Schweiz
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The Aquarius arrives at Marseille port, southern France, Thursday, Oct.4, 2018. Humanitarian group SOS Mediterranee said Thursday the Aquarius is making a stopover while waiting for a new flag and is

Das Seenotrettungsschiff «Aquarius» fährt am Donnerstag in den Hafen von Marseille ein. Bild: AP/AP

Warum FDP-Nationalrat Fluri zum Flüchtlingsretter wird

Der Bürgerliche Kurt Fluri will, dass die Schweiz das Seenotrettungsschiff «Aquarius» unter ihrer Flagge fahren lässt. Im Interview erklärt er, was er von den Anklagen gegen die Retter und den Schlepperei-Vorwürfen an die NGOs hält.



Die NGOs, welche auf dem Mittelmeer Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten wollen, stehen unter Druck. In Marseille stürmten am Freitag Rechtsextreme eines ihrer Büros. Die Schiffe der Seenotretter dürfen die Häfen Italiens und Maltas nicht mehr anlaufen. Italiens Innenminister Matteo Salvini, Chef der rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Lega, versucht die Seenotretter mit zahlreichen juristischen Verfahren an ihrer Tätigkeit zu hindern. 

In den vergangenen Wochen machte vor allem die «Aquarius» Schlagzeilen. Panama hat angekündigt, der «Aquarius» die Flagge zu entziehen. Laut den Betreibern des Schiffs geschah dies auf Druck Italiens. Ohne Flagge kann das Schiff nicht mehr zu Rettungsaktionen auslaufen. Das Rettungsschiff wird von den Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen (MSF) und SOS Méditerrannée betrieben. Mit der «Aquarius» wurden gemäss ihren Betreibern bereits über 30'000 Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet. 

Letzte Woche reichte die grüne Nationalrätin Aline Trede bereits einen Vorstoss zum Thema ein: Der Bundesrat solle der «Aquarius» die Schweizer Flagge geben. Zwei bürgerliche Politiker haben gemeinsam mit SP-Nationalrätin Ada Marra eine ähnlich lautende Interpellation eingereicht. Einer von ihnen ist der Solothurner FDP-Nationalrat Kurt Fluri.

Kurt Fluri, FDP-SO, spricht an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete in der Debatte zur Steuerung der Zuwanderung und
Vollzugsverbesserungen bei den Freizuegigkeitsabkommen, am Mittwoch, 21. September 2016, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Kurt Fluri ist Stadtpräsident von Solothurn und Nationalrat. Bild: KEYSTONE

Herr Fluri, Sie wollen vom Bundesrat wissen, ob er bereit ist, die «Aquarius» unter Schweizer Flagge fahren zu lassen. Weshalb setzen Sie sich für die Seenotrettung von Flüchtlingen ein?
Kurt Fluri:
Ich tue das aus humanitären Gründen. Es ist ganz einfach: Wir können nicht willentlich in Kauf nehmen, dass diese Menschen im Mittelmeer ertrinken. Was momentan geschieht, ist ein Versagen der europäischen Flüchtlingspolitik.

Der italienische Innenminister, Matteo Salvini, wirft den NGO-Betreibern der «Aquarius» vor, mit libyschen Schleppern zu kooperieren. Was sagen Sie zu diesem Vorwurf?
Mir ist auch lieber, diese Flüchtlinge würden nicht in Booten libyscher Schlepper den Weg übers Mittelmeer auf sich nehmen. Und zum Teil spekulieren die Schlepper wohl darauf, dass ihre Boote von Rettungsschiffen aufgegriffen werden.

«Man darf nicht vergessen: Diese Leute retten Menschenleben.»

Weshalb dann Ihr Vorstoss?
Die Schlepper haben kein Gewissen und schicken ihre Boote auch los, wenn kein Rettungsschiff weit und breit ist. Das haben die letzten Monate gezeigt. Die Rettungsboote durften nicht mehr auslaufen, die Schlepper schickten ihre Boote trotzdem los. Mit dem Ergebnis, dass die Zahl der Toten gestiegen ist. Es ist ganz simpel: Die Flüchtlinge, die sich bereits auf dem Mittelmeer befinden, haben zwei Optionen. Entweder sie schaffen es nach Europa – oder sie ertrinken.

