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1. August Liveticker: Alle Infos zum Nationalfeiertag

Die Trachtenleute aus der ganzen Schweit treffen auf dem Ruetli ein, anlaesslich der Bundesfeier auf dem Ruetli, welche im Zeichen von Kleiderwelten steht, am Samstag, 1. August 2026. (KEYSTONE/Urs Fl ...
Trachtenleute aus der ganzen Schweiz treffen zur Bundesfeier auf dem Rütli ein.Bild: keystone
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1. August in Teilen des Tessins noch nie so heiss +++ Armeechef verteidigt Patriotismus

Die Schweiz feiert die Schweiz. Hier findest du alle wichtigen Infos zum Nationalfeiertag.
01.08.2026, 13:0401.08.2026, 16:43
  • Die Schweiz feiert ihren Nationalfeiertag, den 1. August.
  • Rekordtemperaturen und ausbleibender Regen haben die Trockenheit in der Schweiz massiv verschärft. Deshalb gilt in den meisten Kantonen in Feuerwerksverbot. Hier findest du die Übersicht.
  • Reden, Videos, Fotos: Im folgenden Ticker erfährst du alles Wichtige und Unwichtige zum Nationalfeiertag. Wie feierst du? Schick uns doch deinen Input!
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16:14
Rund 80'000 Gäste brunchen auf dem Bauernhof
Der Brunch auf dem Bauernhof am 1. August erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Rund 80'000 Menschen liessen sich laut dem Schweizerischen Bauernverband dieses Jahr mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen.

283 Betriebe luden zum Brunch, wie der Bauernverband am Samstag in einer Mitteilung schrieb. Der Anlass lebe vom persönlichen Austausch und den Begegnungen zwischen Bauernfamilien und der Bevölkerung, liess sich Andrea Camadini, Projektleiterin des 1.-August-Brunchs, zitieren.

Unter den Gästen waren auch dieses Jahr mehrere Mitglieder des Bundesrats. Bundespräsident Guy Parmelin brunchte in Hildisrieden LU, Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider in Boécourt JU, Justizminister Beat Jans in Biembach BE im Emmental und Aussenminister Ignazio Cassis in Düdingen FR. (sda)

16:11
1. August in Teilen des Tessins noch nie so heiss
Auch am Nationalfeiertag purzeln wieder einige Tagesrekorde für Höchsttemperaturen in der Schweiz. Sowohl Lugano TI als auch Locarno TI vermeldeten am 1. August einen neuen Höchstwert.

In Locarno wurden 34,5 Grad gemessen, wie der Webseite des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) zu entnehmen war. Der alte Rekord lag bei 33,7 Grad und stammt aus dem Jahr 2018. 34,0 Grad zeigten die Messgeräte in Lugano an. Der alte Rekord lag hier bei 33,3 Grad aus dem Jahr 2020.

Auch im Bündnerland gab es einen neuen Tagesrekord für einen 1. August, wie es weiter hiess. 26,2 Grad waren es in Samedan. Der alte Rekord lag bei 25,9 Grad. (sda)

Für Parmelin zeigen Trachten Vielfalt und Zusammenhalt der Schweiz
Für Bundespräsident Guy Parmelin sind die lebendigen und vielfältigen Traditionen ein Fundament der Schweiz. In einer sich rasant verändernden Welt brauche es Werte, die Bestand hätten, sagte er auf dem Rütli UR.

Parmelin nahm damit auch Bezug auf die Schweizerische Trachtenvereinigung, welche vor hundert Jahren gegründet wurde und Ehrengast der diesjährigen Bundesfeier auf dem Rütli war. Tradition bleibe lebendig, wenn Menschen sie - auch im wörtlichen Sinne - tragen würden, erklärte er.



Kleidung mache sichtbar, «wer wir sind, woher wir kommen oder wozu wir uns zugehörig fühlen», sagte Parmelin. Die Schweiz kenne nicht nur viele Kleidersprachen, sondern auch Landessprachen, Regionen und Traditionen. «Diese Vielfalt trennt uns nicht.»

Nicht nur die Kleidung, auch das Rütli erzählt für Parmelin von Herkunft und Zugehörigkeit. Es erzähle, dass die Schweiz nie wegen ihrer Grösse gross gewesen sei, sondern wegen ihres Willens, das eigene Schicksal selbst zu bestimmen.

Wiese statt Palast

Das Rütli sei weder ein Palast noch eine Festung, sagte Parmelin. «Es ist eine einfache Wiese.» Sie zeige, dass in der Schweiz die Menschen im Zentrum stünden. Die Schweiz ruhe nicht auf einer Person oder Institution, sondern auf Millionen Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen würden.

