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Zürich muss erneut über ein neues Fussballstadion abstimmen

Zürich muss erneut über ein neues Fussballstadion abstimmen

09.06.2023, 19:3409.06.2023, 19:45

In der Stadt Zürich wurde in den letzten Jahren schon zweimal über ein neues Fussballstadion angestimmt, beide Male sagte das Stimmvolk ja. Die letzte Hürde ist aber noch nicht genommen: Wie die «NZZ» schreibt, wird es bald zu einer dritten Abstimmung kommen.

Die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher stimmen erneut über eine Stadion-Vorlage ab. Denn gegen den privaten Gestaltungsplan für das Projekt "Ensemble" auf dem Zürcher Hardturm-Areal ist das  ...
So sollte die neue Anlage in Zürich eigentlich aussehen.Bild: HRS REAL ESTATE AG

Grund dafür ist die «Uferschutzinitiative», welche in Zürich lanciert worden ist. Die Initiantinnen und Initianten haben die nötigen 3000 gültigen Unterschriften diesen Frühling eingereicht. Das Stadion wird in der Initiative zwar nicht direkt erwähnt, wäre aber ebenfalls betroffen.

So will die Initiatiive Ziel der Initiative ist es, den Bau von Hochhäusern unmittelbar im Uferbereich der Limmat, aber auch darüber hinaus zu verhindern. Betroffen wäre auch die geplante «Ensemble»-Anlage, zu welcher auch das geplante Stadion gehört. Dieses liegt rund 200 Meter vom Ufer entfernt und dürfte somit keine Gebäude beinhalten, die höher als 25 Meter sind.

Für das Stadion per se wäre dies eigentlich keine Einschränkung. Das Problem an der Sache: Teil des «Ensemble»-Projekts sind auch zwei Wohntürme, welche beide die kritische Höhe überschreiten würden. Die Finanzierung des Stadions hängt direkt mit dem Bau dieser Türme zusammen. Sprich: Können keine Türme gebaut werden, fallen auch die Stadion-Pläne in sich zusammen.

Offiziell wollen die Initiantinnen und Initianten nichts von einem Angriff auf das neue Stadion wissen. «Es geht uns nicht um das Stadion, sondern generell um Umweltschutz und vor allem um die Hochhausrichtlinie, die die Stadt kürzlich verabschiedet hat», so Martin Zahnd, der zu den treibenden Kräften der Initiative gehört.

Gleichzeitig fällt auf: Im Initiativkomitee sind viele Akteurinnen und Akteure, welche sich schon in der Vergangenheit gegen das Stadion eingesetzt hatten. So etwa Lisa Kromer, Präsidentin der IG Freiräume Zürich-West, oder Sandra Bienek, Wortführerin bei der ersten Abstimmung 2019. (dab)

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101 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Stadtchind
09.06.2023 19:42registriert November 2014
Da baut Liechtenstein vorher noch einen eigenen Flughafen bis wir dies mit dem Stadion in Zürich hin kriegen..
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Stefan Sowieso
09.06.2023 19:49registriert Juli 2020
Wann endlich wird diese undemokratische Verhalten gesetzlich verhindert. Initiaven sind wichtig. Dürfen aber nicht getroffene Abstimmungsergebnise ad absurdum führen. Auch hier gilt das Stimmergebnis.
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Stambuoch
09.06.2023 20:56registriert März 2015
Baut die Stadt Zürich bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht, dann fällt das ganze Areal an die CS bzw. UBS zurück und dann kann sie alles mit Luxuswohnungen vollpastern.
Dann gibt es kein Stadion und kein Mehr an bezahlbare Wohnraum.
Und die Stadt bleibt aut Millionen von Planungsgeldern sitzen.
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