Schweiz
Gesellschaft & Politik

Abstimmung im September 2026: Das waren die extremsten Gemeinden

Gemeinde Schelten
Die Sonne geht über Schelten im Kanton Bern unter. Bild: zvg

Diese Gemeinde fiel bei den Abstimmungen am Sonntag gleich doppelt auf

27.09.2026, 16:5527.09.2026, 16:55

Der dritte Abstimmungssonntag des Jahres ist in den Büchern. Dabei gab es aus statistischer Sicht einige Auffälligkeiten. Beispielsweise stimmten nur gerade 3 der 2110 Schweizer Gemeinden Ja zur Ernährungsinitiative. Welche das sind und welche weiteren Orte am Sonntag auffielen, erfährst du hier:

Die Schnellste

Zwei Aargauer Gemeinden haben schon vor 12 Uhr die Abstimmungsresultate veröffentlicht. Demnach erreichte die Neutralitätsinitiative in Strengelbach lediglich 26,8 Prozent Ja-Stimmen. Auch in Killwangen stimmten lediglich gut 27 Prozent für die Neutralitätsinitiative. Diese Resultate erwiesen sich als prophetisch, letztendlich kam die Initiative von SVP-Patron Christoph Blocher auf einen Ja-Anteil von 29,8 Prozent.

Die Langsamste

An diesem Sonntag musste die Schweiz auf den Stadtzürcher Kreis 1 warten. Kurz nach 16 Uhr trafen die Schlussresultate ein, womit der Abstimmungssonntag vergleichsweise früh sein Ende fand.

Die Extremsten

Ein Wegweiser weist den Weg zum Stimmlokal in der Stadt Bern, am Sonntag, 29. Maerz 2026, in Bern. Das Stimmvolk des Kantons Bern waehlt die Regierung und das Parlament, den Grossen Rat. (KEYSTONE/Ant ...
In der Stadt Bern gab es eine deutliche Abfuhr für die SVP-Initiative.Bild: keystone

Die Schweizer Stimmbevölkerung war sich bezüglich der beiden Initiativen vom Sonntag ziemlich einig. Beide wurden mit über 70 Prozent Nein-Anteilen deutlich abgelehnt. Dennoch tanzten auch bei dieser Abstimmung einige Gemeinden aus der Reihe.

So zum Beispiel Zwischbergen, das die Initiative von Christoph Blocher mit 92 Prozent Ja-Stimmen deutlich annahm. Auf der anderen Seite der Walliser Gemeinde findet sich die Stadt Bern: Hier sagten 89 Prozent der Stimmenden Nein zur Neutralitätsinitiative.

Die Ernährungsinitiative fand hingegen im Kanton Tessin, genauer in der Gemeinde Verzasca, Anklang. Hier stimmten 68 Prozent für die Vorlage. In Freimettigen im Kanton Bern hingegen stiess das Begehren auf wenig Gegenliebe. 97 Prozent der Stimmenden lehnten die Initiative ab.

Insgesamt sagten nur drei Gemeinden Ja zur Ernährungsinitiative. Zu Verzasca gesellen sich auch Campo (TI) und die Gemeinde Schelten im Kanton Bern, die in einem weiteren Punkt auffiel (mehr dazu unten).

Die absoluten Zahlen:

  • Neutralitätsinitiative
    Zwischbergen (VS): 23 Ja zu 2 Nein
    Stadt Bern (BE): 5233 Ja zu 42'046 Nein
  • Ernährungsinitiative
    Verzasca (TI): 195 Ja-Stimmen zu 90 Nein-Stimmen
    Freimettigen (BE): 4 Ja-Stimmen zu 150 Nein-Stimmen

Die Engagierteste

In der Gemeinde Villars-Epeney im Kanton Waadt gingen alle 47 Stimmberechtigten am Sonntag zur Urne. Sie ist damit die einzige Gemeinde der Schweiz, die am heutigen Abstimmungstag eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent erreichte.

Die Demokratieverweigerer

Ein Waehler gibt seine Wahlzettel ab, am Wahltag der Eidgenoessischen Parlamentswahlen, am Sonntag, 20. Oktober 2019 in Schelten. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Eine Urne in der Gemeinde Schelten: Das passierte am Sonntag nur gerade 23 Mal.Bild: KEYSTONE

Auf der anderen Seite steht die obengenannte Gemeinde Schelten. Hier lag die Stimmbeteiligung mit 23 Prozent schweizweit am tiefsten. Nur gerade 23 Stimmcouverts fanden ihren Weg zur Urne.

(leo/jes)

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Alle in der Schweiz angenommenen Initiativen
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Alle in der Schweiz angenommenen Initiativen
Volksinitiative «für ein Verbot des Schlachtens ohne vorherige Betäubung»Komitee: Kantonale Tierschutzvereine von Bern und Aargau sowie AntisemitenAbgestimmt am: 20.08.1893Inkrafttreten am: 22.12.1893
quelle: shutterstock
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