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McDonald's: So unterscheiden sich die Preise in Schweizer Filialen

Im McDonald's My Stop in Affoltern am Albis gibt es den teuersten Cheeseburger der Schweiz.
Im McDonald's My Stop in Affoltern am Albis gibt es den teuersten Cheeseburger der Schweiz.Bild: Google Street View

Das ist der teuerste McDonald's der Schweiz

Nicht überall in der Schweiz kosten der Big Mac oder die Chicken Nuggets gleich viel. watson hat alle McDonald's-Filialen der Schweiz verglichen und den grossen Preischeck gemacht.
30.05.2026, 08:0930.05.2026, 08:09

Sesambrötchen, Rinderhack-Bulette, Schmelzkäse, Zwiebeln, Salat, Essiggurke: Die Zutaten für den Big Mac von McDonald's sind seit Jahrzehnten die gleichen, das Rezept unangetastet. Der Burger wird seit über 50 Jahren in über 140 Ländern angeboten.

Bloss: Der Big Mac ist nicht nur in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich teuer. Der grosse watson-Vergleich: Die Preise schwanken auch innerhalb der Schweiz.

A McDonald's Big Mac Combo Meal is shown in Detroit, Tuesday, Sept. 2, 2025. (AP Photo/Paul Sancya)
Der Klassiker schlechthin: Big Mac, Pommes frites und Cola.Bild: AP

So kostet das Big-Mac-Menü, bestehend aus dem Burger, einem Getränk à einem halben Liter und einer mittleren Portion Pommes in der Schweiz zwischen 12.40 und 14.00 Franken.

watson hat die Preise aller 191 McDonald's-Filialen in der Schweiz miteinander verglichen, bei denen es möglich ist, über die McDonald's-App Fast Food zu bestellen. Wir haben uns für drei der beliebtesten Produkte entschieden: den Cheeseburger, die sechs Chicken Nuggets und eben das Big-Mac-Menü.

Die Karte zeigt: Die Preisunterschiede für das gleiche McDonald's-Produkt sind teilweise beträchtlich. So kosten die Chicken Nuggets zwischen 6.80 Franken und 7.90 Franken. Das entspricht einem Unterschied von 16 Prozent. Im Schnitt kosten die Chicken Nuggets 7.10 Franken.

In einem ähnlichen Bereich bewegen sich die preislichen Unterschiede beim Cheeseburger, einem anderen McDonald's-Klassiker. Für den Teuersten muss man 17 Prozent mehr hinblättern als für den günstigsten, oder in absoluten Zahlen: Der Cheeseburger kostet in der Schweiz zwischen 2.90 und 3.40 Franken.

Die teuerste McDonald's-Filiale steht an der A4. Genauer: in Affoltern am Albis an der Autobahnraststätte «My Stop» im Kanton Zürich. Hier kostet das Big-Mac-Menü 14 Franken und der Cheeseburger 7.40 Franken. Beides Spitzenwerte. Die Chicken Nuggets sind mit 7.80 Franken die zweitteuersten schweizweit.

Das bedeutet Franchising
Von den 191 McDonald's-Filialen in der Schweiz und Liechtenstein sind 90 Prozent Franchising-Unternehmen. Das bedeutet, dass die Inhaber dieser Filialen einen Lizenzvertrag mit McDonald's Schweiz unterschreiben, der auf 20 Jahre ausgerichtet ist und danach verlängert werden kann. Mit diesem Vertrag erwirbt der Franchisingnehmer das Recht auf die McDonald's-Rezepte und den Markenauftritt des Unternehmens. Gleichzeitig bleibt der Franchising-Unternehmer aber Inhaber der McDonald's-Filiale und trägt damit auch das volle unternehmerische Risiko. Die 177 Schweizer Filialen im Franchising-System werden von 45 Lizenznehmern und Lizenznehmerinnen geführt.
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Bild: KEYSTONE

watson hat bei Karl Fritz nachgefragt. Er ist Franchisenehmer bei der Filiale in Affoltern am Albis. Er sagt, dass McDonald's Schweiz zwar Preisempfehlungen für ihre Produkte abgebe, die Franchisenehmer ihre Preise aber in Eigenregie festlegen dürfen. Die Filiale in Affoltern sei deshalb so teuer, weil sie sich an einer Raststätte befinde:

«An Raststätten erhebt auch der Staat prozentuale Gebühren vom Umsatz. Dann ist es schwierig, Mitarbeiter zu finden, und die Mieten sind extrem hoch im Vergleich zu anderen Standorten.»
Karl Fritz, McDonald's-Franchisenehmer

Tatsächlich zeigt die watson-Auswertung: Die McDonald's-Filialen entlang der Schweizer Autobahnen sind mit die teuersten der Schweiz. Allerdings: Selbst unter den Raststätten-Filialen ist diejenige in Affoltern am Albis die teuerste.

Mancherorts gibt es auf kleinstem Raum beträchtliche preisliche Unterschiede. So zum Beispiel in der Stadt Zürich, in der es zehn McDonald's-Filialen gibt. In der Filiale im Sihlcity kostet das Big-Mac-Menü 13.30 Franken. Steigt man nun in das Tram der Linie 5 und fährt zum Stadelhofen, kriegt man das gleiche Menü für fast einen Franken weniger: In der Filiale dort kostet das gleiche Menü 12.40 Franken.

