Schweiz
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Unterricht im Blaesi-Schulhaus in Basel am Montag, 18. August 2014. Wie in fast allen Kantonen der Schweiz dauert die Primarschule neu sechs Jahre. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ein Drittel aller Lehrkräfte in der Schweiz arbeitet Teilzeit – in manchen Kantonen tut es fast die Hälfte. Bild: KEYSTONE

Grössere Klassen, aber immer kleinere Pensen – jetzt droht Lehrern ein Teilzeit-Verbot

Am Montag beginnt in mehreren Kantonen das neue Schuljahr. Tausende Kinder werden erstmals im Klassenzimmer sitzen und erwartungsfroh auf ihren Lehrer oder ihre Lehrerin blicken. Was sie nicht wissen: Die Schulen stehen an einem Wendepunkt.

11.08.18, 12:48

Yannick Nock / Schweiz am Wochenende



Ein Artikel von

Die neue Generation wird unter anderen Bedingungen unterrichtet als ihre älteren Geschwister. Grund dafür sind die steigenden Schülerzahlen. Sie werden historische Höchstwerte erreichen. Die Folge: Die durchschnittliche Klassengrösse von 19 Kindern steigt. Darin sind sich Bund, Lehrer und Experten einig.

Doch selbst Klassen von 21 Schülern werden den Anstieg nicht komplett auffangen können. Schon heute suchen die Kantone dringend neue Lehrkräfte. Der oberste Lehrer der Schweiz, Beat Zemp, warnt deshalb vor einem Lehrermangel: «Im Vergleich zu 2015 werden 2025 fast 120 000 zusätzliche Schülerinnen und Schüler in den Klassenzimmern sitzen», sagt er. «Das wird ein massiver Zuwachs.» Hinzu kommt, dass viele Pädagogen bald in Pension gehen.

Teilzeitverbot in Genf

Ein weiterer Trend verschärft die ohnehin angespannte Situation: Der Lehrerberuf ist zum Teilzeitjob geworden. Arbeiteten Primarlehrer vor 20 Jahren meistens Vollzeit, ist das längst nicht mehr der Fall. Die Erstklässler haben zwar einen Klassenlehrer oder eine Klassenlehrerin, sie sind aber nicht mehr jeden Tag an der Schule. Frauen und Männer mit kleineren Pensen füllen die Lücke.

Spitzenreiter ist der Aargau. In keinem anderen Kanton arbeiten mehr Lehrer Teilzeit. Gemäss Bildungsbericht 2018 unterrichtet fast die Hälfte der Aargauer Primarlehrerinnen und -lehrer in einem Pensum unter 50 Prozent. Auch in Luzern, Solothurn oder Bern sind die Pädagogen öfter in tiefen Pensen beschäftigt (siehe nachfolgende Tabelle).

Ganz anders im Kanton Genf. Dort arbeiten Primarlehrer fast immer Vollzeit. Das ist kein Zufall, denn die Stellen werden entweder zu 100 Prozent oder im Jobsharing (2 mal 50 Prozent) ausgeschrieben. Der Kanton hat diese Regelung durchgesetzt, um einen Lehrermangel zu verhindern. Es ist faktisch ein Teilzeitverbot.

Bild: schweiz am wochenende/pat

Nun könnte das Modell auch in anderen Regionen zum Vorbild werden. Es wäre die wohl effektivste Art, den Lehrermangel zu beheben. Denn Quereinsteiger und Studenten auszubilden, kostet viel Geld. «Würde jede Lehrkraft ihr Pensum um nur 10 Prozent erhöhen, gäbe es keinen Lehrermangel», sagt Stefan Wolter, Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung und Professor an der Universität Bern.

Es droht eine Kündigungswelle

«Wenn sich der Lehrermangel verschärft, müssen die Kantone über ein Pflichtpensum diskutieren.» Nur noch Vollzeit-Stellen anzubieten, wäre laut Wolter allerdings kontraproduktiv. Das würde eine Kündigungswelle auslösen. Ein Mindestpensum von 50 bis 60 Prozent sei allerdings vorstellbar.

«Dass immer weniger Klassen- oder Skilager durchgeführt werden, liegt auch daran, dass sich niemand mehr dafür verantwortlich fühlt.»

Rolf Dubs, Pädagoge

Das Modell hat bereits einige Befürworter. Für Rolf Dubs, renommierter Pädagoge und emeritierter Professor der Universität St. Gallen (HSG), ist die Teilzeit-Kultur ein Fehler: «Auf der Primarstufe sollten Teilzeitstellen komplett vermieden werden», sagt er. Dabei geht es nicht um Massnahmen zur Überwindung des Lehrermangels, sondern um die soziale und emotionale Beziehung der Lehrerinnen und Lehrer zu ihren Schülern.

Frauenfeindliche Regel?

«Ein gutes Verhältnis zwischen Kind und Lehrer ist entscheidend für den schulischen Erfolg», sagt er. Die Kleinen müssten spüren, dass ein Klassenlehrer ständig für sie da ist. Dieses Vertrauen sei schwierig zu vermitteln, wenn sich mehrere Lehrer eine Stelle teilen. Zudem würden auch Schulreisen und andere Aktivitäten darunter leiden. «Dass immer weniger Klassen- oder Skilager durchgeführt werden, liegt auch daran, dass sich niemand mehr dafür verantwortlich fühlt.»

