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Frauenquote im Vorstand: Sportverbände murren

In Schweizer Sportverbänden gilt seit Anfang 2025 eine Frauenquote im Vorstand. Das gefällt nicht allen. (Symbolbild)
In Schweizer Sportverbänden gilt seit Anfang 2025 eine Frauenquote im Vorstand. Das gefällt nicht allen. (Symbolbild)Bild: Shutterstock

Frauenquote im Vorstand: Sportverbände murren

Auf Anregung von Viola Amherd wurde auf Anfang 2025 eine Frauenquote in Schweizer Sportverbänden eingeführt. Nun könnte sie bereits wieder abgeschafft werden.
13.09.2026, 09:3213.09.2026, 09:32

Als Viola Amherd noch für die Mitte Sportministerin war, entschied sie: Schweizer Sportverbände müssen ihre Vorstandssitze zu mindestens 40 Prozent mit Frauen besetzen. Seit Januar gilt die Frauenquote – und droht bereits wieder abgeschafft zu werden. Darüber berichtet die «NZZ am Sonntag».

Demnach sind die Sportverbände alles andere als glücklich mit der Frauenquote. «Swiss-Ski erachtet Quotenregelungen bei der Besetzung von Führungspositionen nicht als zielführenden Ansatz», heisst es zum Beispiel beim Skiverband.

Matthias Jauslin, GLP-Nationalrat und Präsident des nationalen Segelflieger-Clubs, sagt gegenüber der «NZZ am Sonntag», dass sein Verband Mühe damit bekunde, die Regelung umzusetzen, weil er nur zu 3,8 Prozent aus weiblichen Mitgliedern bestehe. «Es ist ein Witz», sagt Jauslin. «Wir schaffen hier eine unnötige Bürokratie, statt uns um den Sport zu kümmern.»

Nationalrat Stefanie Heimgartner, SVP-AG, spricht waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 18. Juni 2025 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner empfindet Frauenquoten als Beleidigung.Bild: keystone

Noch schärfer klingt es bei SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner: «Für mich ist eine Quote eine Beleidigung. Ich will ein Amt ausüben, weil ich etwas kann, und nicht, weil ich eine Frau bin.»

Ihr widerspricht SP-Nationalrätin Andrea Zryd, die sagt, dass die Massnahmen sich bewährt hätten: «Warum sollten wir jetzt etwas zerstören, das auf gutem Weg ist?» Auch Swiss Olympic spricht sich für die Frauenquote aus.

KEYPIX - Die Kommissionssprecherinnen der Debatte ueber die Schweizer Beteiligung an der KFOR, des Swisscoy-Einsatzes im Kosovo, Isabelle Chappuis, Mitte-VD, links, und Andrea Zryd, SP-BE, diskutieren ...
SP-Nationalrätin Andrea Zryd (rechts) möchte am eingeschlagenen Weg festhalten.Bild: keystone

Die vorberatende Kommission hat der Abschaffung der Frauenquote zugestimmt. Kommende Woche berät der Nationalrat über den Vorstoss von SVP-Nationalrätin Heimgartner.

(her)

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45 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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equus asinus
13.09.2026 11:10registriert November 2023
Jauslin ist Präsident des Aeroclub Schweiz, nicht nur der Segelflieger.

Anyway, eine Frauenquote höher als der Frauenanteil in einem Verband ist sinnlos. Und wer das Gefühl hat, Besetzungen von Verbandsposten seien Kampfwahlen, der irrt. Es ist schon sehr schwierig überhaupt Kandidierende zu finden.
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Kramer
13.09.2026 11:19registriert September 2021
Warum werden diese Quoten eigentlich immer nur in Führungspositionen gefordert?
Ich fordere 50% Frauenanteil im Strassenbau!
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