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Tamedia kündigt weiteren Stellenabbau an – bis 30 Stellen betroffen

TXGROUP STELLT DIE PRINTAUSGABE VON 20 MINUTEN PER ENDE 2025 EIN - The editorial office of the free daily newspaper 20 Minuten (English: 20 Minutes), pictured at their headquarters in the building of  ...
Ein Blick ins Tamedia-Büro and der Werdstrasse.Bild: keystone

Tamedia kündigt weiteren Stellenabbau an – 25 bis 30 Vollzeitstellen betroffen

27.01.2026, 13:0927.01.2026, 15:50

Das Medienhaus Tamedia baut weitere Stellen ab. Gemäss dem Unternehmen geht es um 25 bis 30 Vollzeitstellen. Der Schritt steht im Zusammenhang mit einer Neuorganisation.

Per 1. März würden Print- und Digitalgeschäft organisatorisch voneinander getrennt, teilte Tamedia am Dienstag mit. Künftig würden sie in eigenen Geschäftsbereichen geführt. Für die betroffenen Mitarbeitenden komme ein Sozialplan zur Anwendung.

Das Digitalgeschäft solle massiv vorangetrieben werden, schrieb das zur TX Group gehörende Medienunternehmen. Mit der Neuaufstellung reagiere man auf die veränderten Marktbedingungen und das sich wandelnde Nutzungsverhalten der Leser.

Der angekündigte Personalabbau werde vor allem in den kommerziellen Bereichen der Deutsch- und Westschweiz stattfinden, präzisierte Tamedia-Sprecher Edi Estermann auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die 2024 mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarte Beschäftigungsgarantie für Journalistinnen und Journalisten bis September 2026 halte das Medienhaus nach wie vor ein.

Die Organisation der Redaktionen bleibt laut Mitteilung unverändert. Die Kernmarken des Unternehmens seien vom Stellenabbau nicht betroffen.

Unternehmensweit sollen zudem die neuen Möglichkeiten der technologischen Entwicklung genutzt werden. Insbesondere Anwendungen der künstlichen Intelligenz würden künftig verstärkt in redaktionelle und betriebliche Prozesse integriert, um Effizienz und Qualität weiter zu steigern.

Die entsprechenden Bereiche werden zur Einheit «AI & Data» unter der Leitung von Nadia Kohler zusammengefasst. Der Bereich ist direkt Tamedia-Chefin Jessica Peppel-Schulz unterstellt.

Leeres Versprechen

Die Gewerkschaft Syndicom kritisierte den neuerlichen Stellenabbau bei Tamedia. Damit habe sich die Ankündigung eines zweijährigen Entlassungsstopps ab Ende 2024 als leeres Versprechen entpuppt, teilte Syndicom am Dienstag mit. Mit dem angekündigten Stellenabbau werde die Schwelle zur Massenentlassung knapp unterschritten.

Laut Syndicom vermutet das Personal, dass Tamedia damit das gesetzliche Konsultationsverfahren bewusst umgeht. Dass das Medienhaus dem betroffenen Personal deshalb nur einen reduzierten Sozialplan zur Verfügung stellen will, ist in den Augen der Gewerkschaft «inakzeptabel».

Besonders stossend sei der erneute Abbau vor dem Hintergrund der hohen Gewinne, welche die TX Group vergangenen Herbst an der Börse erzielt hatte. Das zeigt aus Sicht von Syndicom, «wie stark das grösste private Medienunternehmen der Schweiz auf kurzfristige Rendite ausgerichtet ist.» (pre/hkl/sda)

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