Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Aus aktuellem Anlass: Muslimin über Terror

«Warum soll ich mich von etwas distanzieren, das jeder Faser meines Seins aufs Tiefste zuwider ist?»

Watson möchte der jungen Ostschweizer Muslimin Dahbia Boukadoum eine Plattform geben. In ihrem Kommentar schreibt sie über ihre ganz persönliche Sicht auf den sogenannten Islamismus und über die «Ohnmacht», die sie dabei fühlt.



dahbia boukadoum, Gastautorin

Ohnmacht. Nur so lässt sich beschreiben, was in mir vorgeht, wenn ich die Nachrichten sehe, wenn ich Zeitung lese oder Gesprächen im Zug lausche. Ich bin ohne Macht, machtlos gegenüber den unglaublichen Dingen, die passieren. Machtlos, zu verhindern, dass ein Wahnsinniger Menschen gefangen nimmt und tötet. Ich habe nicht die Macht oder Kraft zu verstehen, warum jemand Kinder tötet, die reinsten Wesen, die es gibt. Unschuldige Kinder, die noch nicht einmal verstehen, was Religion ist. 

Ich habe kein Verständnis für Menschen, die ohne Gefühl, ohne Gewissen andere Menschen umbringen, foltern, einsperren, ihrer Freiheit berauben. Keinerlei Verständnis dafür, dass sie Kinder ihrer Mutter berauben, Kinder ihres Vaters, Eltern ihrer Kinder. Ich verstehe nicht, was im Kopf dieser Menschen vor sich geht, ich sehe nicht, was sie sehen, ich lebe nicht, was sie leben und ich werde es niemals tun. 

Über Dahbia Boukadoum

Dahbia Boukadoum ist 22-jährig und wohnt in der Rheintaler Gemeinde Grabs SG. Sie ist angehende Primarlehrerin und arbeitet in einem Wohn- und Beschäftigungsheim für Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen. Vor drei Jahren gründete sie einen Verein, der sich für Menschen in der Dritten Welt einsetzt.

Ich weigere mich, diesen Menschen zuzugestehen, dass sie etwas mit mir gemein haben. Denn sie haben nichts mit mir gemein. Sie beschmutzen den Namen von über einer Milliarde Menschen, die zwar die gleiche Religion, aber nicht das gleiche Gedankengut haben wie sie. Sie beschmutzen den Namen der Religion, die mich lehrte, in jedem Menschen das Gute zu sehen. Den Namen der Religion, die mir gebietet, gerecht zu handeln, ältere Menschen zu respektieren, immer die beste Version von mir selber zu sein und mehr an andere zu denken, als an mich. Ich fühle mich machtlos gegenüber diesen Menschen, die versuchen, mir etwas madig zu machen was ich liebe und lebe. 

Ich bin machtlos, habe keine Macht, zu verhindern, dass es böse und widerwärtige Menschen auf der Welt gibt. 

«Ich habe nicht die Macht, zu verhindern, dass diese Menschen sich Muslime nennen. »

#goodnews

Hast du einen guten Kommentar, einen guten Blogbeitrag oder eine gute Analyse gefunden? Wir bringen das Beste der Anderen. Wir freuen uns über jeden Input via redaktion@watson.ch.

Muslimin zu sein heisst für mich, dann gut zu sein, wenn ich nicht gut sein will. Muslimin zu sein heisst, stets das Gute zu suchen und das Schlechte zu meiden. Muslimin zu sein, heisst meine Mitmenschen zu lieben, unabhängig von ihrer Rasse oder Religion. Es bedeutet für mich, Menschen zu helfen, wann immer ich kann. Mich dankbar zu zeigen, für das was ich habe und es ohne zu zögern mit anderen zu teilen. 

Ich schäme mich nicht Muslimin zu sein, denn das ist, was ich sein will, was mich zu dem macht, was ich bin. Ich wünsche mir, dass die Menschen in meiner Heimat, der Schweiz, nicht von mir verlangen, mich von dem zu distanzieren, zu dem ich mich nie bekannt habe. Warum soll ich mich von etwas distanzieren, das jeder Faser meines Seins aufs Tiefste zuwider ist? 

Sollen sich Schweizer Muslime vom IS distanzieren?

Was halten Sie von Pegida?