Die Betreiber der Rettungsmissionen wurden in letzter Zeit juristisch verfolgt: In Italien, in Malta, aber auch in Deutschland. Sollte die Schweiz Angeklagte unter ihrer Flagge fahren lassen?
Es ist schäbig, wie die Behörden mit den Rettungsschiffen und ihrer Besatzung umgehen. Auch wenn sie vielleicht hier oder da gegen einzelne Verordnungen verstossen haben: Die Anklagen scheinen mir sehr formaljuristisch zu sein. Denn man darf nicht vergessen: Diese Leute retten Menschenleben. Das muss bei der Beurteilung auf jeden Fall mit einfliessen.

25'000 unterschreiben Petition

Am Dienstagmorgen um 10 Uhr wird der Bundeskanzlei in Bern eine von 25'000 Menschen unterzeichnete Petition überreicht. Sie fordern den Bundesrat dazu auf, die «Aquarius» unter Schweizer Flagge fahren zu lassen. Zu den Unterstützern gehören auch Prominente wie alt Bundesrätin Micheline Calmy Rey, die frühere Chefanklägerin der Sondertribunale für Ruanda und Ex-Jugoslawien Carla Del Ponte, der Regisseur Markus Imhoof und Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz.(cbe)

Gegenüber der NZZ sagten Sie, mit der Interpellation wollten Sie und Ihre Kollegen Ada Marra (SP) und Guillaume Barrazone (CVP) ein Zeichen setzen. Hat der Vorstoss auch konkrete Auswirkungen?
Es geht darum, dass der Bundesrat Wege aufzeigt, wie die Schweiz die Seenotrettung auf dem Mittelmeer unterstützen kann. Die Interpellation ist das schnellste Instrument im Parlament: Bereits in der nächsten Session muss der Bundesrat eine Antwort geben. Im Idealfall wissen wir also im November, ob die «Aquarius» unkompliziert unter Schweizer Flagge registriert werden könnte.

«Ich kann den Frust von Mittelmeer-Anrainerstaaten verstehen.»

Sie sprechen vom Versagen der europäischen Flüchtlingspolitik. Was kritisieren Sie genau?
Es muss ein Weg gefunden werden, damit die Flüchtlinge den Weg übers Mittelmeer gar nicht erst antreten. Und in Europa muss die gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf die europäischen Staaten endlich besser klappen. Ich kann den Frust der Mittelmeer-Anrainerstaaten verstehen: Sie mussten jahrelang die Hauptlast tragen und wurden damit alleine gelassen. Es braucht endlich einen Verteilungsschlüssel nach der Einwohnerzahl. Bevölkerungsreiche osteuropäische Staaten wie etwa Polen nehmen kaum Flüchtlinge auf.

Was kann die Schweiz tun?
Als Mitgliedsstaat des Dublin-Abkommens sitzt sie bereits heute bei den Ministertreffen mit am Tisch. Sie setzt sich dafür ein, dass es eine europäische Lösung gibt. Die Schweiz tut heute bereits vieles: Sie kommt ihren Verpflichtungen aus dem Abkommen nach und nimmt so viele Flüchtlinge auf, dass sie bei einem Verteilschlüssel nach Bevölkerungsgrösse wohl eher entlastet würde. Wir müssen mit den osteuropäischen Staaten noch besser ins Gespräch kommen, ihre Solidarität einfordern und sie von einer europäischen Lösung überzeugen.

An Claus-Peter Reisch soll ein Exempel statuiert werden

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    Alle Leser-Kommentare
  • Siro97 10.10.2018 12:01
    Highlight Highlight Ich möchte noch betonen, dass die Polen früher auch Flüchtlinge waren. Darum verstehe ich erst recht nicht, wenn man keine Verantwortung übernimmt. Generell verhalten sich zu viele Staaten egoistisch. Miteinander statt Gegeinander. Und ja man soll sich auch um die Einheimischen kümmern. Etwas Einfühmungsvermögen wäre nicht schlecht.
    3 12 Melden
  • Walser 09.10.2018 22:03
    Highlight Highlight Flury ist der Anführer der Kampagne zur Nichtumsetzung der vom Volk angenommenen Masseneinwanderungs-initiative. Ein Vollbetrug am Volk. Für mich bis zum jüngsten Tag unglaubwürdig. Als FDP ler könnte er sich gescheiter hier in der Schweiz für die schwächeren einsetzen.
    48 22 Melden
    • Antidope 10.10.2018 08:09
      Highlight Highlight Für einige ein Betrüger, für andere ein Held.
      10 16 Melden
  • Rabbi Jussuf 09.10.2018 19:04
    Highlight Highlight Dass niemand einsieht, dass diese private Seenotretterei auf lange Sicht sehr viel Menschenleben kostet, als gerettet werden? Je besser dass die Retterei funktioniert, desto mehr Leute werden in der Sahara sterben oder sonstwo auf dem Weg umkommen.
    Es ist mir absolut unverständlich dass gewisse Leute (auch der Grossteil der Kommentatoren hier) nur bis an ihre eigene Nasenspitze sehen.

