Schweiz
Gesellschaft & Politik

Bundesrat plant Hilfsmission in den Ebola-Gebieten Westafrikas

Ebola-Epidemie

Bundesrat plant Hilfsmission in den Ebola-Gebieten Westafrikas

15.10.2014, 13:1315.10.2014, 14:45

Der Bundesrat plant eine Hilfsmission in den Ebola-Gebieten in Westafrika. Die Schweiz komme damit einem Ersuchen der UNO nach, sagte Bundesratssprecher André Simonazzi am Mittwoch vor den Medien in Bern. Die Mission soll rund 90 Armeeangehörige und zwei bis drei Helikopter umfassen.

Eingesetzt werden die Fluggeräte gemäss den Plänen für den Transport von Menschen und Material, wie Simonazzi am Mittwoch in Bern ausführte. Es würden allerdings lediglich Gesunde geflogen, also humanitäre Helferinnen und Helfer und Gesundheitspersonal.

Über die Mission kann der Bundesrat in eigener Kompetenz befinden. Er muss sie allerdings nachträglich vom Parlament absegnen lassen. Dies wird voraussichtlich in der Wintersession der Fall sein.

Parlament soll mitentscheiden

Bevor der Bundesrat endgültig entscheidet und den Räten die Botschaft zu der Mission zustellt, werden in den Seuchengebieten mit einer Erkundungsmission vor Ort Abklärungen vorgenommen. Organisiert wird diese Mission umgehend, wie Simonazzi sagte. Starten werde sie, sobald das erforderliche Personal verfügbar sei.

Von Ebola am meisten betroffen sind Guinea, Liberia und Sierra Leone. In den USA und in Spanien steckte sich je eine Pflegerin mit dem Virus an, die Ebola-Kranke in Spitälern gepflegt hatte.

In Spitälern in mehreren europäischen Ländern sind bisher Ebola-Patientinnen und -Patienten behandelt worden. Auch in der Schweiz befanden sich bereits Menschen wegen Ebola-Verdachts in Quarantäne. (pma/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Mann stürzt im Tessin in Bachbett und verletzt sich lebensbedrohlich
In Arogno am Luganersee ist in der Nacht auf Montag ein Mann bei einem Unfall schwer verletzt worden. Der 31-Jährige stürzte ungefähr zehn Meter tief eine Böschung hinunter und landete in einem Bachbett.
Zur Story