«Würde man diese unflexible Regelung schweizweit einführen, dann könnten wir das Bildungssystem in der heutigen Form nicht aufrechterhalten.»

Beat Zemp, Präsident Lehrerverband

Ganz neu ist die Idee des Teilzeitverbots nicht. 2013 kündigte der Kanton Freiburg an, Kleinpensen von 20 oder 30 Prozent für Lehrer zu verbieten. Es folgte ein Aufschrei der Lehrer. Als kontraproduktiv und frauenfeindlich bezeichnete Lehrerpräsident Zemp das Vorhaben, weil vor allem Frauen als Primarlehrerinnen davon betroffen waren. Der Kanton gab wegen des öffentlichen Drucks nach. Die Situation war allerdings eine andere: Die Schülerzahlen sanken damals noch.

Zemp weist darauf hin, dass die Vollzeitpensen heute nicht immer freiwillig reduziert werden. Oft sei es der letzte Ausweg, weil die Arbeitsbelastung für Lehrpersonen deutlich gestiegen sei. Deshalb kann er dem Genfer Modell nichts abgewinnen. «Würde man diese unflexible Regelung schweizweit einführen, dann könnten wir das Bildungssystem in der heutigen Form nicht aufrechterhalten.»

Lehrerverband will mehr Männer

Rund 70 Prozent der Lehrer in der Schweiz arbeiten Teilzeit. Dass die Sonderregelung in der Westschweiz funktioniert, hat laut Zemp einen einfachen Grund: «Genf bezahlt die höchsten Löhne für Primarlehrpersonen und kann es sich daher leisten, eine solche Vorgabe zu machen.»

Der Lehrerpräsident hält deshalb andere Massnahmen für sinnvoller. Der Verband unterstützt das Vorhaben, mehr Männer für die Primarschule zu gewinnen. Der Bedarf ist gross, wie Zahlen des Bundes zeigen. So werden die Kantone Basel-Stadt, Graubünden oder Thurgau über die nächsten Jahre bis zu 20 Prozent zusätzliche Primarlehrer benötigen, wie Zahlen des Bundes zeigen. Dabei droht die Lage schon heute zu eskalieren. Ein Lehrerstreik wurde beispielsweise in Baselland kürzlich nur knapp abgewendet.

Bei der Anpassung der Pensen bleibt Zemp vorsichtig. Falls sich die Situation aber verschlechtern sollte, werde der Verband bei seinen Mitgliedern für eine Aufstockung der Pensen werben. «Aber natürlich auf freiwilliger Basis.» 

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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130Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bodicore 13.08.2018 16:26
    Highlight Von alles dummen Ideen der letzten Jahre dürfte diese hier wohl ein Podestplatz erreichen.
    2 0 Melden
  • Carlo Meyer 12.08.2018 15:34
    Highlight Die klassische Lehrperson hat längst ausgedient. Heutztage brauchts Lernbegleiter, Vertrauenslehrer, selbstorganisiertes und ressourcenorientiertes Lernen.
    Wir leben im 21. digitalisierten Jahrhundert.
    Der Bedarf an Lehrer wird automatisch massiv zurückgehen.
    1 6 Melden
  • skofmel79 11.08.2018 20:13
    Highlight Pünktlich zur baldigen lohndiskussion dieses gejammer...das hier einige mit ihren kommentaren noch mehr lohn fordern...tss...bisschen aufwand muss im job ja sein für 8mille ab 7 jahren berufserfahrung...(lohntabelle luzern). Freut euch nach den ferien wiedr arbeiten zu gehen oder kündigt und macht was anderes. Die blitze interessiert niemand, ihr wisst, dass es die wahrheit ist.
    20 68 Melden
    • Chamael 11.08.2018 23:15
      Highlight Warum sind Sie denn nicht Lehrer, wenn es ach so toll ist? Die Blitze interessiert niemanden, Sie wissen, dass es die Wahrheit ist...
      23 1 Melden
    • Bodicore 13.08.2018 16:30
      Highlight Witzig Skofmehl79 weis das Er/Sie quatsch redet und desshalb viele Blitze bekommt ;) Posten was es aber nicht vom posten abhält :)
      0 0 Melden
  • Herbert Anneler 11.08.2018 15:57
    Highlight Klein- und Kleinstpensen sind für die entsprechenden Lehrkräfte gut, für die Schule aber Horror: Gemeinsamen Anlässe wie Schulreise, Lesenacht oder sogar Landschulwoche: unmöglich (obwohl für Teambuilding enorm wichtig!). Die Teilpensenlehrerin A kann nicht dabei sein, weil Felixli in die Kita gebracht werden will, Teilmutti B muss am Dienstag die Kinder ihrer Kollegin hüten, Teilmutti C will keine einzige Überstunde machen... da kommt nichts Vernünftiges mehr zustande - ausser enormen administrativen Kosten. Genf hat das einzig richtige System!
    24 59 Melden
    • Konstruktöhr 11.08.2018 19:43
      Highlight Bei mir im Aargau hats immer funktioniert...
      21 3 Melden
    • Chamael 11.08.2018 23:16
      Highlight Bei uns in ZH funktionierts auch immer. Jahrgangsteam besteht aus 80%, 86%, 87%, 50%, 42% und einer 24%-Stelle
      9 0 Melden
  • pamayer 11.08.2018 15:57
    Highlight Arbeite als Lehrer. Spätestens Mitte Mai/anfangs Juni arbeitest gratis, da Jahresarbeitstunden abgetragen.
    Noch Fragen?!
    58 18 Melden
    • Klaus07 11.08.2018 20:16
      Highlight Und wie hoch sind die Jahresarbeitsstunden? Ein Arbeiter auf dem Bau hat eine 42h Woche bei 4 Wochen Ferien sind dies 48 x 42h = 2016h. Anfangs Juni. Hmmm. Gehen wir von 5 Monaten aus also ca. 20 Wochen, lassen wir Ferien einmal weg. Gehen wir von 6 Arbeitstagen aus. Sind dies 120 Arbeitstage. 2016h / 120 = 16.8h.
      Also um auf die Jahresarbeitsstunden eines Bauarbeiters zu kommen, müssten Sie seit Januar pro Woche an 6 Tagen arbeiten und pro Tag 16.8h Arbeiten. Nochmals meine Frage, wie hoch ist ihre Jahresarbeitszeit?
      22 11 Melden
    • tschu 11.08.2018 20:59
      Highlight @Klaus07: Jahresarbeitszeit beträgt ca. 1950h bei den Lehrpersonen. Und Lehrpersonen rechnen in Schuljahren (August bis Juli), nicht in Kalenderjahren ;-)
      Aber ja, es gibt Zeiten mit 16h-Tagen...
      19 7 Melden
    • signup.member 11.08.2018 22:43
      Highlight Jahresarbeitszeit im Lehrerberuf ist eh ein Witz. Im Gegensatz zu einem Bauarbeiter könnte ein Lehrer nicht einfach mal an einem Morgen kompensieren. Da ist noch eine Klasse. Und während Du am Abend zu Hause bist, haben viele Lehrer noch Sitzungen oder Elterngespräche. Es ist längst nicht mehr so wie viele denken.
      Ich arbeite lieber in der Privatwirtschaft flexibel mit Jahresarbeitszeit , 42 Stunden in der Woche mit 4 Wochen Ferien.
      26 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • meine senf 11.08.2018 15:57
    Highlight Warum soll Teilzeitarbeit schlecht sein? Dachte, die Ansicht aus dem letzten Jahrhundert, dass nur 100% "was Rechtes" sei, sei endlich ausgestorben.

