mal 10 Tage. Das ist auch eine Zeit, welche die Arbeitgeber und die Arbeitskollegen irgendwie überbrücken können.
    • Amboss 18.05.2017 15:00
      Highlight Highlight Ich finde auch, zehn Tage zu fordern wäre besser gewesen. Diese zehn Tage wären für Arbeitgeber wirklich kaum spürbar und es tönt auch vernünftig: "Kind bekommen - zwei Wochen frei" Ist völlig okay.

      20 Tage ist aber immerhin die Verdopplung der Ferien.
      Verdopplung der Ferien nur weil man ein Kind bekommen hat...? irgendwie absurd. Kinder werden ja nicht weniger anstrengend, wenn sie älter sind...

      Kommt dazu: Es ist ein Ausbau des Sozialstaats ohne ein echtes Bedürfnis
      Ob das Chancen hat? Ich sehe schwarz
    • Knächbläch 18.05.2017 15:59
      Highlight Highlight ich möchte nicht dein anstrengendes Kind sein... Es gibt sicher viele, die ein Bedürfnis nach den schönen Sachen im Leben haben :-)
    • tipsi 18.05.2017 21:06
      Highlight Highlight Ich finde, es dürfte ruhig mehr sein als 4 Wochen. Schaut mal in die Nachbarländer. Ist doch tragisch, dass die Initiative nur 4Wochen verlangen kann, weil es sonst abgelehnt würde.
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