Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A view shows the St. Basil's Cathedral (L) and the Kremlin wall, after the lights were switched off for Earth Hour in Red Square in central Moscow, Russia, March 25, 2017. REUTERS/Maxim Shemetov

Weil ein Bundespolizist unerlaubt nach Moskau flog, droht ihm nun eine Verurteilung. Bild: MAXIM SHEMETOV/REUTERS

Russland-Spezialist der Bundespolizei wegen Korruption angeklagt



Die Anschuldigungen gegen einen Beamten der Bundeskriminalpolizei (BKP) lesen sich wie ein Agentenkrimi. Der Russland-Spezialist soll letzten Dezember auf eigene Faust nach Moskau gereist sein, um Fälle der Schweizer Bundesanwaltschaft zu retten. Er habe sich auf informellem Wege mit Vertretern der russischen Strafverfolgungsbehörden getroffen und Akten ausgetauscht.

Erreicht hat er sein Ziel nicht, im Gegenteil. Die Strafverfahren gegen eine ehemalige russische Landwirtschaftsministerin und einen früheren Vizeminister stehen nun auf der Kippe, schreibt der «Tages-Anzeiger» in seiner heutigen Ausgabe.

Nun wurde der Korruptionsermittler wegen Amtsanmassung, Amtsmissbrauch, Verletzung des Amtsgeheimnisses und Korruption von seinem eigenen Arbeitgeber angezeigt. Am schwersten dürften die Bestechungsvorwürfe wiegen. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

Elena Skrynnik Jelena Yelena

Die ehemalige Landwirtschaftsministerin Elena Skrynnik soll Gelder veruntreut und in die Schweiz verlagert haben. bild: wikipedia

Probleme bei der Verfahrensaufnahme

Kollegen bezeichnen ihn laut der Zeitung als «Typ Macher», der am Arbeitsplatz immer wieder aneckte. Er habe des öfteren seine Chefs und die Fedpol-Direktion angegriffen. Mit seiner Moskau-Reise, die ihm im Vorfeld untersagt worden sei, habe er das Fass zum Überlaufen gebracht.

Das Verfahren ist noch hängig, wahrscheinlich auch deshalb, weil zuerst ein Bekannter des Beschuldigten als Staatsanwalt im Fall eingesetzt werden sollte. Der Beschuldigte hat aber nach der ersten Einvernahme ein Befangenheitsgesuch gestellt. Das Bundesstrafgericht hat reagiert und den Staatsanwalt abgesetzt. Wie es nun weitergeht, dazu will sich die Bundesanwaltschaft laut «Tages-Anzeiger» nicht äussern. (leo)

Spezialeinheiten auf der ganzen Welt:

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Superspreader entdeckt, illegaler Rave in Bern – was du übers Party-Weekend wissen musst

Die Schweiz hat ein wildes Party-Wochenende hinter sich. In Zürich bestätigte sich ein Superspreader-Event, in Bern wächst die Furcht davor. Was du dazu wissen musst.

Am Samstag wurde bekannt, dass ein Partygänger am Wochenende zuvor in Zürich mindestens fünf Personen mit dem Coronavirus angesteckt hat. Während es am Samstagabend von Seiten des Kantons lobende Worte an die Adresse des Clubbetreibers gab, tönte es am Sonntag ganz anders.

Denn: Das Contact Tracing funktionierte offenbar gar nicht. Von den knapp 300 Gästen, die auf der Liste standen, gaben etwa ein Drittel eine offensichtlich falsche Email-Adresse an, teils mit vulgären Inhalten. Dazu kam, dass …

Artikel lesen
Link zum Artikel