Tamedia kündigt weiteren Stellenabbau an – 25 bis 30 Vollzeitstellen betroffen
Das Medienhaus Tamedia baut weitere Stellen ab. Gemäss dem Unternehmen geht es um 25 bis 30 Vollzeitstellen. Der Schritt steht im Zusammenhang mit einer Neuorganisation.
Per 1. März würden Print- und Digitalgeschäft organisatorisch voneinander getrennt, teilte Tamedia am Dienstag mit. Künftig würden sie in eigenen Geschäftsbereichen geführt. Für die betroffenen Mitarbeitenden komme ein Sozialplan zur Anwendung.
Das Digitalgeschäft solle massiv vorangetrieben werden, schrieb das zur TX Group gehörende Medienunternehmen. Mit der Neuaufstellung reagiere man auf die veränderten Marktbedingungen und das sich wandelnde Nutzungsverhalten der Leser.
Der angekündigte Personalabbau werde vor allem in den kommerziellen Bereichen der Deutsch- und Westschweiz stattfinden, präzisierte Tamedia-Sprecher Edi Estermann auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die 2024 mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarte Beschäftigungsgarantie für Journalistinnen und Journalisten bis September 2026 halte das Medienhaus nach wie vor ein.
Die Organisation der Redaktionen bleibt laut Mitteilung unverändert. Die Kernmarken des Unternehmens seien vom Stellenabbau nicht betroffen.
Unternehmensweit sollen zudem die neuen Möglichkeiten der technologischen Entwicklung genutzt werden. Insbesondere Anwendungen der künstlichen Intelligenz würden künftig verstärkt in redaktionelle und betriebliche Prozesse integriert, um Effizienz und Qualität weiter zu steigern.
Die entsprechenden Bereiche werden zur Einheit «AI & Data» unter der Leitung von Nadia Kohler zusammengefasst. Der Bereich ist direkt Tamedia-Chefin Jessica Peppel-Schulz unterstellt. (pre/sda)