Weitere Reaktionen von Musliminnen

abspielen

Die deutsche Moderatorin Enissa Amani bei «Markus Lanz» zur Frage, ob sie sich vom ISIS distanzieren werde. video: zdf/youtube/aktiv gegen salafismus

abspielen

Unter dem Hashtag #NotInMyName sagten nach dem Tod des US-Journalisten Steven Sotloff tausende Muslime weltweit: «Nicht in meinem Namen!» video: youtube/active change foundation

Nach einem Userinput auf Facebook haben wir «Muslima» durch «Muslimin» ersetzt. Danke für den Input! Die Gründe dafür können hier und hier nachgelesen werden. (pma)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

39
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JJ17 09.01.2015 12:48
    Highlight Highlight Watson hat wirklich viele gute und lustige Berichte aber es ist und bleibt halt doch ein linkes "Drecksblatt", welches in keinster Weise eine andere Meinung akzepziert. Schade! Und weshalb mein letzter Kommentar nicht veröffentlicht wurde in dem ich sagte man müsse sich überlegen die Grenzen zu schliessen weiss ich auch nicht. Wohl eben deswegen weil sie nur einen "Tunnelblick" haben.
    • Keller Baron 09.01.2015 13:53
      Highlight Highlight Genau wegen so Leuten wie Ihnen wird es nie Frieden geben.. Der einzige mit Tunnelblick sind Sie hier.. Wenn Sie es für die beste Lösung halten die Grenzen zu schliessen, dann würde ich sagen Sperren Sie sich doch im Keller ein. Den stellen Sie sich mal vor es gibt so viele Muslime schon hier, da sind Sie nirgends mehr sicher.
    • JJ17 09.01.2015 23:43
      Highlight Highlight @Mr. Kr Früher hatte ich auch ein eher linkes Gedankengut, aber die Zeiten haben sich leider geändert mein Lieber...
    • Non 10.01.2015 00:26
      Highlight Highlight Wandern sie doch aus wenn sie das so toll finden. Ich will die Muslime nicht hier haben. Schon mal drüber nachgedacht das die Muslime aus einem Land vor Lebensbedingungen flüchtenn die sie hier wieder installieren wollen? Oder reicht die Denkleistung dafür nicht aus? In jedem Land auf der Erde gibt es Stress mit Muslime- ausnamslos in jeden Land in dem die Muslime zahlreicher werden. Und das liegt immer an den Einheimischen,..in JEEEDEM Land.
      Fällt Ihnen da nichts auf???
    Weitere Antworten anzeigen
  • svensson33 09.01.2015 12:28
    Highlight Highlight Vorallem ist es eine Frage der Verantwortung der Religionsprediger wie sie den Glauben und die Religion auslegen und den Leuten eintrichtern. Diese Prediger machen sich keine Gedanken über Religions oder Pressefreiheit die hier in der westlichen modernen Welt herschen sollte. Sie sind in ihrer mystischen Denkweise hunderte wenn nicht tausende von Jahren in der Vergangenheit. Man sollte diese Leute verantwortlich machen bekämpfen und bestrafen nämlich genau da wo alles beginnt. Solche Prediger dürfen ihre Religionen nicht mehr auf diese Weise verbreiten dürfen und Organisationen wie dem IS darf in den Medien auf keinen Fall eine Plattform geboten werden um ihre Gräueltaten auf der ganzen Welt zu verbreiten. Das Problem an der Wurzel packen und neutralisieren, das ist mein Statement!
    • TJ Müller 09.01.2015 13:38
      Highlight Highlight Das Problem neutralisieren? Wie ist das zu verstehen? Ich hoffe nicht auf diese Weise, wie die 7% der Muslime laut dem anderen Artikel von Watson (Toggweiler) denken...
  • Triumvir 09.01.2015 12:03
    Highlight Highlight Im bin trotzdem der Ansicht, dass sich JEDER friedliebende Muslim klar und dezitiert von solchen monstösen Terrorakten im Namen seiner Religion distanzieren muss! Denn es ist nun mal Fakt, dass Terroristen ihre verabscheuungswürdigen Taten ausschliesslich mit ihrer Religion rechtfertigen. Wer dies nicht klar verurteilt, macht sich in meinen Augen - wenn auch nur indirekt - sogar auf eine gewisse Art und Weise mitschuldig. Das sinnlose töten im Namen einer Religion (und zwar egal in Namen welcher Religion oder Weltanschauung) muss endlich aufhören! Genau deshalb ist Distanzierung unerlässlich!
    • TJ Müller 09.01.2015 13:36
      Highlight Highlight Sie haben Sich hoffendlich auch öffentlich von Breivik distanziert! Und zum Glück haben Sich auch alle christlichen Führer von Ihm distanziert. Haben Sie nicht? Na logisch, weil nur Idioten von Einzeltäter auf ganze Religionsgemeinschaften schliessen...
  • Heinz Moll (1) 09.01.2015 11:32
    Highlight Highlight Bravo!
  • Oliver M 24.12.2014 22:18
    Highlight Highlight und wenn man dann wieder diese geschichten von diesen teenagern hört, die gemäss vater in der moschee in embrach radikalisiert wurden.. da fragt man sich doch schon was das soll? wer lehrt jetzt genau was wo? thiel sagt das schon richtig: der islam braucht eine aufklärung und es ist eben nicht damit getan, dass irgend ein mädchen sagt, ihre religion verbreitet nur das gute!
    • philipp meier 25.12.2014 23:26
      Highlight Highlight nun gut (oder auch nicht;), aber ich finde, der thiel braucht eine aufklärung, so einfältig wie der den koran liest und interpretiert;)
  • Oliver M 24.12.2014 22:13
