Schweiz
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Nach Angriff mit Sackmesser: ­Brasilianer muss das Land verlassen

Anders als das Bezirksgericht Baden sieht das Aargauer Obergericht keinen schweren Härtefall für den 29-Jährigen.

Andreas Fahrländer / ch media



ZUR VICTORINOX STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL VON DER PRODUKTION ZUR VERFUEGUNG --- An employee resharpens a pocket knife after mending it, pictured at the Victorinox factory in Ibach, Canton of Schwyz, Switzerland, on July 10, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das Sackmesser, mit dem er zuvor die Würste am Grill einritzte, rammte der Täter seinem Opfer in die Schulter und in den Bauch Bild: KEYSTONE

Es begann mit einem harmlosen Fest im Skatepark beim Shoppi Spreitenbach. Im Sommer 2017 lud die «Skate Organisation Spreitenbach» zu einem Abend mit Wurst, Bier und geselligem Beisammensein. Gesellig blieb das Fest aber nicht: Nach Mitternacht kam es zu einem Streit, der rasch eskalierte. Der damals 26-jährige James (Namen geändert) wurde von seinem Bekannten Daniel mündlich und körperlich angegriffen und zu Boden geworfen.

Als andere Festbesucher die Streithähne trennten, stach der Beschuldigte James zu: Das Sackmesser, mit dem er zuvor die Würste am Grill einritzte, rammte er Daniel in die Schulter und in den Bauch. So rekonstruierte die Staatsanwaltschaft den Vorfall nach der Tat. Mit viel Glück trug Daniel keine bleibenden Verletzungen davon.

Das Aargauer Obergericht verurteilt James, der als Zwölfjähriger mit seiner Mutter aus Brasilien in die Region Baden kam, nun zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren und zu einem anschliessenden Landesverweis für die Dauer von zehn Jahren. Das geht aus dem schriftlichen Urteil hervor, das dieser Zeitung vorliegt. Das Obergericht verschärft damit das erstinstanzliche Urteil des Badener Bezirksgerichts deutlich – und folgt den Forderungen der Staatsanwaltschaft.

«Wissentlich und ­willentlich zugestochen»

Staatsanwalt Marc Dellsperger hatte schon bei der Verhandlung vor dem Bezirksgericht im Januar eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb ­Jahren samt Landesverweis gefordert, wegen versuchter schwerer Körperverletzung. Der Beschuldigte habe «wissentlich und willentlich gezielt in den Bauch und die linke Schulter» des Gegners gestochen.

Vor dem Badener Strafgericht machte James im Januar einen reumütigen Eindruck. Der zierliche junge Mann wirkte dabei alles andere als aggressiv. Seine Tat gab er zu. Sein Motiv, warum er mit dem Sackmesser zugestochen habe, konnte er aber nicht erklären. Was selbst seine amtliche Verteidigerin festhielt: James war zum Tatzeitpunkt «stockbesoffen». Sein Gegner Daniel sei hingegen als Provokateur bekannt, der früher der rechten Szene angehörte.

Das Badener Gericht sprach James schuldig und verurteilte ihn zu zwei Jahren bedingter Freiheitsstrafe und einer Busse von 1000 Franken. Von einer Landesverweisung sah es aber ab. Das Gericht begründete das damit, dass es für James ein persönlicher Härtefall gewesen wäre. Er sei grösstenteils in der Schweiz aufgewachsen, spreche fliessend Schweizerdeutsch, habe hier sein soziales Netz und sei gut integriert.

Zwingender Landesverweis bei schweren Straftaten

Seit der Umsetzung der Ausschaffungsinitiative müssen straffällige Ausländer bei sogenannten Katalogtaten (wie etwa schwerer Körperverletzung oder Tötung) zwingend des Landes verwiesen werden. Das Gericht kann davon absehen, wenn dies einen schweren persönlichen Härtefall bewirken würde. Anders als das Bezirksgericht erkannte die Strafkammer des Obergerichts unter dem Vorsitz von Oberrichter Jann Six nun keinen Härtefall mehr.

Pikantes Detail: SVP-Richter Six sorgte in den Medien schon mehrfach für Aufmerksamkeit als «harter» Richter. Er führte als Präsident der strafrechtlichen Abteilung am Obergericht unter anderem die Berufungsverfahren gegen Daniel H., den Mörder von Lucie Trezzini, und auch gegen Thomas N., den Vierfachmörder von Rupperswil. Im vorliegenden Fall kam das Obergericht zum Schluss, dass das Urteil des Bezirksgerichts Baden in Anbetracht der Gesamtumstände als unangemessen mild erscheine.

