Ermotti tritt laut Bericht 2027 als UBS-Chef zurück – sie werden als Nachfolger gehandelt
Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf Insider. Ermotti trat bereits 2020 ein erstes Mal vom UBS-Chefposten zurück, nachdem er seit 2011 die Geschicke der Schweizer Bank geleitet hatte. Im Zuge des Credit-Suisse-Untergangs und deren Übernahme durch die UBS übernahm er auf Intervention von Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher erneut den Vorsitz der Grossbank. Nach dem Abschluss der Integration will der Tessiner nun offenbar definitiv Schluss machen.
Die UBS steht derzeit im Fokus der Schweizer Politik, weil der Bundesrat die Regulierungen, unter anderem in Bezug auf das Eigenkapital, für die Bank verschärfen will. Damit soll das Klumpenrisiko, das für die Schweiz aufgrund der Grösse der UBS nach der CS-Übernahme besteht, reduziert werden.
Die UBS wehrt sich gegen strenge Vorschriften und argumentiert unter anderem mit geringerer Wettbewerbsfähigkeit im Falle von Einschränkungen. Jüngst wurde das Thema im Parlament in der Vernehmlassung behandelt, es zeigte sich, dass die meisten Parteien eine «sanfte» Regulierung der UBS befürworten.
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Laut der «Financial Times» dürfte es enges Rennen, um die Nachfolge Ermottis geben. Als Favoriten gelten Iqbal Khan, Bea Martin, Robert Karofsky und Aleksandar Ivanovic.
Der Schweizer Öffentlichkeit bekannt ist vor allem Iqbal Khan, durch seine Fehde mit Tidjane Thiam während deren Zeit bei der Credit Suisse. Neben Khan der zweite Schweizer unter den genannten Nachfolgeaspiranten ist Aleksandar Ivanovic, der derzeit die Vermögensverwaltung bei der UBS leitet.
Der genaue Zeitplan für Ermottis Rücktritt ist laut Times-Informationen noch nicht endgültig festgelegt, er könnte sich demzufolge noch ändern. Ermotti hatte schon 2024 erstmals über einen möglichen Rücktritt gesprochen. (con)