    Wer ein kleineres Pensum und noch ein Leben ausserhalb der Arbeit hat, hat während der Arbeitszeit wohl mehr Energie als jemand der 100% arbeitet, nichts anderes mehr hat und kurz vor dem Burnout steht.

    Ausserdem kann es ja auch das Lernen unterstützen, wenn man eine Sache von verschiedenen Leuten mit unterschiedlichen Ansätzen erklärt bekommt.
    57 7 Melden
  • alhundi 11.08.2018 15:52
    Highlight S. Wolter hat mit seiner Rechnung wahrscheinlich Recht. Würden aber die Arbeitsbedingungen der Lehrerinnen und Lehrer verbessert, würden viele ein grösseres Pensum unterrichten. Würden die Bildungsmillionen in die Schulen fliessen und nicht in die nutzlose privatwirtschaftliche Qualitäts- und Zertifizierungsindustrie sowie abitiöse Hochschulkonstruktionen, wäre einiges erreicht.
    Dass S. Wolter das Problem rein betriebswirtschaftlich angehen möchte, wie es scheint, zeigt, wie jene ticken, die für den momentanen und (schlimmer!) künftigen Zustand des Bildungswesens verantwortlich sind.
    63 4 Melden
  • Renur 11.08.2018 15:44
    Highlight Ohne die flexiblen Pensen würde unser Schulsystem noch mehr kaputt gehn. Vielen ist gar nicht bewusst wie vieles eigentlich im Argen liegt, wieviel Geld sinnlos vergeudet wird, und wie sich die Bildungspolitik immer mehr von der Realität entfernt.
    Ca. 75% der Lehrpersonen sind Frauen, und Frauen bekommen Kinder, auch heute noch. Bei unseren tollen Kitaangeboten in der Schweiz, ist dies einer der wenigen Berufen, bei denen man problemlos Teilzeit arbeiten kann und so Familie und Beruf unter einen Hut bringen kann. Ausserderdem erhöhen mehrere Lehrpersonen pro Klasse die Qualität.
    54 13 Melden
    • Candy Queen 11.08.2018 17:00
      Highlight Wie kommst du auf die Idee, pauschal zu behaupten, mehrere Lehrpersonen pro Klasse würden die Qualität erhöhen? Stimmt nämlich so absolut gesagt überhaupt nicht.
      22 26 Melden
    • JackMac 11.08.2018 18:58
      Highlight Muss Candy Queen beipflichten. In der Primar sind 2 Klassenlehrer oder Lehrerinnen, plus eventuell eine Werklehrerin/Werklehrer machbar. Zu viele Aufteilungen sind für die kleinen Kinder schlecht.
      13 3 Melden
    • Candy Queen 11.08.2018 21:13
      Highlight Den stärkeren Schüler/innen schaden mehrere Lehrpersonen nicht, aber den schwächeren leider schon. A sagt dies, B sagt jenes, für schwächere schwierig einzuordnen.
      11 3 Melden
  • Mäf 11.08.2018 15:39
    Highlight Lohn rauf - Problem gelöst. Die aktuelle Situation ist hausgemacht, mit den immer verreckteren Sparideen der Kantone. Und dass jeder Kanton selber was wurstelt, ist definitiv auch nicht förderlich für die Entspannung der Situation.
    82 14 Melden
  • AlteSchachtel 11.08.2018 15:34
    Highlight Nur noch mehr sparen und denn Verwaltungsappart noch mehr aufblähen.

