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Gstaad-Palace-Chefkoch Franz hängt die Schürze an den Nagel

Der bisherige «Culinary Director» im Gstaad Palace: Franz Faeh.
Der bisherige «Culinary Director» im Gstaad Palace: Franz Faeh.Bild: Gstaad Palace

Nicht länger «Inside» Gstaad Palace: Chefkoch Franz hängt seine Schürze an den Nagel

Durch die SRF-Doku-Reihe «Inside Gstaad Palace» erlangte der sympathische Chefkoch Franz Faeh schweizweite Berühmtheit. Nun räumt der 65-Jährige seinen Posten.
12.09.2026, 16:2112.09.2026, 16:21

In manchen Luxusrestaurants heissen die obersten Kellenschwinger nicht Chefkoch, sondern Culinary Director. Im Luxushotel Gstaad Palace belegte der 65-jährige Franz Faeh zuletzt diesen Posten. Nun verabschiedet er sich in die Pension und räumt den prestigeträchtigen Platz, wie die Schweizer Illustrierte berichtet.

Als «Saanebueb durch und durch» beschreibt das Gstaad Palace seinen Culinary Director. Es muss wissen, wovon es spricht: Schliesslich absolvierte Faeh von 1978 bis 1981 im Luxushotel seine Lehre in der Küche, wo er anschliessend über 50 Jahre lang angestellt blieb. 16 GaultMillau-Punkte erkochte er sich in dieser Zeit und kreierte über 150 Gerichte.

Über seine Kochkünste hinaus berühmt wurde er schliesslich im November 2025, als das Schweizer Fernsehen Inside Gstaad Palace, eine vierteilige Dokureihe über Faehs Arbeitsplatz, veröffentlichte. Darin gewinnt er die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer mit einer nahbaren Art, die viele Köchen seines Rangs sonst nicht unbedingt zuschreiben.

«Durch einen Blick»

Menschlichkeit, Respekt und den Leuten auf Augenhöhe zu begegnen – das seien seine Prinzipien, erklärt der Jungpensionär der Illustrierten. «Das habe ich in Asien gelernt.» Hongkong, Singapur, Jakarta und Bangkok gehörten zu seinen Stationen. Er kochte unter anderem für die thailändische Königsfamilie.

epa04049595 A view of the hotel Palace (Background) in Gstaad, Switzerland, 31 January 2014. Andrea Casiraghi and his wife Tatiana Santo Domingo will celebrate a religious wedding ceremony and a celeb ...
Ein Blick auf das Hotel Palace in Gstaad.Bild: EPA/KEYSTONE

Auch für Andrea Scherz, den Besitzer des «Palace», ist der Abschied emotional. «Wir konnten allein durch einen Blick kommunizieren. Dass er jetzt geht, ist sehr emotional für mich», beschreibt Scherz die Zusammenarbeit mit Faeh. Da die beiden aus Gstaad stammen, seien sie nicht nur Arbeitskollegen, sondern auch Freunde.

In die grossen Fussstapfen tritt Faehs Stellvertreter Luca Gatti. Auch er kocht schon seit 20 Jahren in der ausgezeichnetsten Küche Gstaads und wurde dort zu einem von Faehs «Buben», wie Faeh sein Team zu nennen pflegte.

Zeit in der Bergwelt

Franz Faeh hat bereits konkrete Pläne, wie er seine Pension verbringen möchte: «In dieser Bergwelt Zeit zu verbringen, ist ein Glück», betont der 65-Jährige. Er möchte wieder Ski fahren, wieder mehr reisen – vielleicht wieder nach Asien. Seite an Seite mit Regula, seiner Jugendliebe, mit der er im Alter wieder zusammengefunden hat.

«Franz ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere, und durch die SRF-Sendung ‹Inside Gstaad Palace› wurde er in der ganzen Schweiz populär. Man sagt ja, dass man auf dem Höhepunkt abtreten soll», sagt Hotelbesitzer Scherz.

Aus diesen Gründen und weil er ganz in der Nähe des Palace wohnt und seine Kollegen jederzeit besuchen kann, findet der preisgekrönte Koch: «Es isch gnue jitz. Sayonara.» (val)

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