    Aber Hauptsache man kann sich moralisch gut fühlen! Die dadurch entstehenden und bereits existierenden Probleme können dann andere lösen - und bezahlen!
    80 43 Melden
    • let,s go 09.10.2018 21:38
      Highlight Highlight Man kann es noch so oft wiederholen.
      Es fruchtet nichts.

      Die Leute wollen sich diese romantische Vorstellung vom edlen Retter und Geretteten nicht nehmen lassen.

      Das Märchen aus der Kindheit darf so im Heute weiterleben.
      33 24 Melden
    • Beluga 09.10.2018 22:02
      Highlight Highlight Wieviele Leute durch Frachtschiffe, Kriegsschiffe usw gerettet werden, wird immer unterschlagen...
      20 3 Melden
    • Ueli der Knecht 10.10.2018 20:58
      Highlight Highlight "Dass niemand einsieht, dass diese private Seenotretterei auf lange Sicht sehr viel Menschenleben kostet, als gerettet werden?"

      Eine Behauptung ohne jede sachliche Grundlage, weder Hand noch Fuss, einfach aus der Luft gegriffen, wie es gerade in Jussufs fremdenfeindliche Ideologie und sein engstirniges Widewidewitt-Weltbild passt.

      Es würde auch Jussuf mal sehr gut tun, etwas weiter als nur bis zu seiner Nasenspitze zu denken, und seinen Horizont zu öffnen. Aber solange ihm unverständlich bleibt, wieso er nicht weiter als zur eigenen Nasenspitze denken vermag, ist wohl jede Hoffnung verloren.
      4 7 Melden
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  • Me, my shelf and I 09.10.2018 14:54
    Highlight Highlight Ich glaube, ich habe einen neuen lieblings-Bürgerlichen.
    75 122 Melden
  • Dr no 09.10.2018 13:21
    Highlight Highlight wiedereinmal zu kurz gedacht. Solange für die Schlepper die Aussicht besteht, dass wir eben doch wieder schwach werden und Schleppertaxi spielen wird sich nichts ändern.
    Australien macht es richtig. Die geben einfach den Kurs durch: wenn du per Schiff kommst, wirst du nie Asyl bekommen. und dann bleiben sie hart und konsequent.
    252 223 Melden
    • Sandro Lightwood 09.10.2018 19:06
      Highlight Highlight Ausgehend davon, dass diese Menschen zum Spass auf dem Meer rumschippern, gebe ich dir recht.