    Wie in Pflegeberufen haben auch die Lehrer Kompetenzen verloren, dies bei noch grösserer Verantwortung. Jeder Arbeitsschritt muss rapportiert werden. Mit den Ansprüchen von Eltern, die mitten in der Nacht per Mail das letzte Diktat kommentieren, wird es nicht einfacher.

    Man will alle Schüler auf dem gleichen Level haben, gleichzeitig soll aber jedes Kind individuell behandelt werden.... Der Druck ist für Lehrer und Schüler enorm, kaum Freiräume. Das schafft man langfristig nur in Teilzeit.



    68 9 Melden
  • Nausicaä 11.08.2018 15:33
    Highlight Dubs hat ja mMn wirklich viel sinnvolles zur modernen Pädagogik beigetragen. Aber wie begründet er seine These? Früher hat man ja auch gedacht, ein Kind braucht vor allem und ständig seine Mutter, bis man herausgefunden hat, dass die Fixierung auf nur eine Person für das Kind nicht optimal und es für das Kind sogar gut ist, wenn es mehrere Bezugspersonen hat. Warum soll das bei den LPs anders sein?
    26 5 Melden
  • Gubbe 11.08.2018 15:19
    Highlight Da scheint eine Generation herangewachsen zu sein, die Arbeitsvorgaben als Stress empfindet. Allerdings dürfen sich Gemeinden nicht wundern, wenn eine Lehrperson 80% Kinder hat, die ihn nicht versteht. Schweden wird viel als sozial angepriesen. Da aber müssen ausländische Kinder zwingend dem Unterricht folgen können. Also müssen vor Einschulung Sprachkurse belegt werden. Wieso in der CH nicht? Über alles ist das günstiger.
    39 11 Melden
  • GustiBrösmeli 11.08.2018 15:18
    Highlight Wer hier sagt, in der Bildung wird gespart, soll das Entlich beweisen. Sonst ist es einfach nur eine Lüge. Die zu oft schon Beweisen wurde. Den Gespart wurde nicht. Es wurde einfach nicht noch mehr ausgegeben. In der Bildung wird Jährlich mehr Geld ausgegeben. Die SP wollte aber noch mehr Ausgeben. Die Bildungsaugaben steigen Jedes Jahr. Sparen würde aber bedeuten, das die Erhöhung der Bildungsausgaben gestrichen wurden und sogar noch mehr abgezogen. Bildung und Sozialwesen steigen aber jedes Jahr.
    11 66 Melden
    • Doctor Unrath 11.08.2018 16:03
      Highlight Das Geld wird umverteilt. Volksschulen erhalten weniger, Fachhochschulen und Unis mehr. Dazu kommt eine Bildungsindustrie mit enorm teuren Lehrmitteln, die zwangsverordnet werden müssen, damit alle Kinder (eines Kantons) dieselbe Grundlage haben.
      37 2 Melden
    • pun 11.08.2018 16:09
      Highlight Bla bla bla, die alte Leiher der Bildungsabbauer. Wenn es 120'000 mehr Schüler/innen ggü. 2015 sind und unser Anspruch zurecht ist, uns der Chancengerechtigkeit immer mehr anzunähern, dann ist das, was viele Kantone zurzeit machen, massive Sparmassnahmen.
      26 5 Melden
    • EvilBetty 11.08.2018 17:26
      Highlight Absolut mag mehr Geld zur Verfügung stehen. Durch steigende Anforderungen und mehr Schüler steht aber unter dem Strich pro Schüler weniger Geld zur Verfügung. Hatten wir früher™ noch richtige Lesebücher, bekommen meine Kinder heute schon 100fach kopierte Fresszettel die sie in billigst Kartonmäppli sammeln müssen. Pro Schuljahr gibt es genau ein «Zeichnungs»heft mit 24 80g/m2 Papier. Wir hatten Hefte mit echtem Zeichnungspapier und war dieses voll konten wir uns einfach ein neues aus dem Schrank nehmen... etc.

      Das Geld wird vor allem in der Verwaltung verlocht.
      41 2 Melden
  • pun 11.08.2018 15:09
    Highlight Also ich habe als Mann den Lehrerberuf gewählt, weil ich so gut Teilzeit arbeiten kann (im Gegensatz zu vielen anderen Berufen mit leitendender Funktion und ähnlichem Lohn) und musste feststellen, dass ich das als Lehrer auch muss, wenn ich daneben noch soziales und kulturelles Engagement unter einen Hut bringen möchte.
    Aufgrund meinen Erfahrungen würde ich dem Hsg-Prof widersprechen. Kinder können sehr wohl differenzieren, dass Mo-Mi Frau Meier für sie da ist und Do-Fr Herr Müller. Wenn beides gute Lehrpersonen sind ist das überhaupt kein Problem.
    89 10 Melden
    • pamayer 11.08.2018 15:50
      Highlight Auch Lehrer. Lange twikzeizhgf (= sorry, Ferien Modus)
      Also: lange Teilzeitmodus gearbeitet. Ging. Gut. Sehr gut.