Das Rütli zeige auch, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam stärker seien als allein, sagte der aus der Waadt stammende Bundespräsident. Die Schweiz sei nicht nur ein Erbe, sondern auch eine Verantwortung, die jede Generation aufs Neue übernehmen müsse. «Egal welche Kleider sie tragen. Ob Tracht, Anzug, kurze Hosen oder rote Baseball-Kappe», sagte Parmelin, und schwenkte dabei seine berühmte «Switzerland - Great Since 1291»-Mütze. (sda)
13:26
Armeechef Benedikt Roos verteidigt in Zürich den Patriotismus
Ab und zu habe er fast das Gefühl, sich für seinen Patriotismus entschuldigen zu müssen, hat Armeechef Benedikt Roos am Samstag bei der Bundesfeier in Zürich gesagt. Aber Patriotismus heisse ja nicht, dass die Schweiz besser sei als andere.

«Patriotismus bedeutet für mich, Verantwortung für die eigene Heimat zu übernehmen», sagte der Berner vor den rund 1500 Zuhörerinnen und Zuhörern in der Stadthausanlage am Zürichsee. «Und dafür müssen wir uns nicht entschuldigen, im Gegenteil.»

Die Schweiz sei nicht perfekt, das sei sie nie gewesen. «Wir diskutieren, wir streiten und wir stimmen ab, in Zürich sogar über Laubbläser.» Im Ausland würden sich die Leute fragen, weshalb wir über so etwas abstimmen würden. Aber genau deshalb funktioniere das Land.



«Die Schweiz wird jeden Tag angegriffen»

Die Welt um uns herum habe sich bekanntlich verändert, sagte er weiter. Derzeit werde die Schweiz jeden Tag angegriffen, durch Cyberangriffe, Desinformation oder durch Spionage. «Auf diese Bedrohungen müssen wir uns einstellen.» Werte wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit müssten geschützt werden. «Dies gilt nicht nur für die Armee, sondern für uns alle.»

Roos, der für seinen Auftritt in der Mittagshitze direkt aus den Ferien angereist war, verbreitete aber nicht nur militärischen Ernst. So gab er auch einen Soldaten-Witz zum Besten: «Berner sind die besten Soldaten. Stirbt ein Berner auf dem Schlachtfeld, kämpft er noch zwei Tage weiter, bis er es merkt.» (sda)
12:43
Guy Parmelin ruft zu nationalem Zusammenhalt auf
Bundespräsident Guy Parmelin hat die Schweizerinnen und Schweizer zu Zusammenhalt und Verantwortung aufgerufen, um «die Werte des Landes zu pflegen». In seiner Fernsehansprache zum 1. August betonte er am Samstag, dass es der notwendigen Anstrengung bedürfe, um Freiheit und Demokratie zu erhalten.

Der Bundesrat nutzte die Schweizerfahne und ihre Herstellung, um den Aufbau des Landes zu veranschaulichen. Die Ansprache wurde in einer Fahnenfabrik in Neudorf LU aufgezeichnet, einem Ort, der daran erinnere, dass «selbst die stärksten Symbole mit konkreter Arbeit beginnen», erklärte er.

Ihm zufolge trägt die scheinbare Einfachheit der Schweizerfahne «unschätzbare Werte» in sich: Freiheit, Neutralität, Demokratie und den Willen, über Unterschiede hinweg vereint zu bleiben.

«Die Schweiz sichert ihren Zusammenhalt von der Basis her», betonte er. Der Waadtländer verwies auf die Gemeinden, die Kantone, aber auch auf Unternehmen, Bauernhöfe oder Vereine. Seiner Meinung nach verkörpert sich dieser Zusammenhalt in Solidarität, im Respekt vor dem gegebenen Wort und in der Weitergabe von Wissen.

Er erklärte zudem, dass es keine Freiheit «ohne Verantwortung» geben könne. «Ich glaube an diese Schweiz, die es sich nicht leicht macht, an diese Schweiz, die stolz sein kann ohne Arroganz, grosszügig bleibt ohne Naivität», fuhr der Wirtschaftsminister fort. Er plädierte für eine weltoffene Schweiz, die aber «nicht auf ihre Urteilsunabhängigkeit verzichtet».

Schliesslich seien für den Bundespräsidenten Institutionen und Werte wie die direkte Demokratie oder die Neutralität keine Selbstverständlichkeit. Sie müssten gepflegt werden, «damit sie weiterhin im Wind wehen, besonders wenn die Zeiten unruhig sind».

In einer unruhigen Welt dürfe die Fahne nicht zu einem Zeichen der Abschottung werden, sondern müsse ein «Zeichen des Vertrauens» bleiben, sagte Parmelin zum Schluss. (sda)
12:42
Trachtenleute bevölkern zum 1. August das Rütli
Mehrere hundert Personen sind im Verlauf des Samstagvormittags zur Bundesfeier auf dem Rütli UR eingetroffen. Besonders viele präsentieren sich dieses Jahr in einer Tracht.

Weil die Schweizerische Trachtenvereinigung ihr hundertjähriges Jubiläum feiert, ist sie als Ehrengast zur 1.-August-Feier eingeladen worden. Schon auf dem Schiff von Brunnen SZ zum Rütli sorgten die Trachtenleute für Stimmung und tanzten zu live gespielter Ländlermusik.