    Highlight Highlight "Muslimin zu sein, heisst meine Mitmenschen zu lieben, unabhängig von ihrer Rasse oder Religion"
    "Den Namen der Religion, die mir gebietet, gerecht zu handeln, ältere Menschen zu respektieren, immer die beste Version von mir selber zu sein und mehr an andere zu denken, als an mich."
    Nun ja, das macht sie jetzt nicht gerade sympathisch. das lehrt sie die religion wirklich? nur muslime sind lieben die mitmenschen? warum kann man die mitmenschen nicht auch ohne religion lieben? genau das ist doch das problem!
    • philipp meier 25.12.2014 23:23
      Highlight Highlight das schreibst sie nur in bezug darauf, weil viele meinen, dass der islam was ganz anderes lehren würde. in deinem nächsten kommentar kommst du ja auch gleich wieder mit diesem vorurteil. du schliesst von einem einzelfall auf die mehrheit.
      des weiteren schreibt sie von sich. sie schreibt, was der islam sie lehrt. wo behauptet sie, dass das nur mit dem islam möglich sein? wo schreibt sie, dass moslems die besseren menschen seien?
    • Oliver M 26.12.2014 01:11
      Highlight Highlight thiel hat auch nicht gesagt, dass alle muslime schlecht sind. er hat ja nur gesagt, dass der koran nur böses verbreitet. natürlich wird dann wohl in der mehrheit der moscheen bzw in muslimischen familien gute werte vermittelt. aber die zahl derer, die böse schrift und nicht eine gute neue version des korans verbreiten ist einfach zu gross. und darum geht es.
    • dnsd 09.01.2015 11:33
      Highlight Highlight ...du schliesst von einem Einzelfall auf die Mehrheit - der war gut ^^
  • Tom Garret 24.12.2014 10:02
    Highlight Highlight Naja irgendwie schiesst doch der ganze Text wie die "Distanzieren" Thematik selbst in den Medien total am Problem vorbei. Es herrscht in der Gesellschaft eine gewisse Unsicherheit gegenüber dem Islam und diese wird durch den IS und der Tatsache dass immer wieder Leute aus dem Westen sich dort anschliessen nur grösser. Und auch wenn die Frage doof ist kann man auf ein "Distanzieren sie sich vom IS?" Einfach mit "Natürlich, ich verurteile alles was diese Leute dort machen. Es hat nichts mit dem Islam zu tun". Das Problem ist, das in den Medien immer wieder Moslems zu Wort kommen die genau das nicht machen und ausweichen wie Blanco usw... Das schürt die Unsicherheit. Ich spreche mich in Diskussionen auch immer wieder gegen die IS aus, genau so wie gegen nazis oder Linksextreme. Ich sehe hier das Problem nicht, ich mache mich dadurch nicht verdächtig oder so, im Gegenteil... Und wenn die Frau im Video meint das sei alles logisch und der Rest informiere sich halt nicht, dann ist es doch um so wichtiger Klarheit zu schaffen. Und nicht um den heissen Brei herum reden mit "Ich muss mich nicht distanzieren". Wenn mich jemand fragt ob ich mich von den Kreuzzügen distanziere dann sage ich einfach ja und dass ich das scheisse finde. Wo ist das Problem? http://Genü
  • Thomas Binder 24.12.2014 07:28
    Highlight Highlight Es versteht sich von selbst, ist deshalb trivial und muss nicht 24 Stunden pro Tag von uns gefordert werden, dass wir Angehörigen der Kategorie Mensch uns von allen Unmenschen distanzieren.
  • Zeit_Genosse 23.12.2014 20:31
    Highlight Highlight Es reicht völlig ein "guter" Mensch zu sein und sich von "bösen" Menschen zu distanzieren. Dafür braucht es nicht den "Umweg" über eine Religionszugehörigkeit. Gut und Böse stehen über den Religionen, die von beidem durchdrungen sein können.
    • Wagner 24.12.2014 13:24
      Highlight Highlight Frag den Thiel wie das genau ist, mit dem Gut und Böse...!
    • _ch4kra 09.01.2015 09:44
      Highlight Highlight @Wagner Was hat Thiel überhaupt damit zu tun? Weil er den Koran angeblich gelesen habe (und zwar oberflächlich), soll er jetzt "genau" Bescheid über Gut und Böse wissen?
  • lenuschka 23.12.2014 19:18
    Highlight Highlight Liebe Dahbia, ich verstehe und unterstütze dich in deinen Gedanken total. Als ich Kind und Teenager war, war es das Schlimmste, was einem hier passieren konnte, ein "Jugo" zu sein. Mit meinem Namen - vermutlich dem ungünstigsten von allen -ic-Namen - musste ich mich immer wieder erklären, rechtfertigen. Oft hörte ich auch gut gemeinte Worte, wie "Aber du bist nicht so!", was mich nicht tröstete. Du musst dich nicht von etwas distanzieren, was du nicht bist. Du musst auch nicht das "gute Beispiel" oder "die Ausnahme" sein. Die Dinge werden sich verändern, inshallah!
    • Dahbia 23.12.2014 21:27
      Highlight Highlight Danke dir! incha'Allah wirst du recht behalten! :)
  • Jol Bear 23.12.2014 18:18
    Highlight Highlight Guter Beitrag. Jeder hier hat in seinem Bekanntenkreis, Fussballverein, Schule, Kebabladen usw. Muslime, die er nicht eine Sekunde in die Nähe von IS rücken würde. Die Erwartung, dass sich diese von Gräueltaten im Namen ihrer Religion permanent distanzieren müssten, ist völlig unsinnig. Der Kern des Problems liegt in der Verallgemeinerung, die oft in bestimmten, nicht zugegebenen hintergründigen Absichten begründet sind, z.b Fremdenfeindlichkeit. Dasselbe Muster gibt es in der Politik auch in andern Fällen. Z.b. wenn Leute, welche die Personenfreizügigkeit in Europa oder die Einheitswährung kritisieren umgehend als Populisten bezeichnet werden oder in die politische Rechte Ecke gedrängt werden.