      Erst problematisch, wenn Stellvertretung von Stellvertretung ausfällt, da alle zusammenklappen.

      Das hängt an.

      Und wenn 2 zusammen Teilzeit arbeiten, arbeiten sie deutlich mehr als genau 50%. Kommt der Schule extrem entgegen.

      Sollten alle Orden bekommen anstatt Steine in den Weg.
      57 7 Melden
    • pun 11.08.2018 16:05
      Highlight @pamayer: Stimme dir ausnahmslos zu und verleihe dir hiermit den watson-forums-orden für einen verdienten Lehrer (Symbolbild).
      26 3 Melden
    • pamayer 12.08.2018 01:38
      Highlight 🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩😣😣😣🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩

      Finde die Vertipper.
      2 0 Melden
  • victoriaaaaa 11.08.2018 14:50
    Highlight Ich bin schon aus der Schule und habe immer in all den jahren klassen >19 mitschület gehabt, das höchste war 26 und ich habe mich in der klasse auch am wohlsten gefühlt (gegenüber kleineren klassen) - es muss also nicht immer etwas schlechtes sein
    21 8 Melden
    • The Count 11.08.2018 15:45
      Highlight Habe die gleiche Erfahrungen gemacht.
      8 1 Melden
  • RobinBayne 11.08.2018 14:19
    Highlight Ohne Teilzeitstellen würde im schweizer Bimdungssystem gar nichts mehr funktionieren! Ohne die unzähligen Frauen, die wegen ihrer Familie teilzeit arbeiten, wäre der aktuelle Lehrermangel noch viel krasser.
    Was es braucht, sind mehr Kita- und Tageseltern- Plätze in der Nähe der Schule, damit Lehrerinnen Beruf und Familie besser vereinbaren können. Hier besteht gewaltiges Potential.
    By the eay: Schulen profitieren vom überproportional hohen Engagement der Teilzeitangestellten: Schulfeiern, Lager, Sporttag... In diesem Bereich werden jährlich unzählige unbezahlte Arbeitsstunden geleistet!
    57 4 Melden
  • Rhabarber 11.08.2018 14:18
    Highlight 19 Kinder pro Klasse? Bei uns waren das 30 bis 40. Dafür hatten wir einen festen Klassenlehrer. Das ist wirklich wichtig für die soziale und emotionale Entwicklung.
    In der Oberstufe hatten wir dann zwei Lehrer, die sich die Klasse teilten. Weil es zu viele Lehrer für zu wenig Stellen gab. Das war Mist. Jeder der beiden Lehrer hatte seine Lieblinge unter den Schülern und hat andere entsprechend abgeschossen. Das gab ein mieses Klima in der Klasse. Obwohl das mehrere Jahrzehnte her ist, weckt das rückblickend noch immer ungute Emotionen.

    Ach ja: Auf Klassenreisen waren immer beide Lehrer dabei.
    14 61 Melden
    • Natürlich 11.08.2018 15:58
      Highlight Verstehe es auch nicht so ganz...
      19 Kinder sind doch nichts Spezielles, das war bei mir vor 20 Jahren Mindest-Standard...
      9 11 Melden
    • meine senf 11.08.2018 16:03
      Highlight Wenn jeder Lehrer unterschiedliche Lieblingsschüler hat, sind mehrere Lehrer doch besser? So sind wenigstens nicht immer die selben die Lieblinge. Wenn dem so wäre, wäre die Stimmung sicher noch schlechter gewesen.
      21 3 Melden
    • Maya Eldorado 11.08.2018 21:57
      Highlight Wir waren 50 Kinder in der gleichen Klasse bis zur 5. Klasse. Auch im Kindsgi waren wir schon 50 Kinder.
      In der Oberstufe (Progymi) waren wir dann nur noch zwischen 30 und 36 Kinder.

      Und ja, das ist schon urlange her. Ich bin 1947 geboren, kam 1953 in den Kindsgi und 1954 in die Schule.
      6 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 11.08.2018 14:17
    Highlight «Dass immer weniger Klassen- oder Skilager durchgeführt werden, liegt auch daran, dass sich niemand mehr dafür verantwortlich fühlt.»
    Rolf Dubs, Pädagoge


    Ich denke, dass die abartigen Steuersenkungen für die Firmen auch ihren Beitrag leisten, dass die Schüler nicht mehr in die Klassenlager gehen können.

    Im Kanton Luzern wurden sogar die Pausenäpfel gestrichen, damit den zugezogenen Firmen Zucker* in den Arsch geblasen werden konnte.

    *Steuersenkungen
    175 30 Melden
    • dä dingsbums 11.08.2018 14:27
      Highlight Welche zugezogenen Firmen?
      Ich dachte die Steuersenkung war völlig wirkungslos und es seien praktisch keine Firmen zugezogen?
      19 2 Melden
  • ThomasHiller 11.08.2018 14:06
    Highlight Tja, das ist halt der Preis in einer Gesellschaft, in der sich jeder "Selbstverwirklichen" will und deshalb nur noch Teilzeit arbeitet, auf der anderen Seite aber die totale Vollversorgung im allen Bereichen erwartet - das geht dann leider rechnerisch nicht mehr auf.

