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So viele Reklamationen wie die Eklat-«Arena» sind beim SRF-Ombudsmann noch nie eingegangen. 
So viele Reklamationen wie die Eklat-«Arena» sind beim SRF-Ombudsmann noch nie eingegangen. 

Eklat-«Arena» löst Reklamationsflut aus – und alle zugunsten von Daniele Ganser

17.03.2017, 13:2217.03.2017, 14:56

Die SRF-Sendung «Arena» über die Glaubwürdigkeit der Medien hat eine Rekordzahl an Beschwerden ausgelöst: Nach einem Disput zwischen dem Historiker Daniele Ganser und SRF-Moderator Jonas Projer sind beim SRG-Ombudsmann 492 Beanstandungen eingegangen. Die Inhalte der Beanstandungen waren alle ähnlich.

«492 Beanstandungen sind gegen die Arena-Sendung eingegangen – das ist die höchste Anzahl, seit es die Ombudsstelle gibt», sagte Roger Blum, der Ombudsmann der SRG, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Ausnahmslos alle Beanstandungen fallen zugunsten des Gastes, Daniele Ganser», aus.

Daniele Ganser ist Historiker und Publizist. Er war im Februar in die Sendung «Trumps Krieg» eingeladen worden, um als einer von zwei Gästen, die den Medien misstrauen, über Vertrauen oder Misstrauen in die Medien zu diskutieren. Dabei ist es zu einem Disput zwischen ihm und dem Moderator gekommen, der die Welle an Beanstandungen ausgelöst hat.

Gemäss Blum haben ausnahmslos alle beanstandet, dass Ganser unfair oder diskriminierend behandelt worden sei. Zudem habe der Sender eine E-Mail Gansers veröffentlicht, ohne dessen Einwilligung eingeholt zu haben.

«492 Beanstandungen sind gegen die Arena-Sendung eingegangen – das ist die höchste Anzahl, seit es die Ombudsstelle gibt»
Ombudsmann Roger Blum

Viele Zuschriften aus dem Ausland

«Interessant ist, dass die Inhalte der Beschwerden teilweise sehr ähnlich sind», sagte Blum. Weiter sei bemerkenswert, dass ein beträchtlicher Teil der Schreiben aus dem Ausland – aus Deutschland, Österreich, Südtirol, Luxemburg und Holland – gekommen sei. Wegen seiner Auftritte im Ausland hat Daniele Ganser gemäss Blum dort eine «beachtliche Fangemeinde».

Der Ombudsmann muss nun die fast 500 Texte sichten, die Hauptargumente zusammenfassen und in einem Schlussbericht eine Einschätzung abgeben. Dabei wird er medienethische Grundsätze berücksichtigen. Ferner komme das Radio- und Fernsehgesetz zum Zug.

Zu beachten gilt es gemäss Blum auch, dass es sich um eine Diskussions- und nicht um eine Informationssendung handle. «Das Bundesgericht macht hier einen Unterschied», erklärt er. In einer Diskussionssendung könne der Moderator – anders als bei einer Informationssendung – nicht zu 100 Prozent auf den Inhalt Einfluss nehmen.

Derzeit arbeitet gemäss Blum auch das SRF an einer Stellungnahme. Beides zusammen wird Anfang April den Beanstandern zugeschickt. Ihnen wird es offen stehen, ob sie anschliessend an die Unabhängige Beschwerde-Instanz von Radio und Fernsehen (UBI) gelangen möchten. Dafür braucht es pro UBI-Beschwerde die Unterschrift von 20 Personen. (sda)

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122 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Angelo C.
17.03.2017 13:52registriert Oktober 2014
Also was der Einzelne auch immer für eine Meinung über Gansers Hypothesen hat - das war und ist hier nicht die Frage, zumal er zu einem spezifizierteren Thema in die ARENA eingeladen wurde.

Es geht vielmehr darum, ob ein Moderator wie Projer das Recht hat, einen geladenen Gast auf persönlicher Ebene anzumachen und dabei minutenlang zu versuchen, diesen öffentlich blosszustellen, ihm ein eigentliches Rededuell liefernd.

Sowas ist nicht nur unprofessionell, sondern auch explizit unhöflich - und somit recht überflüssig 🙄!

Und so sind offensichtlich, nicht nur m.E., die Kritiken berechtigt.
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Micha Moser
17.03.2017 13:42registriert März 2014
Ohnein bitte nicht wieder das Thema.. ja natürlich gingen viele Beanstandungen aus dem Ausland ein, weil Ganser sich dazu auf Facebook äusserte, seine Gemeinde die Sebdung nachgeschaut hat und seiner Meinung war.
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Nathalie Boos
17.03.2017 21:57registriert März 2017
die e-mail-veröffentlichung war eine verletzung der privatsphäre. da ging herr projer zuweit.
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