Collien Fernandes: «Die ordentlichen Typen müssen laut sein»
Collien Fernandes will nach den schweren Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen wieder nach vorn schauen: Die Schauspielerin und Moderatorin sagte am Sonntag im Interview bei RTL-«Exclusiv», sie habe die Hoffnung nicht aufgegeben, wieder vertrauen zu können.
Im Gespräch mit Moderatorin Frauke Ludowig erklärte die 44-Jährige, sie glaube weiter daran, «dass es da draussen auch ordentliche Typen gibt». Zugleich sei sie vorsichtiger geworden: «Ich bin auch echt erstaunt, dass ich es doch wieder schaffe, so zu vertrauen», sagte Fernandes. Und weiter: «Ich lasse mich nicht schnell fallen, sondern ich prüfe schon etwas genauer.»
Ermittlungen gegen Christian Ulmen
Collien Fernandes und Christian Ulmen waren seit 2011 verheiratet. Im September 2025 gaben sie ihre Trennung bekannt, im Februar 2026 wurde die Ehe in Palma geschieden. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter. Fernandes hatte erstmals schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann im Rahmen einer grossen «Spiegel»-Recherche öffentlich gemacht. Ulmen wird von Fernandes vorgeworfen, über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber mit zahlreichen Männern kommuniziert zu haben. Er soll laut Fernandes digital generierte pornografische Inhalte, die ihr ähnelten, verbreitet haben.
Vergangene Woche erklärte die Staatsanwaltschaft Potsdam öffentlich, ein Ermittlungsverfahren gegen Ulmen wegen häuslicher Gewalt eingeleitet zu haben. Ulmen äusserte sich bislang nicht öffentlich nicht zu den Vorwürfen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
«Die ordentlichen Typen müssen laut sein»
Fernandes sprach in dem Interview auch über Gleichberechtigung. Sie sagte: «Ich finde einfach, die ordentlichen Typen, die müssen laut sein. Und deswegen habe ich mich gefreut, dass jetzt gerade erst am Vatertag so viele Männer da draussen waren und gesagt haben: 'Wir sind laut, wir wollen Gleichberechtigung'». Eine gleichberechtigte Gesellschaft könne nur funktionieren, wenn Männer und Frauen sie gemeinsam wollten.
Für die Zukunft wünsche sich Fernandes «natürlich in einer glücklichen Partnerschaft sein, wo hoffentlich nicht irgendwie heimlich Dinge passieren, von denen ich nichts weiss». Dazu gehöre auch ein schönes Familienleben, wie sie es sich immer gewünscht habe.
Ob dieses Leben auf Mallorca oder an einem anderen Ort stattfinde, sei für sie offen. Fernandes sagte: «Ich versuche jetzt gerade nicht zu festgefahren zu sein. Einfach, weil man ja auch nicht so genau weiss, wo die Reise hingeht.»
Ebenso hoffe sie, dass sich gesellschaftspolitisch etwas bewege: «Dass man das Gefühl hat, ich muss jetzt auch diesen Kampf nicht mehr kämpfen. Man hat einfach den Zug aufs richtige Gleis gesetzt und der fährt dann von allein weiter, und ich kann einfach Eis essen, am Strand liegen, mit einem Menschen, der mir guttut.»