    Wir müssen mal wieder zu einem Gesellschaftsmodell kommen, bei dem nicht mehr jeder nur fragt, was Gesellschaft & Staat für ihn tun können sondern auch mal daran denkt, was er/sie für den Staat tun kann.
    42 102 Melden
    • Doctor Unrath 11.08.2018 14:38
      Highlight Gut. Allerdings glaube ich, dass das neue Modell bereits in der Diskussion stirbt, weil alle ihre individuelle Selbstverwirklichung auf Kosten der anderen durchsetzen wollen.
      17 1 Melden
    • FrancoL 11.08.2018 15:29
      Highlight Richtig, erschreckend, dass mehr Blitze als Herzen für diese klare Feststellung "gedrückt" werden.
      Addiert man noch die Tatsache, dass viele Eltern zusätzlich der Meinung sind, dass die LehrerInnen auch noch einen gewichtigen Teil der Erziehung übernehmen müssten und sich kaum erlauben sollten die Kinder zu kritisieren oder deren Leistung zu hinterfragen, dann sind wir wirklich an einem Punkt angekommen, der nicht mehr tragbar ist und über neue Formen nachgedacht werden muss, zudem auch die finanzielle Seite eingehend überdacht werden muss.
      Unter bürgerlichen Leitung allerdings kaum ein Thema
      18 3 Melden
    • The Count 11.08.2018 15:52
      Highlight Guter Beitrag Herr Hiller, wenn ich mir die verweichlichte Gesellschaft anschaue muss wirklich etwas passieren. Die pseudoelitären Hipster, verwöhnt und of unselbständig. 60% Pensum und denken sie seien die 7Sieche. Ich bin froh sind meine Mädels bei min. 80% Klassenlehrpersonen unterrichtet worden.
      11 26 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matterhorn 11.08.2018 14:00
    Highlight Wenn nicht mehr Stellenprozente zur Verfügung stehen, kann man auch nicht mehr arbeiten! Bin männlich...
    49 4 Melden
  • Kong 11.08.2018 13:58
    Highlight Frauen mit Kindern arbeiten Teilzeit. Überforderte Lehrperspnen reduzieren. Ehepaare teilen sich die Erwerbstätigkeit. Kenne diverse solche Fälle in meinem Umfeld, ein „Verbot“ bzw Erschwerung wäre nicht die Lösung. Gerade für Frauen ist Teilzeit möglich, eine Erhöhung nicht immer möglich/gewollt.
    Es liesse sich überlegen wie man Schulleitung/Management verbessert, wie man mit Problemen umgeht/ unterstützt und ob für Quereinsteiger einfachere Modelle möglich wären.
    45 7 Melden
  • ingmarbergman 11.08.2018 13:55
    Highlight Mit voller Windel lässt sich gut stinken, Herr Nobs. AlS emeritierter Professor arbeitenden Vorgaben machen wollen, nein danke!