      Mit bisschen mehr Empathie: wieder einmal zu kurz gedacht.
      30 40 Melden
    • aglio e olio 09.10.2018 21:03
      Highlight Highlight Es bleibt jedoch zu befürchten dass die Menschen weiterhin auf der Flucht sind. An den Ursachen ändert das ja nichts. Die schippern ja nicht aus Spass mit 'nem Gummiboot übers Mittelmeer.
      Dann laufen sie halt rum.
      Und Australien nimmt bei dem Thema m.M.n. keine Vorbildrolle ein. Wenn wir das zu unserem Massstab machen, können wir jegliche Menschenrechte auch gleich abschaffen.
      https://www.welt.de/politik/ausland/article157851796/Einmal-australische-Hoelle-und-kein-Zurueck.html
      31 34 Melden
    • saco97 10.10.2018 00:09
      Highlight Highlight Die Menschen werden seit längerem nicht mehr gerettet, die Schlepper schicken dennoch Flüchtende aufs Mittelmeer. Scheint fast so zu sein, als ob es die Schlepper nicht interessiert, ob die Menschen gerettet werden oder nicht.
      Nicht nur haben wir ein tödliches Experiment gemacht, um das herauszufinden, nein, wir sollen das erschüternde Resultat nicht wahrhaben.
      Stattdessen sollen wir einfach warten, bis dieses tödliche Experiment das gewünschte Ergebnis liefert. Schlepper interessieren sich für Flüchtende genau so lange, bis sie im Gummiboot sitzen. Ob sie ertrinken oder nicht, ist ihnen egal.
      20 5 Melden
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  • Nate Summer-Cook 09.10.2018 13:08
    Highlight Highlight Natürlich hat er damit Recht, aber von Polen 🇵🇱 mehr Solidarität einfordern? Viel Glück damit, die haben derzeit eine starke Rechts-Regierung mit breiter Unterstützung in der Bevölkerung... 😖
    87 41 Melden
    • andrew1 09.10.2018 14:48
      Highlight Highlight Dann sind wiedermal die gelakmeieirten welche keine solche regierung haben. Wäre auch schön wenn die schweizer regierung in erster linie auf die schweizer bevölkerung eingehen würde und steuern sowie kk prämien senken statt milliarden ins ausland zu verschenken um unsere eigene konkurenz aufzubauen oder milliarden ins asylwesen zu pumpen.
      93 71 Melden
    • Makatitom 09.10.2018 15:33
      Highlight Highlight Sämtliche Flüchtlinge kosten für Gesamteurpoa ca 10 Milliarden jährlich. Sämtliche Steuerflüchtlinge, die euch immer den Floh von den bösen Flüchtlingen ins Ohr setzen, 1000 Milliarden, siehst du das Problem jetzt?
      95 77 Melden
    • andrew1 09.10.2018 16:40
      Highlight Highlight Whataboutism. 1. Macht das die 10 milliarden irgendwie weniger schlimm? 2. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? 3. Herrscht nun mal steuerwettbewerb zwischen den ländern und firmen und wohlhabende können dorthin gehen wo sie wollen. Wie wollen sie das verhindern? Wollen sie die irgendwo anketten? Man darf zwar bestimmen wer eingebürgert wird aber kann nimandem den weggang verbieten. Das dümmste was man tun kann sind die steuern für wohlhabende und firmen zu erhöhen damit diese auch noch gehen....
      25 37 Melden
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  • Pisti 09.10.2018 12:28
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit den Migranten die bereits in der Sahara sterben? Dass sind einige mehr als im Mittelmeer ertrinken.
    Der Verteilschlüssel in Richtung Osten ist zudem reine Utopie, die Migranten hausen da noch lieber in notdürftig errichteten Camps, als dass sie im Osten angesiedelt werden.
    91 21 Melden
    • Freddy Gügger 09.10.2018 14:14
      Highlight Highlight Ja, man geht von regelrechten Konzentrationslagern aus in Lybien etc. Dennoch, die Frage steht im Raum, lösen wir die Probleme von Afrika, wenn wir ungebremst alle Menschen aufnehmen? Natürlich nicht.
      102 87 Melden
    • Pisti 09.10.2018 18:05
      Highlight Highlight Ich rede nicht von Lybien sondern schon vom Weg in Richtung Lybien. Die Sahara ist das grösste Massengrab der Erde.
      Dem wird aber kaum Beachtung geschenkt, weder in den Medien noch von den Politikern.
      Im zweiten Satz haben Sie natürlich vollkommen Recht.
      10 8 Melden
    • bytheway 10.10.2018 05:46
      Highlight Highlight Leider löst die EU die Probleme in Afrika nicht, im Gegenteil: Beispielsweise werden zehntausende von Tonnen subventionierter, überschüssiger Milch in Form von Milchpulver nach Afrika verscherbelt, und damit die lokalen Bauern in den Ruin getrieben und ihrer Existenz beraubt.
      19 1 Melden
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  • Freddy Gügger 09.10.2018 11:52
    Highlight Highlight Herr Fluri löst damit weder die Ursachen noch Probleme der Flüchtlingspolitik. Typisches, kurzsichtiges Gutmenschendenken.
    208 251 Melden
    • giandalf the grey 09.10.2018 12:29
      Highlight Highlight Du würdest also bei einer stark blutenden Wunde auch auf einen Druckverband verzichten, weil das ja nur eine kurzfristige Lösung ist und warten bis im Spital genäht wird? Dein Kommentar ist typisches, blindes Schlechtmenschendenken.
      139 108 Melden
    • aglio e olio 09.10.2018 12:51
      Highlight Highlight Was er selber ja auch anerkennt.
      Es geht darum die Menschen vor dem Tod zu retten.
      Wo liegt jetzt das Problem?
      91 78 Melden
    • Liselote Meier 09.10.2018 12:56
      Highlight Highlight Nein natürlich nicht. Da die "Bösmenschen" aber keine anderen griffigen Massnahmen zulassen, bleibt nur die Hilfe von Menschen in Not.