Von einem Härtefall könne man nicht sprechen: Abgesehen von seiner Mutter und seinem Stiefvater habe James in der Schweiz keine Verwandten. Der Vater und weitere Verwandte würden in Brasilien leben, James spreche seine portugiesische Muttersprache gut. Sein übriges soziales Netzwerk in einem Fussballverein und in einem Thaibox-Club sei nicht besonders stark, stellt das Obergericht zudem fest.

Und: «Ohne ersichtlichen Grund ist er seit einigen Jahren nur sporadisch arbeitstätig, hat Schulden angehäuft und treibt scheinbar ziellos vor sich hin, weshalb die wirtschaftliche Integration höchst zweifelhaft erscheint.» Von James gehe eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung aus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es kann vor Bundesgericht angefochten werden.

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Guten Tag 23.11.2019 19:49
    Highlight Highlight Was ist denn hier los? Eine no Borders Troll Armee in bewegung?
  • Exodus 23.11.2019 19:10
    Highlight Highlight Wäre der Richter ein anderer Richter gewesen, hätte der Richter sehr wahrscheinlich anders entschieden.
  • Turi 23.11.2019 17:16
    Highlight Highlight Nun spielt plötzlich die politische Einstellung eine Rolle, ob eine Messerstecherei als gut oder als schlecht gelten soll... Mir wird übel.
  • felixJongleur 23.11.2019 13:19
    Highlight Highlight Viel Solidarität mit einem Messerstecher hier drin, wow.
    • FITO 23.11.2019 13:46
      Highlight Highlight Braune Hetze funktioniert halt nicht überall.
      Vielleicht sollte man sich doch vorher über die Rechtslage informieren bevor man vorschnell urteilt.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Notwehr_(Schweiz)#Notwehr
    • Bobo B. 23.11.2019 15:15
      Highlight Highlight Normale und alltägliche Doppelmoral aus einer ganz bestimmten Ecke..
    • Guten Tag 23.11.2019 16:49
      Highlight Highlight Ja wirklich. Scheint ein ganze Trollarmee der No Border Fraktion geweckt zu haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Barracuda 23.11.2019 13:08
    Highlight Highlight Wahrscheinlich muss man sich hier noch entschuldigen, wenn man keine Menschen im Umfeld haben möchte, die wegen ein paar Bier zum potentiellen Mörder werden. Als jemand, der noch nie eine Partei im rechten Spektrum gewählt hat, habe ich null Verständnis für solche Individuen. Das grösste Problem eines übertriebenen Täterschutz ist, dass man damit den Rechten in die Hände spielt. Schließlich sind es genau diese Kriminellen, die zu Unrecht die ehrlichen und vorbildlichen Migranten in ein schlechtes Bild rücken, die dann mit Vorurteilen zu kämpfen haben.
    • FITO 23.11.2019 13:53
      Highlight Highlight Vielleicht sollte man sich im Gegensatz zu diesem Richter doch vorher über die Rechtslage informieren bevor man vorschnell urteilt.
      Es ist hier davon auszugehen dass er aus Notwehr und im Affekt gehandelt hat.
      Und dies ist im StGB Art. 15-16 eindeutig geregelt.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Notwehr_(Schweiz)#Notwehr
    • DartVaidder 23.11.2019 14:49
      Highlight Highlight Perfekt geschrieben Barracuda!
      Wäre interessant zu sehen, wie diejenigen, welche das Urteil als zu hart empfinden, urteilen würden, wenn sie oder nahe Verwandte durch diese Messerstiche verletzt worden wären.
  • DieFeuerlilie 23.11.2019 11:52
    Highlight Highlight Er kam mit 12 in die Schweiz und hat hier seine ganze Jugend verbracht, 17 Jahre.
    Wo also ist wohl sein Lebensmittelpunkt? Ganz egal, wo seine Verwandten leben..
    Er kam als Kind in die Schweiz und erst danach bildete er sich sein soziales Netzwerk.

    Dass er mit einem Sackmesser auf jemanden losging, war definitiv falsch, und das scheint ihm ja auch klar zu sein.
    Ihn deshalb aber auszuweisen, erscheint mir massiv übertrieben.

    Und Spekulationen über seine wirtschaftliche Integrierbarkeit ins Urteil einzubeziehen ist komplett deplatziert. Und zynisch.
    Aber werbewirksam für rechte Hetze..
  • adam gretener 23.11.2019 11:26
    Highlight Highlight Wenn das kein Härtefall, weiss ich auch nicht.