    Der Trend geht immer mehr in Richtung flexibilisierung der Arbeit. Ich (Mann) arbeite momentan 100%, reduziere später vielleicht mein Pensum, dann wieder hoch, je nach Lebenssituation.
    Aber ein Arbeitgeber, der mir grundsätzlich die Teilzeitarbeit verbieten möchte, würde mich nicht mehr sehen.
    75 14 Melden
    • Natürlich 11.08.2018 16:00
      Highlight Scheinbar funktioniert es aber in Genf...
      4 1 Melden
    • Chamael 11.08.2018 23:36
      Highlight Gebf hat die höchsten Lehrerlöhne der Schweiz. Wenn überall genfer Löhne gezahlt werden muss man gar nicht die Teilzeitarbeit verbieten, weils plötzlich genug Lehrer gäbe
      2 0 Melden
  • Der Bademeister 11.08.2018 13:51
    Highlight Da kann ich als „Aargauervater“ ein Lied davon singen.Bereits ab der ersten Klasse teilen sich drei bis vier Frauen das Pensum auf.Planbare Spitalaufenthalte werden nicht in den Ferien (Lehrer haben ja genug davon) wahrgenommen sondern wenn die Schule wieder anfängt.Bei uns nächsten Montag der Fall info das Lehrperson ausfällt ist am Freitag gekommen.Dann das gejammer mit dem Stress.Die Belastung hat in jedem Beruf zugenommen.Pensen rauf!Dann kommt halt die Kündigungswelle. Wohin bitte schön wollen dann diese „hoch qualifizierten Fachkräfte?“
    35 115 Melden
    • ingmarbergman 11.08.2018 14:29
      Highlight Es gibt kaum ein Kanton, der bei Bildung so sehr spart wie der Aargau.
      Die Qualität in der haben sich die Stimmbürger selber zuzuschreiben. Sorry!
      48 9 Melden
    • Rellik 11.08.2018 14:34
      Highlight Vielleicht Bademeister werden?
      15 4 Melden
    • EvilBetty 11.08.2018 14:57
      Highlight Und in welche Schule willst du als Vater dann deine Kinder schicken?
      23 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 11.08.2018 13:48
    Highlight Schlechte Lehrer gibt es immer mehr. Auch glauben etliche, diesen eigentlich anspruchsvollen Beruf zu nutzen, um Weltreisen und Auszeiten zu haben. Pensen von 26h/Woche als 100% ist ein Witz. Klar brauchen sie noch 5 Stunden Vorbereitungszeit. Nach 3 Jahren der Wiederholungen, geht alles viel einfacher. Jede Gemeinde muss darauf drängen, eine Vollzeitlehrkraft anzustellen um den Kindern eine Bezugsperson zu garantieren.
    30 114 Melden
    • Doctor Unrath 11.08.2018 14:41
      Highlight Ihr Argumentarium scheint aus dem "Handbuch für Wutbürger" zu stammen und hat mit der Schulrealität nichts gemeinsam. Gehen Sie die Situation einmal vor Ort anschauen, stehen Sie selber vor Kindern und Jugendlichen und beobachten Sie, was sonst noch so alles läuft an einer Schule!
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    • Lienat 11.08.2018 14:43
      Highlight Ein 100%-Pensum entspricht einer Arbeitsleistung von ca 1930h/a. 26 Lektionen x 38 Schulwochen sind 988 Lektionen pro Schuljahr. Das ergibt 1.95 Stunden pro Lektion. Bleiben nach Abzug der Lektion noch 1h 15 Minuten für Vorbereitung, Auswertung, Elterngespräche, Prüfungskorrekturen, obligatorische Weiterbildung administrative Leerläufe und Zusatzaufwand für Sondersettings. Wenn Sie das mit 3 Jahren Berufspraxis schaffen und dabei auch noch guten Unterricht abliefern, dann bewerben Sie sich bitte sofort als Lehrer!
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    • Flötist 11.08.2018 14:51
      Highlight Du scheinst den Lehrerberuf nur vom Hörensagen zu kennen.
      40 6 Melden
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  • Flötist 11.08.2018 13:48
    Highlight Kann man mit 35 noch Lehrer werden während man arbeitet?
    22 1 Melden
    • Money Matter 11.08.2018 14:58
      Highlight kanton sg: nur mit dreijährigem vollzeit- oder 4-5 jährigen teilzeitstudium.
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    • EvilBetty 11.08.2018 15:00
      Highlight Habs mir auch schon überlegt. Wenn du noch keine Kinder hast sollte es machbar sein. In meiner Situation (3 Kinder, Sogutwiealleinverdiener, ü40) ist es leider nicht mehr möglich.
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  • EvilBetty 11.08.2018 13:43
    Highlight Ja sorry, kein Wunder. Sparen sparen sparen... den LehrerInnen werden immer mehr Verantwortungen und Pflichten auferlegt. Dazu kommt dass sie sich im dümmsten Fall mit den Anwälten von Gian Luca Kevin Zuberbühlers pseudoelitären, impfgegnerischen Eltern rumschlagen müssen. Die Klassen werden immer grösser. Das lässt sich Vollzeit doch gar nicht mehr aushalten!? Man gibt sich jede erdenkliche Mühe, den Lehrerberuf so unattraktiv wie möglich zu machen.

    Macht mi hässig. Und nein, ich bin kein Lehrer.
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    • dieBied 11.08.2018 14:41
      Highlight Danke!
      Ich bin nicht Lehrerin, aber habe dieselben Anstellungsbedingungen. Wenn eine Lehrperson heute neben den Verpflichtungen der Schule während des Quartals noch ein Leben haben möchte, kann man gar nicht Vollzeit arbeiten!! Ich arbeite gut 80%, habe aber regelmässig 50+ Arbeitsstunden pro Woche. Klar kann ich das während der Schulferien etwas ausgleichen, aber bin jeweils so erschöpft, dass ich anfangs der Ferien meist eine Woche krank werde. Der Beruf macht krank; und solche Regelungen wie in Genf machen es noch schlimmer!! Kein Wunder finden sich immer weniger Leute, die sich das antun..
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    • Lienat 11.08.2018 14:49
      Highlight Danke für diesen Kommentar. Dem kann ich nur hinzufügen, dass solche Arbeitsbedingungen die Attraktivität des Lehrerberufs schmälern und dementsprechend wohl nicht gerade ein Magnet für die bestqualifizierten Bewerber sein werden.

      Hut ab vor allen Lehrpersonen, welche sich dieser Herausforderung täglich stellen und dabei die Motivation nicht verlieren!
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    • The Count 11.08.2018 15:43
      Highlight Mir kommen gleich die Tränen. Bei 14 Wochen unterrichtsfreier Zeit sollte eine gute Work life Balance möglich sein. Die Lehrer und Lehrerinnen in meinem Bekanntenkreis sind leider fast ausnahmslos alle keine wirklich guten Lehrer bzw eher ungeeignet um Kindern etwas beizubringen. Entweder wegen sozialen Schwächen oder verwöhnt von zu viel Ferien.
      14 43 Melden
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  • Scaros_2 11.08.2018 13:31
    Highlight Schlechte Bezahlung gegenüber der Wirtschaft, ständig nervende Eltern die vei jedem Fehler mit Anwalt drohen. Kommt hinzu das man als Mann schnell im fokus von unsitlichem verhalten stehen knn wenn man mit kinder zu tun hat. Und zum abschluss kein Teilzeitpensum möglich wo die wirtschaft wieder vorwärts macht. Warum also sollte mich der beruf reizen
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  • ND_B 11.08.2018 13:29
    Highlight Wenn dieser Schuss mal nicht nach hinten losgeht. Meine Frau ist Lehrerin. Auch wenn wir Kinder bekommen werden, sind wir monetär nicht darauf angewiesen dass sie arbeitet. So wird es wohl vielen anderen Lehrerinnen oder Lehrern auch gehen. Wenn man dann vor die Entscheidung gestellt wird ob man das Kind 3x die Woche den ganzen Tag abgibt, unter Umständen in eine Kita, so dass man praktisch eine Nullrechnung macht, ist der Entscheid gegen den Beruf schnell gefällt.