      Will man keine Nivellierung der ökonomischen Ungleichgewichten und der daraus resultierenden Ausbeutung, werden die Flüchtlingsströme nicht abreissen.
      82 51 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinArnold 09.10.2018 11:52
    Highlight Highlight Das Migrationsproblem ist international verursacht, und kann nur international gelöst werden. Dazu gehört:
    -Dass die Multis endlich ihre soziale Verantwortung wahrnehmen.
    -Faire Preise für deren Produkte
    -Faire Löhne für deren Arbeit
    -Weltweite Kriegsmaterialexport Verbote
    -Nicht einmischen in die inneren Angelegenheiten dieser Staaten.
    -Alle fremden Mächte raus aus diesen Ländern.
    Die Menschen dort so leben lassen wie SIE, und nicht wie WIR wollen
    Mit solchen Massnahmen kann die Migration massiv vermindert werden.
    Zugleich wäre es aktive Terrorbekämpfung!
    116 28 Melden
    • Dr no 09.10.2018 13:15
      Highlight Highlight Genau. Wir sehen ja wozu dass dann führt, wenn sich die Staaten selbst überlassen werden. Der eine Diktator lebt in Saus und Braus und lässt seine Landsleute verhungern.
      67 21 Melden
    • Oh Dae-su 09.10.2018 13:40
      Highlight Highlight Das ist sicherlich ein guter Anfang, jedoch lässt du einige der grössten Probleme ausser acht:

      - Hoher Geburtenüberschuss, der jegliches Wirtschaftswachstum überkompensiert und zu hoher Arbeitslosigkeit führt

      - Schwache und völlig korrupte Institutionen mit überbordender Bürokratie

      - Kaum Identifikation mit dem Land sondern mit Stamm, Ethnie oder Religion was zu geringer Solidarität untereinander und Bürgerkriegen führt

      Dies sind alles Probleme die die jeweiligen Länder in Afrika nur selbst lösen können. Der Westen kann dabei lediglich Hilfestellung leisten.
      56 5 Melden
    • MartinArnold 10.10.2018 09:26
      Highlight Highlight Dr.no.
      Das sind Probleme die sie dort selber lösen müssen. Wir können und dürfen dazu nichts beitragen ausser dass wir die Gelder dieser Diktatoren nicht verwalten dürfen.
      Oh Dae-su
      Warum gibt es diese Bürgerkriege? doch vor allem weil irgendeine Seite von unserer sogenannt zivilisierten Welt unterstützt wird.
      Die müssen sich selber zusammen raufen.
      Wenn Sie mehr auf sich gestellt sind wird sich die Geburtenrate von selber regeln. Die Sterblichkeit ist hoch, also werden auch viele Kinder gezeugt, in der Hoffnung dass die Familie überlebt. Ist überall, auch in der Tierwelt so. Die Natur regelt
      3 1 Melden
  • rudolf_k 09.10.2018 11:46
    Highlight Highlight "Die Flüchtlinge, die sich bereits auf dem Mittelmeer befinden, haben zwei Optionen." - Nein, es gibt eine 3. Option - konsequent zurück nach Nordafrika bringen.
    "Es braucht endlich einen Verteilungsschlüssel nach der Einwohnerzahl." - Dieser realitätsferne Schwachsinn wird niemals eintreffen. Erstens werden die osteuropäischen Staaten völlig zurecht da niemals mitmachen, und zweitens wollen die sogenannten Flüchtlinge auch gar nicht dorthin.
    104 74 Melden
    • P.Rediger 09.10.2018 12:51
      Highlight Highlight 1. Weshalb sogenannte Flüchtlinge?
      2. Solange die osteuropäischen Staaten von der EU profitieren konnten, solange war das ganze Gebilde gut. Nun, wenn es daran geht etwas zurückzugeben, wollen sie nicht mitmachen.
      3. Sie kennen die Verhältnisse in Libyen, oder?
      4. Glauben Sie wirklich diese Menschen machen sich zum Spass auf den Weg?