    Und hier Infos über den Oberrichter, Jann Sax.

    https://www.blick.ch/news/schweiz/jann-six-leitet-neu-den-fall-thomas-n-neuer-rupperswil-richter-ist-gnadenlos-teuer-id15053335.html
    • adam gretener 23.11.2019 12:54
      Highlight Highlight Alle grossen Fälle von ihm wurden spätestens vom Bundesgericht widerrufen.
  • FITO 23.11.2019 11:09
    Highlight Highlight Dieses Urteil freut natürlich die Hetzer aus der braunen Blase.
    Für mich sieht dies eher nach Notwehr aus, wenn er angegriffen wurde.
    Aber für den svp-Richter müsste sich ja jeder, der durch einen Schweizer provoziert und tätlich angegriffen wird, auch noch dafür bedanken.
    • Pr0di 23.11.2019 11:32
      Highlight Highlight Im Artikel steht kein Wort davon, dass der Brasilianer angegriffen wurde, es ist nur von Provokation die Rede. Wenn er wirklich nur provoziert wurde, darf er keinesfalls zustechen. Hätte ein Schweizer zugestochen, der von einem Ausländer provoziert wurde, würde er vermutlich als Nazi-Messerstecher o.Ä. durch die Medien gezogen...
    • FITO 23.11.2019 12:52
      Highlight Highlight Wer lesen kann ist hier eindeutig im Vorteil.

      "Der damals 26-jährige James (Namen geändert) wurde von seinem Bekannten Daniel mündlich und körperlich angegriffen und zu Boden geworfen."
    • Amateurschreiber 23.11.2019 14:30
      Highlight Highlight Der Notwehr sind aber enge Grenzen gesetzt.
      Bei einem Raubversuch kriegte ein Bekannter auch ein Messerstich in die linke Schulter. Er ging zum Gegenangriff über und verletzte den Täter schwer.
      Vor Gericht wurde er dann wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Wie er meint, "weil man dem anderen mehr geglaubt hat". Der "Räuber" hat nämlich den Spiess umgedreht und behauptet er sei der Angegriffene.
      Nach den Schilderungen glaube ich aber eher, dass die Verurteileung darum zustande kam, weil das "Opfer" den "Täter" nicht einfach in Notwehr ausser Gefecht setzte sondern übelst zugerichtet hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 23.11.2019 10:34
    Highlight Highlight Wär ja ein Witz, wenn das ein Härtefall wäre - richtige Entscheidung des Gerichts.
  • Weiter denken 23.11.2019 10:21
    Highlight Highlight Wieso Landesverweis auf Zeit? Es macht doch keinen Sinn, jemanden 5 oder 10 Jahre zu verweisen. So jemand kann der Schweiz für immer gern bleiben.
    • Besserwisserin 23.11.2019 17:42
      Highlight Highlight Weil die gesetzlich vorgesehene Höchstdauer des Landesverweises 15 Jahren beträgt.
    • Weiter denken 24.11.2019 09:58
      Highlight Highlight @Besserwisserin
      Dann muss man dir Gesetze ändern und an die Realität binden.
  • Maxim R 23.11.2019 09:59
    Highlight Highlight Ein paar Jahre in den Knast? Auf jeden Fall!
    Des Landes verweissen? Spinnt ihr? Der Typ war betrunken und wurde provoziert, hat daraufhin im Affekt zugestochen. Aussderem scheint er mir doch ziemlich gut integriert. Selbstverständlich baut man in jeglichen Vereinen eine starke Bindung zu seinen Mitmenschen auf. Die 3.5 Jahre sind meiner Meinung nach gerechtfertigt, alles andere ist stupides SVP-Gehabe.
    • roger_dodger 23.11.2019 17:06
      Highlight Highlight Da stimme ich zu. Da er auch kein Wiederholungstäter ist kann man davon ausgehen dass die Rückfallgefahr nicht sehr hoch ist.
  • felixJongleur 23.11.2019 09:56
    Highlight Highlight Scheint der richtige Entscheid zu sein im Sinne unserer Gesellschaft (Sicherheit, Steuergelder wenn man seine Perspektiven anschaut bspw.).
  • Heini Hemmi 23.11.2019 09:39
    Highlight Highlight Jetzt kann er den brasilianischen Steuerzahlern auf der Tasche liegen, bevor wir wieder blechen müssen.
  • Guten Tag 23.11.2019 09:11
    Highlight Highlight Zum Schluss kann er sich ja dann immer noch an den Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wenden.
    Dieser hebt in der Regel solche Urteile auf.
    • RAZZORBACK 23.11.2019 10:26
      Highlight Highlight Ja, leider!
    • Jaklar 23.11.2019 10:48
      Highlight Highlight Das ist schon lange nicht mehr passiert. Sie sind da ein paar jahre zurückgeblieben.
    • Aurum 23.11.2019 11:37
      Highlight Highlight ja? die heben solche urteile auf?
      hast du das mal Marija Milunovic (Ausschaffung eines Schulmädchens im Februar 2017) erzählt? glaube die kennt eine andere geschichte.

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