    Dasselbe Problem besteht auch in den Pflegeberufen, da ist man in den grossen Spitälern froh wenn jemand 40% arbeiten kommt.
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  • walsi 11.08.2018 13:28
    Highlight Es ist ein Geld Problem. Weil Lehrer sehr gut verdienen können sie es sich leisten Teilzeit zu arbeiten, besonders dann wenn sie verheiratet sind und der oder die Partner/in auch arbeitet. Wenn ein Primarlehrerin bei 100% CHF 8'000.--/Mt verdient ist bei 60% immer noch CHF 4'800.--/Mt. Mancher Handwerker verdient bei 100% weniger. Wenn der oder die Partner/in noch arbeitet und auch noch im gleichen Umfang verdient ergibt das ein Haushalteinkommen von CHF 9'600.--/Mt. oder CHF 124'800/Jahr. Das ist deutlich über dem durschnittlichen Haushaltseinkommen in der Schweiz.
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  • _kokolorix 11.08.2018 13:21
    Highlight Rein kapitalistisch gesehen müsste man bloss den Lohn bei Teilzeitpensen um 10% senken und alle Probleme wären gelöst...
    *** Ironie off ***
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  • remono 11.08.2018 13:16
    Highlight In meinen Augen wäre es sinnvoller sich Gedanken zu machen weshalb so viele Lehrpersonen überhaupt Teilzeit arbeiten. Ich arbeite selber während meinem Masterstudium an einer Schule die im Bereich der Oberstufe keine Lehrperson mit Beschäftigungsgrad über 80% hat. Vielen Lehrpersonen ermöglichen Teilpensen überhaupt erst neben Familienverpflichtungen noch zu arbeiten. Zusätzlich kann es für eine Schule schwer sein alle Fächer sauber abzudecken. Es ist auch für die Schulen teilweise notwendig für nur wenige Lektionen Lehrpersonen anzustellen.
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  • Herr Ole 11.08.2018 13:11
    Highlight 1. Es gibt einen guten Grund, dass viele Lehrer Teilzeit arbeiten: Der Beruf ist psychisch enorm anspruchsvoll, insbesondere wegen der überhöhten Anspruchshaltung vieler Eltern, aber auch weil Kinder einfach anstrengend sind.
    2. Zur Situation in Baselland, die hier kurz angedeutet wird, könnte man haufenweise eigene Artikel schreiben (siehe diverse regionale Zeitungen). Die dortige Bildungsdirektorin betreibt einen Um- und Abbau, mit dem so gut wie kein Betroffener einverstanden ist.
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  • Herr Je 11.08.2018 13:03
    Highlight Ein Grund für die vielen Klein- und Kleinstpensen liegt darin, dass diese Lehrpersonen die Schule als Hobby betreiben und keine Möglichkeit (oder auch keine Lust) haben sich noch stärker mit Lektionen zu engagieren. Was nicht bedacht wird: vielerorts können die Schulen strukturell nur dank dem überdurchschnittlichen Einsatz dieser Lehrpersonen im organisatorischen und sozialen Bereich überhaupt funktionieren. Vergrault man diese Leute und kommen die Lehrpersonen nur noch zum Unterrichten, verkommt die Schule noch stärker zum reinen Anbieter von Hort- und Lerninhalt-Vermittlungs-Diensten.
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    • Gubbe 11.08.2018 15:09
      Highlight Ist den die Schule nicht mehr zum Lernen gedacht? Was sollten den die Lehrpersonen anderes tun, als zu unterrichten. Dazu werden sie ausgebildet. Der soziale Bereich ist eigentlich für die Eltern vorgesehen.
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    • Herr Je 11.08.2018 16:50
      Highlight Werfen Sie doch einen kurzen Blick in einen der kantonalen Lehrpläne.
      Danach werden Sie feststellen, dass die pädagogischen Aufträge der Primarschulen einen nicht unwesentlichen Anteil an erzieherischen Inhalten haben. Reiner Unterricht findet eher auf Niveau Sek 2 statt. Interessanterweise sind dort dann ja auch noch die Löhne attraktiver...
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    • Lienat 12.08.2018 10:57
      Highlight @Gubbe: Im Prinzip richtig. Als Lehrer erlaube ich mir aber, den letzten Satz aus Ihrem Kommentar zu korrigieren. Es heisst:

      "Der soziale Bereich WÄRE eigentlich für die Eltern vorgesehen."

      (Sofern Sie mit dem Sozialen Bereich die Erziehun meinen.)
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  • flyme 11.08.2018 13:02
    Highlight - "Wir haben zu wenig Lehrpersonen, was könnten wir unternehmen?"
    - "Lasst uns den Job unattraktiver machen."
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