      Schon mal in Afrika herumgereist?

      Ihre Äusserung kann an nur vom hohen Ross eines zufällig in der CH geborenen und aufgewachsenen Menschen machen.
      65 53 Melden
    • aglio e olio 09.10.2018 12:56
      Highlight Highlight Und warum sollte Nordafrika dazu bereit sein, wenn Europa dies nicht ist?
      Weil manche Europäer das so wollen? So ganz traditionell, wie in der guten alten Zeit?
      Bzw. Kolonialzeit.
      34 49 Melden
    • LOL 09.10.2018 13:20
      Highlight Highlight Klar. Alle zurück in die Lager in Lybien. Menschenhandel und Zwangsprostitution unterstützen. Moll find ich gut.
      52 46 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Conca 09.10.2018 11:38
    Highlight Highlight Amerika hat identisches Problem mit Südamerika. Und deren Lösung ist genauso Unmenschlich wie Salvis Lösung.
    Ich erinnere nur an die Zeit in der Schweiz, wo Familien ohne Arbeit die Fahrt nach USA bezahlt wurden, damit sie der Gemeinschaft nicht länger zur Last fallen.
    40 37 Melden
  • Raphael Conca 09.10.2018 11:38
    Highlight Highlight So lange 10% der Schweizer 90% der Kapital/Vermögen Horten, welche über Generationen durch die begünstigende (Wirtschafts-) Politik gewonnen wurde, sollte in der Schweiz niemand unter Armut leben oder wegen Arbeitslosigkeit soziale geächtet werden.
    Auch ich finde, dass in den Ländern, wo die Migration stattfindet, an einer Lösung gearbeitet werden soll, damit die Menschen erst gar nicht migrieren müssen. Z.B. durch die Einstellung des Ressourcendiebstahls und Reparatur des verursachten Schadens.
    47 41 Melden
    • _helmet 10.10.2018 04:50
      Highlight Highlight Solange wir hier so massiv reicher sind, werden die Menschen hierher kommen und ihr Glück versuchen, wie wir Schweizer das vor 150 Jahren selber auch gemacht haben.
      Zudem wirds immer mehr Klimaflüchtlinge geben. Ist vielleicht ein wenig die Quittung für den Kolonialismus.
      5 4 Melden
  • Raphael Conca 09.10.2018 11:37
    Highlight Highlight Die Flüchtlinge oder Migration allgemein nach Europa ist letztlich die Folge des Imperialismus vergangenen Jahrzehnten.
    Wo Europa‘s Wirtschaftswachstum primär an der Ausbeutung von Ressourcen und Förderung von Diktatur oder wohlgesinnte Politiker (offene Hand) in diesen Ländern realisierbar war. Heute, wo fast alle Arbeitertätikeiten auch exportiert wurden und die Digitalisierung den Rest arbeitslos machen wird, wehrt man sich gegen die Migration. Verständlich, aber nicht menschlich.
    34 52 Melden
    • Freddy Gügger 09.10.2018 14:16
      Highlight Highlight Nicht wirklich. DienUNO, EU und andere Institutionen haben seit Jahren unzählige Milliarden in Afrika gesteckt. Das Problem ist die Misswirtschaft. Afrika packt es einfach nicht. Imperialismus hin oder her, das ist die Realität.
      57 56 Melden
  • Angelo C. 09.10.2018 11:14
    Highlight Highlight Dieser Mann bläht sich politisch immer mehr auf und gebärdet sich schon lange als verdünnter Bundesrat, versucht sich an allen Ecken und Enden zu profilieren 🙄.

    Bleibt zu hoffen, dass der BR diese Schnapsidee, sich in Spielchen zu verstricken welche auch die EU nicht mehr mitträgt (da die Kooperation mit Schleppern als erwiesen gilt), klar verwirft, oder das Parlament sich der Sache annimmt.

