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Korruption: Russland-Spezialist der Bundespolizei angeklagt

A view shows the St. Basil's Cathedral (L) and the Kremlin wall, after the lights were switched off for Earth Hour in Red Square in central Moscow, Russia, March 25, 2017. REUTERS/Maxim Shemetov
Weil ein Bundespolizist unerlaubt nach Moskau flog, droht ihm nun eine Verurteilung.Bild: MAXIM SHEMETOV/REUTERS

Russland-Spezialist der Bundespolizei wegen Korruption angeklagt

30.03.2017, 10:3130.03.2017, 10:44

Die Anschuldigungen gegen einen Beamten der Bundeskriminalpolizei (BKP) lesen sich wie ein Agentenkrimi. Der Russland-Spezialist soll letzten Dezember auf eigene Faust nach Moskau gereist sein, um Fälle der Schweizer Bundesanwaltschaft zu retten. Er habe sich auf informellem Wege mit Vertretern der russischen Strafverfolgungsbehörden getroffen und Akten ausgetauscht.

Erreicht hat er sein Ziel nicht, im Gegenteil. Die Strafverfahren gegen eine ehemalige russische Landwirtschaftsministerin und einen früheren Vizeminister stehen nun auf der Kippe, schreibt der «Tages-Anzeiger» in seiner heutigen Ausgabe.

Russland

Nun wurde der Korruptionsermittler wegen Amtsanmassung, Amtsmissbrauch, Verletzung des Amtsgeheimnisses und Korruption von seinem eigenen Arbeitgeber angezeigt. Am schwersten dürften die Bestechungsvorwürfe wiegen. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

Elena Skrynnik Jelena Yelena
Die ehemalige Landwirtschaftsministerin Elena Skrynnik soll Gelder veruntreut und in die Schweiz verlagert haben.bild: wikipedia

Probleme bei der Verfahrensaufnahme

Kollegen bezeichnen ihn laut der Zeitung als «Typ Macher», der am Arbeitsplatz immer wieder aneckte. Er habe des öfteren seine Chefs und die Fedpol-Direktion angegriffen. Mit seiner Moskau-Reise, die ihm im Vorfeld untersagt worden sei, habe er das Fass zum Überlaufen gebracht.

Das Verfahren ist noch hängig, wahrscheinlich auch deshalb, weil zuerst ein Bekannter des Beschuldigten als Staatsanwalt im Fall eingesetzt werden sollte. Der Beschuldigte hat aber nach der ersten Einvernahme ein Befangenheitsgesuch gestellt. Das Bundesstrafgericht hat reagiert und den Staatsanwalt abgesetzt. Wie es nun weitergeht, dazu will sich die Bundesanwaltschaft laut «Tages-Anzeiger» nicht äussern. (leo)

Spezialeinheiten auf der ganzen Welt:

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Spezialeinheiten auf der ganzen Welt
Polizisten einer belgischen Spezialeinheit posieren in Vollmontur für die Kamera.
quelle: x00380 / yves herman
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