Diese Gemeinde fiel bei den Abstimmungen am Sonntag gleich doppelt auf
Der dritte Abstimmungssonntag des Jahres ist in den Büchern. Dabei gab es aus statistischer Sicht einige Auffälligkeiten. Beispielsweise stimmten nur gerade 3 der 2110 Schweizer Gemeinden Ja zur Ernährungsinitiative. Welche das sind und welche weiteren Orte am Sonntag auffielen, erfährst du hier:
Die Schnellste
Zwei Aargauer Gemeinden haben schon vor 12 Uhr die Abstimmungsresultate veröffentlicht. Demnach erreichte die Neutralitätsinitiative in Strengelbach lediglich 26,8 Prozent Ja-Stimmen. Auch in Killwangen stimmten lediglich gut 27 Prozent für die Neutralitätsinitiative. Diese Resultate erwiesen sich als prophetisch, letztendlich kam die Initiative von SVP-Patron Christoph Blocher auf einen Ja-Anteil von 29,8 Prozent.
Die Langsamste
An diesem Sonntag musste die Schweiz auf den Stadtzürcher Kreis 1 warten. Kurz nach 16 Uhr trafen die Schlussresultate ein, womit der Abstimmungssonntag vergleichsweise früh sein Ende fand.
Die Extremsten
Die Schweizer Stimmbevölkerung war sich bezüglich der beiden Initiativen vom Sonntag ziemlich einig. Beide wurden mit über 70 Prozent Nein-Anteilen deutlich abgelehnt. Dennoch tanzten auch bei dieser Abstimmung einige Gemeinden aus der Reihe.
So zum Beispiel Zwischbergen, das die Initiative von Christoph Blocher mit 92 Prozent Ja-Stimmen deutlich annahm. Auf der anderen Seite der Walliser Gemeinde findet sich die Stadt Bern: Hier sagten 89 Prozent der Stimmenden Nein zur Neutralitätsinitiative.
Die Ernährungsinitiative fand hingegen im Kanton Tessin, genauer in der Gemeinde Verzasca, Anklang. Hier stimmten 68 Prozent für die Vorlage. In Freimettigen im Kanton Bern hingegen stiess das Begehren auf wenig Gegenliebe. 97 Prozent der Stimmenden lehnten die Initiative ab.
Insgesamt sagten nur drei Gemeinden Ja zur Ernährungsinitiative. Zu Verzasca gesellen sich auch Campo (TI) und die Gemeinde Schelten im Kanton Bern, die in einem weiteren Punkt auffiel (mehr dazu unten).
Die absoluten Zahlen:
- Neutralitätsinitiative
Zwischbergen (VS): 23 Ja zu 2 Nein
Stadt Bern (BE): 5233 Ja zu 42'046 Nein - Ernährungsinitiative
Verzasca (TI): 195 Ja-Stimmen zu 90 Nein-Stimmen
Freimettigen (BE): 4 Ja-Stimmen zu 150 Nein-Stimmen
Die Engagierteste
In der Gemeinde Villars-Epeney im Kanton Waadt gingen alle 47 Stimmberechtigten am Sonntag zur Urne. Sie ist damit die einzige Gemeinde der Schweiz, die am heutigen Abstimmungstag eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent erreichte.
Die Demokratieverweigerer
Auf der anderen Seite steht die obengenannte Gemeinde Schelten. Hier lag die Stimmbeteiligung mit 23 Prozent schweizweit am tiefsten. Nur gerade 23 Stimmcouverts fanden ihren Weg zur Urne.
(leo/jes)