    Anlanden könnten diese Schiffe eh nur - und auch das wohl nur noch für begrenzte Zeit - in Spanien, dies solange, bis auch dort die Bürger sauer werden, weil die Migranten nicht verteilt werden können.
    151 171 Melden
    • Daniel Caduff 09.10.2018 12:34
      Highlight Highlight In einem Rechtsstaat gilt die Unschuldvermutung, bis die Schuld erwiesen ist. Weder bei der Lifeline, noch bei der Aquarius oder einem der anderen Rettungschiffe wurde bisher auch nur eine einzige rechtsgültige Verurteilung erzielt. Dieses "Die Kooperation mit Schleppern als erwiesen gilt" gilt für Wähler der Lega, des Front National, der SVP, AFD, FPÖ etc, aber nicht mal für die Gerichte in diesen Ländern und geschweige denn für unabhängige Beobachter. Leute wie Carla Del Ponte oder Dick Marty sind jetzt auch nicht unbedingt irgendwelche juristischen Leichtgewichte.

      https://bit.ly/2CyMnUb
      81 79 Melden
    • P.Rediger 09.10.2018 12:46
      Highlight Highlight Kooperation mit Schleppern ist erwiesen? Quellen bitte!
      66 64 Melden
    • aglio e olio 09.10.2018 12:58
      Highlight Highlight Was wäre dein Lösungsvorschlag um die Menschen vor dem Tod zu retten?
      57 53 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • dany1991 09.10.2018 11:08
    Highlight Highlight Dort haben wir es, die grösste Schwäche der Menschheit ist der Egoismus. Solange wir dort nicht dran arbeiten, bleiben wir alle gleich.
    29 55 Melden
  • Fruchtzwerg 09.10.2018 10:54
    Highlight Highlight Bravo! Ein bürgerlicher Politiker mit einem Funken Anstand und Moral - dachte nicht, dass ich das noch Erlebe!
    81 111 Melden
  • fräulein sarahs gespür für den Islam 09.10.2018 10:50
    Highlight Highlight Es scheint, als wäre Fluri, nach seinem Coup mit der MEI, nun vollends aus der Schiene gesprungen.
    119 78 Melden
  • Beaudin 09.10.2018 10:49
    Highlight Highlight Fluri sollte besser die Schlepper bekämpfen.
    Er soll bei sich zu Hause Flüchtlinge aufnehmen.
    Es ist immer einfach mit Geld das einem nicht gehört auszugeben.
    Fluri ist einer davon, Geld im Ausland verteilen und für die AHV ist kein Geld vorhanden.

    98 123 Melden
    • ChrissieBoyWrap 09.10.2018 11:06
      Highlight Highlight So kann nur jemand kommentieren der das Umlageverfahren der AHV nicht kennt
      79 59 Melden
    • vescovo 09.10.2018 11:15
      Highlight Highlight Wenn man die Flüchtlinge (meist junge Menschen) sinnvoll in den Arbeitsmarkt integriert, dann können die durchaus helfen, die AHV zu sanieren.
      41 47 Melden
    • Beaudin 09.10.2018 12:06
      Highlight Highlight Ich kenne vielleicht unser AHV System besser als Sie.
      Oder hätten Sie noch Platz um Flüchtlinge aufzunehmen.
      37 46 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fastlane 09.10.2018 10:45
    Highlight Highlight Der Typ ist eine Schande für die FDP.
    103 124 Melden
    • kettcar #lina4weindoch 09.10.2018 11:34
      Highlight Highlight Fastlane, haben sie wohl recht. Gewissen und FDP passen einfach nicht zusammen. Der soll sich mal brav wieder für Waffenexporte einsetzen.
      47 23 Melden
    • ovialop 09.10.2018 12:09
      Highlight Highlight ...oder Sie sind eine für die Schweiz!
      37 19 Melden
    • aglio e olio 09.10.2018 13:09
      Highlight Highlight Fastlane, wieso eine Schande für die FDP? Die Partei die sich die Freiheit auf die Fahnen geschrieben hat. Die Freiheit aller...
      20 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beaudin 09.10.2018 10:43
    Highlight Highlight Fluri ist zwar Mitglied der FDP, aber eigentlich ist er ein linker.
    80 75 Melden
    • happygoalone 09.10.2018 11:29
      Highlight Highlight Gut so, wenn Bürgerliche zusehends gegen die Mitte kippen. Rechts löst keine Probleme, sondern bewirtschaftet sie nur. Auf und hinterher dem Herrn Fluri!
      44 44 Melden
    • häxxebäse 09.10.2018 11:54
      Highlight Highlight Dann hast Du damit bestätigt: links ist für die menschen - rechts gegen ebendiese.

      Kann es nicht einfach sein, dass ermenschlich ist?