  • Citation Needed 23.12.2014 16:25
    Highlight Highlight Auch den Videoausschnitt mit Enissa Amani gucken. Noch deutlicher kann man nicht aufzeigen, wie bescheuert diese ewige Forderung ist, Muslime hätten sich vom IS zu distanzieren.
  • Alnothur 23.12.2014 14:38
    Highlight Highlight Nicht die IS beschmutzt den Namen der Religion, die Meinungsmacher und Medien tun es, die Verallgemeinerer, die Mir-egal-die-sind-eh-alle-gleich-Leute. Das passiert übrigens überall, wo man einen übergreifenden Namen verwenden kann - Religionen, Parteien, Nationalitäten, "unsere Armee", Studenten einer Studienrichtung. Dass selbstredend nur schlechte Nachrichten Verbreitung finden, tut das Übrige. Kann auch ich als Mitglied einer Studentenverbindung und Informatikstudent übrigens ein Lied von singen. Aber schön, dass hier auch mal (wie es leider nötig zu sein scheint) eine Gegenbewegung in Schwung kommt.
  • Daylen 23.12.2014 14:12
    Highlight Highlight Starker Beitrag - auf den Punkt gebracht!
  • christianlaurin 23.12.2014 13:55
    Highlight Highlight Ja ja jeder hasst ein Kinder möderer. Ich meine es im ernst. Das Problem liegt im Zeichen setzen. Nehmen wir mal als Beispiel die Deutschen und was passiert im Dresden. Denkt jemand wirklich das die deutschen damit einverstanden sind? Der Punkt ist und das ist was die deutschen sagen, wir sind nicht dabei, und wir sind komplett dagegen. Deswegen gehen Leute auf die Strasse. Wenn jemand kein Zeichen setzt dann hört die Gewalt und der Hass nicht auf. Des wegen sage ich, ja schon verstanden und habe ich auch nicht erwartet das sie Kinder Mörder gut finden. Ich frage mich aber warum setzen Sie nicht mehr ein Zeichen das es so nicht weiter gehen kann? Und ja ich erwarte Protest Aktionen wie in Deutschland.
    • homeer94 23.12.2014 14:34
      Highlight Highlight Was in Dresden abgeht, ist wohl die grösste Frechheit! Fremdenhass vom feinsten, was die Pegida hier abliefert und dies 70 Jahre nach der Judenverfolgung. Wie können diese Leute nur reinen Gewissens gegen den Islam und für die Vertreibung der Moslems auf die Strasse gehen, nachdem was in ihrem Land vor und während dem 2. Wk passiert ist!?
      Schande den Rechtsradikalen von Pegida! Schande deinem Kommentar!
    • Citation Needed 23.12.2014 15:48
      Highlight Highlight Ist zwar nicht nötig, aber hiermit distanziere ich mich mit aller Form von PEGIDA.
    • Citation Needed 23.12.2014 16:16
      Highlight Highlight PS: Du meinst wohl Kinderschänder, nicht Kindermörder, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • MsIves 23.12.2014 13:39
    Highlight Highlight Klar haben wir keine Macht über andere Menschen und deren Entscheidungen. Jedoch ists ein Schritt in die richtige Richtung wenn man jeden Tag aufs neue bei sich selbst anfängt..
  • Angelika 23.12.2014 13:23
    Highlight Highlight Ich finde die Beschreibung des Islam, den Dahbia lebt, ähnelt der Überzeugung jedes guten Menschen. Ob man das mit Religion oder etwas anderem erreicht, spielt ja eigentlich keine Rolle. Jedem das Seine. Die ursprüngliche Aussage aller Religionen ist doch eigentlich nur, so gut wie möglich zu leben. Und was gut ist, das hängt dann mehr von der Zeit in der wir leben ab, als von jahrtausendealten Büchern. Dass dann der IS nicht "gut" ist, denn wie könnte massakrieren und Hass schüren gut sein, versteht sich von selbst. Eigentlich könnte sich JEDER gute Mensch von diesen bösen distanzieren.
    • jamaika 23.12.2014 14:31
      Highlight Highlight Kann ich mich nur anschliessen.
    • Angelika 24.12.2014 08:28
      Highlight Highlight @SeKu: So gut wie möglich bezieht sich auf die Gottgefälligkeit. Also so zu leben, wie Gott das wünscht. Und egal, was sich die Leute unter "gerecht" vorgestellt haben, es ging doch darum, in Gottes Namen gerecht zu sein. Wie ich schreibe, heisst "gut" nicht zu jeder Zeit das gleiche. Und das sollten Religionen auch leisten können: Sich den Zeiten anzupassen. Sonst verschwinden sie (hoffentlich).
      Ich kann Ihnen keine ganze Abhandlung anbieten. Das ist einfach meine Meinung: Ich bin froh über jeden Menschen, der etwas findet, das ihn glauben lässt, dass es sich lohnt, ein guter Mensch zu sein.
  • Kian 23.12.2014 13:05
    Highlight Highlight Danke Dahbia! Das Problem fängt schon mit dem Wort «sich distanzieren» an, weil es Nähe impliziert. So wird jeder Muslim in die Nähe des IS gerückt, was eine ungeheuerliche Frechheit ist.
    • smoe 23.12.2014 20:12
      Highlight Highlight Ich finde man sollte unterscheiden zwischen Gläubigen und jenen, die die Religion predigen. Letztere nehmen sich das Recht heraus, das vermeintliche Wort Gottes interpretieren und für andere auslegen zu können/dürfen. Deshalb kann man von ihnen auch erwarten, dass sie sich äussern, wenn Andere dieselben Texte (oder Variationen davon) anders interpretieren.