Auch wenn die offiziellen Trachten eher traditionell seien, seien die Menschen, die in ihnen steckten, sehr vielfältig, sagte Anders Stokholm der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Stokholm präsidiert die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG), welche die Feier auf dem Rütli organisiert.

Die offizielle Feier findet am frühen Nachmittag statt. Festredner ist Bundespräsident Guy Parmelin. (sda)


12:41
Bundesrätin Keller-Sutter wirbt in Kradolf TG für Stabilität
Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) hat zum 1. August in Kradolf-Schönenberg TG für Stabilität, gesunde Staatsfinanzen und Konsensfindung geworben. Mit der Entstehungsgeschichte der Nationalhymne illustrierte sie augenzwinkernd die Eigenheiten der Schweizer Politik.

Stabilität sei in der aktuellen Weltlage der grösste Trumpf der Schweiz, erklärte Keller-Sutter in ihrer Ansprache am Samstagmittag in einem Festzelt vor der Mehrzweckhalle in Kradolf. Gesunde Finanzen und die tiefe Verschuldung des Landes seien die beste Krisenvorsorge, betonte die Finanzministerin. Das gelte auch in herausfordernden Zeiten von Angriffs- und Handelskriegen, wirtschaftlicher Abschottung, Alterung sowie Klimawandel.

Verlässlichkeit und Beständigkeit seien in einer Welt des beschleunigten Wandels entscheidend. Das schweizerische System mit Föderalismus und direkter Demokratie brauche zwar manchmal länger für Entscheidungen, schaffe aber Vertrauen. (sda)


12:39
Berner Stadtratspräsidentin fordert eine solidarische «Caring City»
Die Berner Stadtratspräsidentin Jelena Filipovic hat die 1.-August-Feier auf dem Bundesplatz mit einer Rede eröffnet. Sie plädierte für das Konzept einer «Caring City», in der niemand zurückgelassen wird – «weder an der Grenze noch im Quartier».

Fürsorge sei keine private Angelegenheit, sondern eine gemeinsame Aufgabe und eine Grundinfrastruktur, sagte die Stadtratspräsidentin vom Grünen Bündnis. Sie verwies dabei auf ihre eigene Biografie: Filipovic wurde in einer südserbischen Kleinstadt geboren und kam einen Tag vor ihrer Einschulung ohne Deutschkenntnisse in die Schweiz. Ihr Werdegang zeige, was möglich werde, «wenn eine Gesellschaft Türen offen hält, statt sie zu bewachen».

Filipovic erinnerte zudem an die humanitäre Tradition der Schweiz. Angesichts aktueller Flüchtlingskrisen und der Klimaerhitzung müsse diese Tradition immer wieder neu eingefordert werden. Es gelte, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Klimagerechtigkeit bedeute auch, jene Menschen zu unterstützen, die am meisten unter der Hitze litten.

Auf die höchste Bernerin folgte die Rapperin Soukey, die den Auftakt eines dichten Musikprogramms bildete. Grosse Feste waren auch etwa in Thun und Biel angesagt. Und abseits der Städte dürften sich Teile der Landesregierung unter das Festvolk mischen: Bundesrat Beat Jans war zum 1.-August-Brunch in Biembach im Emmental geladen und in Albert Röstis Agenda stand ein Heimspiel in Uetendorf. (sda)


(cst)

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Die beliebtesten Kommentare
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Remus
01.08.2026 13:19registriert Dezember 2016
"Bundespräsident Guy Parmelin hat die Schweizerinnen und Schweizer zu Zusammenhalt und Verantwortung aufgerufen, um «die Werte des Landes zu pflegen»"
Mhm....vielleicht sollten die BRs als erstes aufhören die Schweiz zu verkaufen um persönlich zu profitieren.
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«Ja, ich bin besorgt» – Feuerwehr hofft auf Feuerwerk-Vernunft am 1. August
In mehreren Ländern Europas wüten aktuell heftige Waldbrände. Der bevorstehende Nationalfeiertag macht aufgrund der Trockenheit auch dem Bündner Feuerwehrinspektor Conradin Caduff Sorgen. Im Interview mit Keystone-SDA spricht er über die aktuelle Situation in Graubünden und sagt, wie gut die Bündner Feuerwehr auf Waldbrände vorbereitet ist.
Conradin Caduff ist seit über 30 Jahren in der Feuerwehr aktiv. Seit Ende 2020 ist er Bündner Feuerwehrinspektor und Leiter Feuerwehr bei der Gebäudeversicherung Graubünden. Mit seinem Team ist er unter anderem für Planungen, Richtlinien und die Ausbildung der Feuerwehrleute zuständig. Weiter unterstützt die Feuerwehrabteilung zusammen mit den Bezirksinspektoren die Feuerwehren im Einsatz.
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