Auch in den Städten Bern, Basel, Genf und Lausanne gibt es teils beträchtliche Unterschiede zwischen benachbarten Filialen.

Die 191 McDonald's-Filialen verteilen sich auf 21 Kantone. In den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Uri, Nidwalden und Obwalden gibt es keine McDonald's.

Trotzdem deckt die Fastfood-Kette alle Schweizer Regionen ab, weshalb sich ein Blick darauf lohnt. In welcher Schweizer Region sind die McDonald's-Produkte im Schnitt am teuersten und wo am günstigsten?

Die teuerste McDonald's-Region der Schweiz ist die Zentralschweiz. Auch in der Region Zürich gehen Cheeseburger, Big Mac und Chicken Nuggets mehr ins Geld als im Tessin oder in der Ostschweiz.

Uneinheitlich ist das Bild in der Region Espace Mittelland, zu der neben dem Bernbiet auch ein Teil der Romandie gehört. Hier ist der Cheeseburger verhältnismässig teuer, während Chicken Nuggets und Big-Mac-Menu relativ günstig sind.

An employee works in the kitchen of a McDonald's restaurant in Hinwil, Canton of Zurich, Switzerland, on January 25, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
8400 McDonalds-Mitarbeitende bedienen täglich 275'000 Menschen in der Schweiz.Bild: KEYSTONE

Das sagt McDonald's Schweiz

McDonald's Schweiz bestätigt auf Anfrage von watson, dass das Unternehmen seinen Franchisenehmern keine fixen Preisvorgaben macht.

Mediensprecherin Beatrice Montserrat sagt, dass die Franchisenehmer und -nehmerinnen die McDonald's-Restaurants als selbstständige Unternehmerinnen und Unternehmer führen würden: «Sie entscheiden eigenständig, ob unsere unverbindlichen Preisempfehlungen für ihren Standort passend sind», sagt Montserrat.

Wie hoch die Preisempfehlungen für welchen Burger sind, kommuniziert McDonald's nicht. Dafür sagt Sprecherin Montserrat, welches Angebot schweizweit einen einheitlichen Preis hat: Das Happy Meal kostet in ausnahmslos allen Filialen 6.90 Franken.

Die erste McDonald's-Filiale eröffnete 1976 in Genf. Der Hamburger kostete damals 1.70 Franken, der Big Mac 4 Franken. Heute arbeiten 8400 Menschen in den Schweizer McDonald's-Filialen. Im Jahr 2023 stellten sie aus 5373 Tonnen Rindfleisch schätzungsweise 100 Millionen Hamburger her, wobei 74 Prozent des verwendeten Fleischs aus Schweizer Produktion stammen.

Ein Restaurant der Fast Food-Kette Burger-King in einer Allee am See in Lugano, Kanton Tessin, aufgenommen am 27. Juni 2007. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

A restaurant of the fast food chain Burger-King ...
Auch bei Burger King (im Bild die Filiale in der Innenstadt Luganos) gibt es beträchtliche Preisunterschiede je nach Filiale.Bild: KEYSTONE

Auch bei Burger King gibt es Preisunterschiede

Und bei der Konkurrenz? Auch hier variieren die Preise je nach Filiale, wie Mediensprecherin Zeynep Ersan gegenüber watson bestätigt.

So kostet das Whopper-Menü in vielen Burger-King-Filialen 15.40 Franken. Zum Burger gibt es ein Getränk à einen halben Liter und Pommes frites. Das gleiche Menü kostet an der Raststätte Luzern-Neuenkirch 19.50 Franken.

Als Faktoren, die die Preise mitbeeinflussen können, nennt Ersan lokale «Betriebskosten wie Mieten oder Abgaben». Genau wie McDonald's macht Burger King seinen Franchisepartnern unverbindliche Preisempfehlungen.

Und ebenso wie McDonald's gibt Burger King nicht bekannt, wie hoch diese Preisempfehlungen konkret sind. Das Kindermenü kostet in der ganzen Schweiz sechs Franken, den King Deal gibt es schweizweit für 8.90 Franken.

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Urmel
30.05.2026 09:45registriert Juli 2015
Abgesehen davon, dass man den US-Multi nicht unterstützen sollte: Warum wurden die Preise verglichen? Warum und wofür ist das relevant?
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Bärner728
30.05.2026 09:54registriert Juni 2020
Rinderhack-Bulette?!? Bitte, in der Schweiz heisst das Ding Patty oder wenn es ganz genau sein muss Rinderpatty.
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Andreas Waespi ist ein ehemaliger CEO, dessen Karriere als Bankchef im Herbst 2014 abrupt zu Ende ging. Die Finanzmarktaufsicht belegte Waespi mit einem dreijährigen Berufsverbot, als er 53 Jahre alt war. Der Manager war gerade dabei, als Leiter der Bank Coop, der Vorläuferin der Bank Cler, an die Spitze der deutlich grösseren Aargauischen Kantonalbank zu wechseln, als ihn die Aufsichtsbehörde ausbremste.
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