      Mir ist bewusst, dass Hunderte muslimische Geistliche und praktische alle relevanten Vereine weltweit genau das getan haben. Mir geht es auch nicht um den Islam im speziellen, sondern um Meinungsführer und -vertreter generell. Ob religiös oder nicht.
  • Babalu 23.12.2014 12:43
    Highlight Highlight Danke Watson für den wunderbaren Beitrag!

Franziskus im Vatikan – oder der «letzte Aufschrei einer sterbenden Religionsdiktatur»

Der Vatikan bestimmt, dass in Zukunft ausschliesslich geweihte Geistliche Pfarrgemeinden leiten dürfen. Für viele Pfarreien ist dies ein Desaster.

Wie wurde er gefeiert, als er den katholischen Thron bestieg: Die Kirche jubelte, als Papst Franziskus das Pontifikat 2013 übernahm. Als Papst der Armen, wurde er gefeiert. Bescheiden, unkonventionell, volksnah. Einer, der den hedonistischen Vatikan aufmischen und einen neuen Stil in die Kirche bringen werde.

Und heute?

Die Bilanz ist alles andere als berauschend. Der argentinische Papst erweist sich als konservativ und in religiösen und theologischen Fragen mehr als traditionell. Von Aufbruch …

Artikel lesen
Link zum Artikel