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Polizeirapport

Telefonbetrüger erbeuten im Aargau über 140'000 Franken Bargeld – so dreist gehen sie vor

02.07.2022, 09:52

Einmal mehr sind Telefonbetrüger bei älteren Menschen erfolgreich gewesen. In drei Fällen erbeuteten die unbekannten Täter über 140'000 Franken Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Franken.

Opfer waren drei Frauen im Alter zwischen 63 und 88 Jahren, wie die Aargauer Kantonspolizei am Samstag mitteilte. Stundenlang am Telefon unter Druck gesetzt, hätten sich die drei Aargauerinnen dazu hinreissen lassen, Geld und Schmuck unbekannten Kurieren zu übergeben oder es an einem vereinbarten Ort zu hinterlegen.

Die Geschichten, welche den Opfer aufgetischt werden, sind immer dieselben: Es seien Einbrecher unterwegs, und weil das Vermögen der angerufenen Person selbst auf der Bank nicht mehr sicher sei, müsse das Geld sofort der Polizei übergeben werden. Oder noch dreister: Die Tochter liege als Folge eines Unfalls im Spital und könne wegen fehlender Versicherungsdeckung nicht behandelt werden. Um die Täuschung noch echter zu machen, ist am Telefon eine wimmernde Frau zu hören.

Allein am (gestrigen) Freitag seien 50 Meldungen über Telefonbetrugsversuche eingegangen, schreibt die Polizei. Die meisten angerufenen Menschen hätten den Schwindel auf Anhieb durchschaut. Die vom Ausland her operierenden Telefonbetrüger wären jedoch laut Polizei nicht derart aktiv, wenn die Masche nicht mehr funktionieren würde. Die Polizei geht auch von einer erheblichen Dunkelziffer aus in Form von Fällen, die etwa aus Scham gar nie angezeigt würden.

Einmal mehr warnt die Polizei: Angerufene sollten sich nie auf solche Gespräche einlassen und sie sofort beenden. Zudem sollte nie auf Forderungen eingegangen werden. Die Polizei würde niemals Geld oder Schmuck zur Aufbewahrung einfordern. Geld oder Wertsachen sollten auch nie an unbekannte Menschen übergeben oder irgendwo bereitgelegt werden. (meg/sda)

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