Schweiz
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Lesen, Rechnen, alles tipptopp

Pisavergleich nach Kantonen: St. Galler Mädchen hängen alle ab

Die Auswertung der PISA-Studie 2012 bringt spannende Fakten ans Licht. Untersucht wurden die Ergebnisse von elf Schweizer Kantonen.



Mädchen holen in Mathe auf

ARCHIV: Eine Grundschulschuelerin schreibt waehrend des Mathematikunterrichts in ihr Heft (Foto vom 11.06.07). Im internationalen Schuelerleistungsvergleich PISA haben sich deutsche Schueler angeblich nur marginal verbessert. Die

Bild: AP ddp

Wie die Erhebung zeigt, haben sich die Mädchen in der Mathematik verbessert. Entgegen der landläufigen Meinung weisen sie nur noch einen unbedeutenden Leistungsrückstand auf die Knaben auf.

Mathe liegt den Deutschschweizern besser

** ARCHIV ** Lehrer Oliver Hartmann fuehrt einer 10. Klasse in Bremen am 27. November 2007 waehrend einer Physikstunde ein Experiment vor. Sachsen ist der grosse Sieger der diesjaehrigen Pisa-Studie. Das meldete das ZDF am Montag, 17. Nov. 2008. Das Bundesland habe den Laenderbildungsvergleich sowohl beim diesmaligen Schwerpunktthema Naturwissenschaften als auch in Mathematik und Lesen gewonnen, hiess es im

Bild: AP

Zahlenspiele scheinen Deutschschweizer Schülern besser zu behagen als ihren Kollegen aus der Romandie und dem Tessin: In den Disziplinen Mathematik und Naturwissenschaften trumpfen die deutschsprachigen Schüler auf.

Mit durchschnittlich 523 Punkten in Mathematik liegen die Westschweizer Kantone unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt (531 Punkte). Verglichen mit den OECD-Ländern (494 Punkte) ist das Ergebnis aber immer noch gut

Beim Lesen haben die Westschweizer die Nase vorn

Students go through their papers during home economics class at the schoolhouse am Weiher in the canton of St. Gallen, Switzerland, pictured on November 12, 2008. A crucifix hangs on the wall in the background. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 

Schueler lesen am 12. November 2008 im Hauswirtschaftsunterricht im Schulhaus am Weiher in Gossau im Kanton St. Gallen ein Theorieblatt durch. Im Hintergrund haengt ein Kruzifix an der Wand. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

In der Disziplin «Lesen» liegen dagegen die Westschweizer Schüler obenauf.

Freiburger Kinder besser als der Rest der Romandie

Zwischen den einzelnen Kantonen gibt es teils grosse Unterschiede. So erzielt der Kanton Freiburg mit 550 Punkten ein signifikant besseres Ergebnisse in Mathematik als die anderen Westschweizer Kantone. Neuenburger und Genfer Schüler kamen nur auf 502 Punkte.

Auch in Bern dominieren die deutschsprachigen Kinder

Die Unterschiede zwischen den Sprachregionen sind auch im Kanton Bern zu beobachten. Die deutschsprachigen Berner Schüler sind in Mathematik, im Lesen und in den Naturwissenschaften gut bis sehr gut. Damit liegen sie gemäss der PISA-Erhebung im schweizweiten Durchschnitt, doch vor ihren Kameraden im französischsprachigen Kantonsteil.

Kinder mit Migrationshintergrund stark verbessert

Ein Schueler schreibt am Dienstag, 18. Nov. 2008, waehrend einer Unterrichtsstunde in einer Schule in Bremen. Sachsen ist der grosse Sieger der diesjaehrigen Pisa-Studie. Das meldete das ZDF am Montag, 17. Nov. 2008. Das Bundesland habe den Laenderbildungsvergleich sowohl beim diesmaligen Schwerpunktthema Naturwissenschaften als auch in Mathematik und Lesen gewonnen, hiess es im

Bild: AP

Wesentlich verbessert haben sich die Leistungen der Jugendlichen mit Migrationshintergrund, wie die bernische Erziehungsdirektion mitteilte.

Tessiner schneiden am schlechtesten ab

Das Tessin bildet beim Lesen das Schlusslicht, bei den Disziplinen Mathematik und Naturwissenschaften belegen die Schüler von den elf untersuchten Kantonen den drittletzten Platz.

Das Tessiner Departement für Bildung sieht die Ergebnisse als Ansporn für Reformen im Bildungssektor. Im Vergleich zu den PISA-Ergebnissen von 2009 sind die Abstände zu den anderen beiden Sprachgemeinden unverändert gross geblieben. Seit die Studie 2000 das erste Mal erstellt wurde, sehe man aber deutliche Verbesserung in allen Bereichen.

St. Gallen an der Spitze

Obenauf schwingen die Schülerinnen und Schüler aus dem Kanton St.Gallen. In der Mathematik und in den Naturwissenschaften erbringen sie überdurchschnittliche Leistungen. Ihre Kompetenz im Lesen unterscheidet sich nicht signifikant vom nationalen Durchschnitt.

Mädchen können besser lesen

A pupils reads a sheet with tasks to be completed at the elementary school in Monstein near Davos in the canton of Grisons, Switzerland, pictured on September 11, 2008. The elementary school Davos Monstein is a comprehensive school where pupils of all different levels are being taught together. In addition, the school offers a day-long program including lunch as well as housework tutoring in order to disburden parents. The Monstein school's pupils not only come from the families in the village but instead include children coming from twelve kilometers distant Davos. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine Schuelerin der Primarschule Monstein bei Davos, Schweiz, liest am 11. September 2008 ein Aufgabenblatt. In der Primarschule Davos Monstein sind alle sechs Primarschulstufen in einer Klasse als Gesamtschule zusammengefasst. Die Schule wird zudem als Tagesschule gefuehrt, in der die Kinder ueber Mittag verpflegt werden und im Klassenzimmer an den Hausaufgaben arbeiten, um die Eltern zu entlasten. Neben Kindern aus dem Dorf besuchen auch Kinder aus dem zwoelf Kilometer entfernten Davos die Schule. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Beim Lesen zeigt sich in St. Gallen ein geschlechterbedingter Leistungsunterschied zugunsten der Mädchen. Dieser besteht auch im gesamtschweizerischen Vergleich.

Pisastudie

In der Schweiz wurden für die fünfte PISA-Studie über 11'000 Jugendliche im Alter von 15 Jahren getestet. Dazu kamen rund 9000 Jugendliche aus den kantonalen Stichproben.

Unangefochtene Spitzenreiter aus 65 Ländern waren auch dieses Mal jene aus Asien. Shanghai, Singapur und Hongkong belegten in allen Kategorien die drei ersten Plätze.​

 (viw/sda)

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