      Auch ich weiss nicht, wie man die ganze flüchtlingspolitik lösen soll.
      Lässt man die leute rein, dann stärkt dies die rechten parteien. Lässt man die leute ertrinken, dann ist dies höchst unmenschlich! Wir kümmern um mehr um hauskatzen wie um menschen, das ist sehr traurig. Wir sollten weder hauskatzen noch menschen im stich lassen.
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    • Pisti 09.10.2018 13:21
      Highlight Highlight Doch rechts löst eben genau die Probleme! Seit Salvini das Sagen hat, werden die illegalen Migranten immer weniger in Italien.
      25 29 Melden
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  • Daniel Caduff 09.10.2018 10:32
    Highlight Highlight Kurt Fluri 4 Bundesrat!
    228 334 Melden
    • Devante 09.10.2018 15:12
      Highlight Highlight 1000x lieber als KKS
      6 12 Melden
    • let,s go 09.10.2018 21:57
      Highlight Highlight Kommt nicht in Frage!
      6 2 Melden
  • w'ever 09.10.2018 10:29
    Highlight Highlight Ihr dürft gerne und jederzeit Flüchtlinge bei euch aufnehmen und für sie bürgen, wenn ihr wollt
    355 315 Melden
    • Daniel Caduff 09.10.2018 10:39
      Highlight Highlight Nein, dürfen wir nicht. Eine rechte Parlamentsmehrheit verbietet das.
      112 52 Melden
    • Vergugt 09.10.2018 10:48
      Highlight Highlight Nö, darf man nicht, bzw. ist saumäßig kompliziert.
      71 35 Melden
    • Butschina 09.10.2018 10:51
      Highlight Highlight Würde ich, wenn ich Platz hätte. Umziehen ist nicht möglich. Als Person, die bei der Haushaltsführung hilfe benötigt, wäre dies sogar eine winwin Situation. Als IV und EL Bezügerin kann ich dies finanziell leider nicht stemmen.
      41 41 Melden
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  • nimmersatt 09.10.2018 10:25
    Highlight Highlight Es gibt sie noch die wahrhaft liberalen! Es ist bloss zu hoffen dass sich Fluri auch angemessen gegen eine der zentralen Ursachen der Flucht einsetzt, den internationalen Steuerwettbewerb. Diese assoziale Praxis, die auf nationaler Ebene hauptsächlich von seiner Partei und den bürgerlichen Seilschaften ad absurdum getrieben wurde und wird.
    63 33 Melden
    • Sidiabdelassar 09.10.2018 12:08
      Highlight Highlight Oder er könnte seinen rechten Freunden des Waffenexports mal ins Gewissen reden.
      30 12 Melden
    • Antidope 10.10.2018 08:20
      Highlight Highlight Hmm ich glaube mich zu erinnern das Fluri in diesen Bereichen eher ein Pragmatiker ist.
      0 0 Melden
  • Invictus 09.10.2018 10:22
    Highlight Highlight Mutig und richtig, was Kurt Fluri hier sagt! Wenn es um Menschenleben geht, darf es keine Parteigrenzen geben!
    81 55 Melden
  • grünezecke #fcksvpafd 09.10.2018 10:16
    Highlight Highlight ich hoffe sehr die schweizer Fahne wird in naher Zukunft an den Masten der Rettungsschiffe im Wind wehen.
    Denn eigentlich ist es ganz logisch, als neutraler Staat mit humanitärer Tradition müssen diese Schiffe unter CH Flagge fahren.
    Und trotz FDP, es braucht mehr Kurt Fluris und weniger Populisten
    81 78 Melden
  • Else 09.10.2018 10:08
    Highlight Highlight Bes braucht mehr Kurt Fluris in dieser Welt!
    300 366 Melden
    • Dr no 09.10.2018 13:13
      Highlight Highlight wer ist Bes ?
      6 13 Melden
    • demokrit 09.10.2018 13:35
      Highlight Highlight Nein weniger. Fluri ist der grösste VR- und Mandate-Sammler im ganzen Parlament. Von der Umsetzung von Volksabstimmungen hält er auch nichts.
      24 17 Melden
    • Freddy Gügger 09.10.2018 16:53
      Highlight Highlight Und dann? Ganz Afrika in Europa aufnehmen oder was nöchst du mit mehr Kurt Fluris erreichen?
      7 4 Melden
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