Schweiz
Gesellschaft & Politik

In Ittigen (BE) soll die ehemalige Post zum Puff werden – und die Anwohner sind not amused

Die ehemalige Post in Ittigen (BE) soll bald in ein «Prostitutionsgewerbe» umgenutzt werden.
Die ehemalige Post in Ittigen (BE) soll bald in ein «Prostitutionsgewerbe» umgenutzt werden.bild: screenshot / «telebärn»

In Ittigen BE soll die ehemalige Post zum Puff werden – und die Anwohner sind not amused

05.04.2018, 10:0205.04.2018, 10:53

In der bernischen Gemeinde Ittigen herrscht Aufregung. Die frühere Postfiliale im Dorf wird geschlossen. Das ist an sich wenig spektakulär. Denn viele Postfilialen in der Schweiz müssen ihren Dienst aufgeben und werden umfunktioniert. Es ist die Umnutzung der Post, die die Einwohner von Ittigen empören lässt. Denn bald soll aus der Ex-Post ein Bordell werden. 

«Ich hätte das nie erwartet. Das ist eine ganz grosse Enttäuschung. Das so etwas überhaupt geht, halte ich fast gar nicht für möglich», sagt die Rentnerin Brigitte Blank gegenüber dem Lokalsender «Tele Bärn». Seit 53 Jahren wohnt Blank in Ittigen und ihr Balkon befindet sich direkt über der ehemaligen Postfiliale. 

Auch Marco Rupp, Gemeindepräsident von Ittigen, ist über die Umnutzung wenig erfreut. Ihm gebe vor allem der Lärm des horizontalen Gewerbes zu denken: «Tag und Nacht werden hier Personen zufahren und so wird sicher auch Lärm entstehen. Das ist nicht im Sinne eines Wohnquartiers».

Wie Rupp gegenüber dem Lokalsender sagte, will er alles daran setzten, um die Bevölkerung vor dem Bordell zu bewahren: «Der Regierungsstatthalter wird uns für eine Stellungnahme einladen und wir werden alles daran setzen, dass dieses Gewerbe verhindert werden kann.»

Auch Rentnerin Blank überlegt sich, ob sie gegen die Umnutzung Einsprache erheben soll. Sie ist nicht die einzige. Auch weitere Bewohner von Ittigen sagten gegenüber «Tele Bärn», dass sie sich überlegen, rechtlich dagegen vorzugehen. (ohe)

Sportmoderatorinnen wehren sich

Video: Angelina Graf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Neutralitätsinitiative wurde klar abgelehnt – das sagen Politikerinnen und Politiker
Am 27. September hat die Schweizer Stimmbevölkerung unter anderem über die von der SVP lancierte Neutralitätsinitiative abgestimmt. Schon bei Umfragen im Vorfeld hatte sich abgezeichnet, dass die Initiative abgelehnt werden dürfte. Das Resultat an der Urne fiel dann auch sehr deutlich aus. Rund 70 Prozent stimmten «Nein».
Zur Story