DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Im Zug sind Digital-Zeitungen bald gratis – doch nicht alle dürfte das freuen

Die SBB spannen mit einem deutschen Start-up zusammen: Zugreisende sollen gratis auf Magazine und Zeitungen zugreifen können. Den Kioskkonzern Valora dürfte das nicht freuen.

Benjamin Weinmann / Nordwestschweiz



Sobald die Fahrgäste den Zug betreten und auf ihrem Handy die Bluetooth-Funktion eingeschaltet haben, erhalten sie Zugriff zu allen Medientiteln auf der Bohème-App – sofern sie diese heruntergeladen haben. (Symbolbild) © Keystone

Der Zeitungslesende reist im Zuge – so zumindest die Überlegung der SBB. Denn die Bundesbahnen gehen eine Kooperation mit dem Münchner Start-up Bohème ein, wie Sprecher Daniele Pallecchi auf Anfrage bestätigt. Bohème hat eine App entwickelt, die als digitaler Presse-Kiosk funktioniert: Die Nutzer erhalten gratis Zugriff auf Zeitschriften und Zeitungen.Laut Pallecchi starten die SBB das sechs Monate dauernde Pilotprojekt «demnächst». Das genaue Startdatum will er nicht nennen. Vorerst kommen allerdings nur wenige Reisende in den Genuss des neuen Angebots, da die Züge mit sogenannten Beacon-Sendern ausgerüstet werden müssen. Diese habe man bei einem Intercity-Neigezug bereits installiert, wie der Sprecher sagt. Dieser werde voraussichtlich auf der Gotthard-Achse verkehren.

ZUR PRAESENTATION DER JAMES-STUDIE 2016 UEBER DIE MEDIENNUTZUNG BEI JUGENDLICHEN STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, DEM 9. NOVEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Jugendliche benutzen ihre Smartphones, aufgenommen am 16. Juni 2015 in der S-Bahn reisend zwischen Zuerich und Zug. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Sobald die Fahrgäste den Zug betreten und auf ihrem Handy die Bluetooth-Funktion eingeschaltet haben, erhalten sie Zugriff zu allen Medientiteln auf der Bohème-App – sofern sie diese heruntergeladen haben. Bild: KEYSTONE

Sobald die Fahrgäste den Zug betreten und auf ihrem Handy die Bluetooth-Funktion eingeschaltet haben, erhalten sie Zugriff zu allen Medientiteln auf der Bohème-App – sofern sie diese heruntergeladen haben. Welche Titel erhältlich sein werden, will Pallecchi noch nicht verraten. «Ziel ist es, ein möglichst breites Angebot an deutschen und Schweizer Titeln zu integrieren.» Verhandlungen mit verschiedenen Medienhäusern seien teilweise abgeschlossen oder noch am Laufen. Auch Inhalte der SBB sollen in die App integriert werden.

In Bayern bereits im Einsatz

Der Kioskkonzern Valora – einer der wichtigsten Detailhandelspartner der SBB – dürfte über diese Nachricht hingegen nicht besonders erfreut sein. Denn die Presseumsätze sind nach wie vor eine tragende Geschäftssäule von Valora, und die Zeitungen sind ein wichtiger Faktor für die Kundenfrequenz in den Kiosk-Filialen.

In einigen Cafés und Restaurants in München ist der Bohème-Service bereits im Einsatz, so auch in der 1. Klasse der Südostbayernbahn. Die Nutzer haben dabei Zugriff auf Tageszeitungen wie den «Münchner Merkur», die «Süddeutsche Zeitung» sowie Magazine wie «Neon» oder «Geo».

Man habe sich nicht zuletzt aus Datenschutz-Gründen für die Zusammenarbeit mit Bohème entschlossen, sagt Daniele Pallecchi. Die Münchner Firma habe alle Anforderungen der SBB erfüllt: «Es werden keine Daten der Nutzer erhoben, da die Bohème-App komplett ohne Registrierung und Nutzerkonto verwendet werden kann.»

Die App selbst soll auch im Fall eines erfolgreichen Pilotprojekts gratis bleiben. Es sei aber möglich, dass einzelne Inhalte zahlungspflichtig würden. (aargauerzeitung.ch)

SBB SwissPass

So stellt sich SBB-Präsident Gygi die Zukunft des Generalabonnements vor

Link zum Artikel

SBB verpassen Mitarbeitern einen Maulkorb zur Pannen-Karte: «Bitte äussern Sie sich nicht negativ zum SwissPass» 

Link zum Artikel

Ärger mit der SBB-Karte: SwissPass blockiert Kreditkarten und erschwert Bezahlung

Link zum Artikel

SBB-Personenverkehr-Chefin: «SwissPass ist bloss eine ‹dumme Karte›, sie kann nicht viel.»

Link zum Artikel

Tschüss blaues GA, ciao blaues Halbtax: Ab morgen gibts nur noch den roten «SwissPass» 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Luxus-Parking fürs Velo: Die SBB verlangen Geld für die besten Plätze

In Luzern, Zürich, Basel und Solothurn startet ein Pilot-Projekt: Veloparkplätze direkt am Bahnhof können per App kostenpflichtig gemietet werden. Die Kritik: Zahlreiche Gratis-Parkplätze gehen verloren.

Bei den Velo-Pendlern zählt jede Minute: Auf den Drahtesel schwingen, an den Bahnhof radeln und möglichst nah beim Perron parkieren. Die attraktiven Veloparkplätze sind jedoch knapp – einen freien Ständer zu finden wird immer schwieriger.

Am Bahnhof Luzern starten die SBB zusammen mit dem Start-up smartmo deshalb heute Dienstag ein Pilot-Projekt. Direkt vor dem Haupteingang wurden die herkömmlichen Gratis-Parkplätze weggeräumt und für das neue Parking-System Platz gemacht: Mit der App kann …

Artikel lesen
Link zum Artikel