Wegen Trockenheit: Zürichsee-Abfluss wird weiter reduziert
Wegen der anhaltenden Trockenheit sinkt der Pegel des Zürichsees immer mehr, da mehr Wasser abfliesst, als dazukommt. Dies hat auch Auswirkungen auf die Zürichsee-Fähre, die Zürichsee-Schiffe und die Seerettung.
Nun reagiert der Kanton Zürich: Er reduziert in Absprache mit den Kantonen Aargau, Schwyz und St. Gallen sowie dem Bundesamt für Umwelt BAFU den Abfluss aus dem Zürichsee von 30 auf 20 Kubikmeter pro Sekunde, heisst es in einer Medienmitteilung.
Die Massnahme soll das weitere Absinken des Seepegels infolge der Trockenheit verlangsamen und so die Einschränkungen für die Schiffe begrenzen. Zur gleichen Zeit fliesst so weniger Wasser in die Limmat. Dies hat Auswirkungen auf das Ökosystem und die Wasserkraftproduktion.
Massnahmen laufen seit Juli
Der Kanton Zürich hat den Abfluss aus dem Zürichsee schon Mitte Juli reduziert, um das Fischsterben in der Limmat zu verhindern. Nun wurde die Situation neu beurteilt. Da der Seepegel weiter gesunken ist aber gleichzeitig die Wassertemperaturen in der Limmat für kälteliebende Fischarten wie Forellen oder Äschen nicht mehr gefährlich sind, wird der Abfluss nun reduziert.
Vorgesehen ist die Massnahme vorerst für den gesamten Oktober. Danach wird die Lage neu beurteilt, auch im Hinblick auf die beginnende Laichzeit der Forellen. Grössere, länger anhaltende Regenfälle, welche den Wasserpegel wieder anheben könnten, sind derzeit nicht in Sicht.
(kek)
